24h Le Mans 2026: Rast-Feuerwerk im BMW, strategischer Toyota-Vormarsch
Rene Rast legt bei den 24 Stunden von Le Mans 2026 los wie die Feuerwehr - Toyota geht früh "off sequence", bevor Sebastien Buemi den Turbo zündet
Die 24 Stunden von Le Mans 2026 sind gestartet
Foto: Nikolaz Godet / Motorsport.com
BMW-Pilot Rene Rast dominiert im BMW #20 (Frijns/Rast/S. van der Linde) die Startphase bei den 24 Stunden von Le Mans 2026 (hier im Liveticker!), muss aber die Führung an den Toyota #8 (Buemi/Hartley/Hirakawa) abgeben, der sich durch einen frühen Boxenstopp an die Spitze des Feldes gesetzt hat.
Während Rast sich mit aggressiven Manövern innerhalb des ersten Sektors der ersten Runde an die Spitze setzte, hing Toyota auf Plätzen im Mittelfeld fest. Wie unsere Longrun-Analyse bereits gezeigt hat, haben die beiden TR010 Hybrid aber einen ausgezeichneten Grundspeed.
Und so zog Toyota eine strategische Jokerkarte. Statt die vollen 13 Runden zu fahren, kam die #7 bereits nach acht Runden rein. Das Schwesterfahrzeug #8 (Buemi/Hartley/Hirakawa) folgte nur eine Runde später. Alle anderen Hypercars stoppten erst nach zwölf beziehungsweise 13 Runden.
Weil vier bis fünf Runden weniger vom 100 Prozent erneuerbaren Rennsprit verbrannt wurden, dauerte der Boxenstopp entsprechend kürzer. Die beiden Toyota standen rund zehn Sekunden kürzer als alle Gegner. Das katapultierte, als die anderen Fahrzeuge stoppten, die #8 an die Spitze, die #7 immerhin auf Platz fünf.
Buemi baut an der Spitze aus
Somit führt Sebastien Buemi nach einer Stunde vor Rene Rast, allerdings wird die Führung zwischen diesen beiden Fahrzeugen von jetzt an hin und her wechseln, sofern beide synchron bei Reifen- und Fahrerwechseln bleiben.
Buemi begann daraufhin, den Vorsprung auszubauen und hatte nach einer Stunde rund acht Sekunden Vorsprung auf Rast.
Dahinter halten der Alpine #35 (da Costa/Milesi/Habsburg) und der Cadillac #38 (Bamber/Bourdais/Aitken) ebenfalls noch mit Rast mit, der zweite Toyota folgt im Schlepptau. Hinter zwei weiteren Cadillac folgt der erste Ferrari auf dem achten Platz. Die 499P verzichteten auf einen strategischen Move wie Toyota.
Der Polesetter, der BMW #15 (Magnussen/Marciello/D. Vanthoor), verlor schnell an Boden. Noch vor dem ersten Bremspunkt war die Führung weg, Kevin Magnussen fiel daraufhin immer weiter zurück und rangiert nach der ersten Stunde nur noch auf Platz neun. Es hatte sich bereits in den Longruns angedeutet, dass der BMW #20 deutlich schneller kann als die #15.
Nach den bärenstarken Trainingsauftritten ging es für Genesis im Renntrimm bisher etwas zurück, die GMR-001 halten aber den Anschluss. Wie erwartet konnte auch Aston Martin seine Qualifying-Pace nicht halten, die beiden Valkyrie fielen auf die Plätze elf und 15 zurück.
Gar nicht in Fahrt kommt der Vorjahressieger. Der AF-Corse-Ferrari #83 (Ye/Kubica/Hanson) hängt auf Rang 16 fest und hat nur die beiden Peugeot hinter sich.
Zwei LMP2 setzen sich ab
In der LMP2 legte Job van Uitert im Idec-Oreca #28 (Lafargue/Rinicella/van Uitert) ähnlich stark los wie Rene Rast in der Hypercar-Klasse. Lediglich Esteban Masson im Forestier-Panis-Oreca #29 (Rousset/Masson/Gray) kann das Tempo einigermaßen mitgehen.
Die LMGT3-Spitze hat der ASP-Lexus #78 (van Rompuy/David/Hawksworth) übernommen, nachdem der zunächst führende Mattia Drudi den Heart-of-Racing-Aston-Martin #27 (James/Robichon/Drudi) schon nach neun Runden an Teambesitzer Ian James übergab.
Für LMP2 und LMGT3 gilt allerdings, dass erst einmal alle drei Fahrer ihren ersten Stint absolviert haben müssen, um eine Hackordnung abzulesen. Deshalb wäre jede Analyse zu diesem Zeitpunkt verfrüht. Schließlich entscheidet hier die Qualität des Silber- beziehungsweise Bronze-Fahrers über Sieg und Niederlage.
Größere Zwischenfälle hat es noch nicht gegeben, allerdings sorgte Martin Berry im Iron-Lynx-Mercedes-AMG #61 (Berry/Andrade/Martin) für den ersten Dreher im Rennen. Berry fuhr weiter, rutschte aber in der nächsten Schikane auf dreckigen Reifen in den Reifenstapel und trug eine Beschädigung davon.
Auch der Proton-Ford #88 (Gattuso/Levorato/Sargeant) musste nach einem Zwischenfall in der Startrunde einen kleinen Flurschaden reparieren lassen.
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