Auf der Pole und doch enttäuscht: Kobayashi wollte den Streckenrekord

Toyota-Werksfahrer Kamui Kobayashi sagt, dass er enttäuscht sei, nicht den Streckenrekord verbessert zu haben - Kann die #7 endlich Le Mans gewinnen?

Auf der Pole und doch enttäuscht: Kobayashi wollte den Streckenrekord

Das klingt kurios: Zum vierten Mal in Folge startet bei den 24 Stunden von Le Mans ein Toyota TS050 Hybrid von der Pole-Position. Zum dritten Mal ist es Kamui Kobayashi, der dafür verantwortlich ist. Und doch ist der Japaner enttäuscht.

Der Ex-Formel-1-Fahrer war drauf und dran, seinen eigenen Streckenrekord auf dem Circuit de la Sarthe von 3:14.791 Minuten auf lange Zeit noch einmal zu unterbieten. Er hatte diese Marke 2017 aufgestellt. Sie wird nun für lange Zeit Bestand haben, da die neuen Le-Mans-Hypercars, die ab 2021 zum Einsatz kommen, deutlich langsamer sein werden.

Gegenüber seiner Zeit von 3:15.267 Minuten, die dieses Jahr zur Pole-Position reichte, verbesserte er sich in seinem letzten Anlauf noch einmal deutlich. Fast eine Dreiviertelsekunde war er nach zwei Sektoren bereits schneller. Der dritte Sektor umfasst die halbe Strecke.

"Ich bin ein bisschen enttäuscht, weil ich den Rekord im zweiten Versuch definitiv schlagen konnte", sagt der Japaner. "Das Auto fühlte sich gut an, die Bedingungen waren gut und wir konnten dank des Hyperpole-Modus sehr zuversichtlich hinsichtlich der Verkehrslage sein und uns voll auf die Performance des Autos konzentrieren."

 

Schon sieben Zehntel vorn

Er glaubt, dass Toyota alles richtig gemacht habe und ein Rekord in Reichweite gewesen sei. "Leider wurde mir die Runde [wegen Track Limits] aberkannt, deshalb musste ich aufhören. Ich lag bereits sieben Zehntel vorn, das allein hätte den Rekord bereits gebrochen. Es ist jammerschade. Aber es ist, wie es ist."

Trotzdem sei es ein "fantastisches Gefühl" gewesen, erstmals unter Hyperpole-Bedingungen zu fahren. "Ich habe mich extrem wohl im Auto gefühlt und die Hyperpole gibt einem Fahrer eine tolle Chance, diese Strecke ohne Verkehr zu fahren." Toyota äußerte sich generell sehr lobend über das neue Hyperpole-Format.

Natürlich stellt sich die Frage, ob Kobayashi, Mike Conway und Jose-Maria Lopez endlich ihrerseits die 24 Stunden von Le Mans gewinnen können. Bei den bisherigen zwei Toyota-Siegen war das Trio zweimal Kazuki Nakajima, Sebastien Buemi und Fernando Alonso unterlegen. 2017 gab es eine bittere Niederlage nach einem Reifenschaden in klarer Führung liegend.

"Nach dem, was vergangenes Jahr passiert ist, sind wir definitiv hungrig", so Kobyashi. "Wir sind hier immer ziemlich schnell, haben aber irgendwie nie gewonnen. Das galt auch für Spa, aber dieses Jahr haben wir Spa gewonnen. Dieses Jahr könnte es anders sein. Wir werden unser Bestes geben."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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