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"Bestes Auto das ich je hatte": Corvette-Fahrer schwärmen nach Le-Mans-Pole

Corvette bestimmt bei den 24h Le Mans 2022 bislang das GTE-Pro-Geschehen - Doch unsere Analyse zeigt auch, dass die C8.R eine nicht unwesentliche Schwäche hat

"Bestes Auto das ich je hatte": Corvette-Fahrer schwärmen nach Le-Mans-Pole

Nach den Trainings und Qualifyings zu den 24h von Le Mans 2022 geht Corvette in der GTE-Pro-Kategorie als Favorit ins Rennen. Die C8.R lag in ihrer Klasse bisher in jeder Session, abgesehen vom 2. Freien Training, an der Spitze.

In der für die Startaufstellung entscheidende Hyperpole-Session nahm Pole-Setter Nick Tandy den beiden Porsches vier bis fünf Zehntelsekunden ab. Die beiden AF-Corse-Ferraris distanzierte er sogar um rund 1,8 Sekunden. Und Tandys Teamkollege Tommy Milner schwärmt vom Auto.

"Für mich fühlt es sich so an, als wären wir so gut vorbereitet wie noch nie, mit einem Auto, das das beste ist, das ich je in Le Mans hatte", strahlte Milner im Gespräch mit 'Motorsport.com' Global. "In dieser Hinsicht freue ich mich auf das Rennen."

"Wir haben alles getan, was nötig war, um in dieses Rennen zu gehen. Wie immer ist in Le Mans das Rennen ein ganz eigenes Biest. Um erfolgreich zu sein, müssen wir alles, was wir bisher gelernt haben, umsetzen, keine Fehler machen und ein gutes, sauberes Rennen fahren. Wir waren in den Trainingssitzungen schnell, aber die Leistung im Rennen ist das, was zählt."

Ein ganz wichtiger Faktor ist dabei, dass sich Corvette in diesem Jahr für ein Vollzeit-Programm in der WEC entschieden hat. Ein bisher einmaliger Vorgang, waren die US-amerikanischen Flundern bisher nur bei den 24h von Le Mans im WM-Umfeld vertreten.

Corvette: WEC-Einsätze machen sich bezahlt

Ansonsten beschränkte man sich auf Werkseinsätze in der heimischen IMSA-Serie, doch dort ist die GTLM-Klasse, in der die C8.R bisher am Start war, inzwischen beerdigt. Das Auto fährt mit Sondergenehmigung und einigen Anpassungen in der GTD-Pro-Kategorie der IMSA-Serie weiter, wo man auf GT3-Fahrzeuge trifft.

"Es gibt ein paar Bereiche, in denen man definitiv sagen kann: 'Ja, durch die WEC sind wir besser geworden'", gibt Milner offen zu. "Dinge wie Boxenstopps und die Möglichkeit, diese in Sebring und Spa zu testen. Wir haben gesehen, dass es da noch Raum für Verbesserungen gibt, und das Team hat großartige Arbeit geleistet, herauszufinden, wie man sie schneller machen kann."

Ein Befund, den Teamkollege Tandy bestätigt. Der Brite nennt den Umgang mit den Michelin-Reifen als weiteren Punkt, wo die Mannschaft vom Vollzeit-Programm in der Langstrecken-WM profitiert. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir das Team sind, das die meisten Runden gedreht und die beste Qualität gezeigt hat", blickt Tandy voraus.

 

"Das Rennen liegt noch vor uns, da kann alles passieren. Aber wenn man sich anschaut, wie wir uns in der letzten Woche vorbereitet haben, können wir nicht mehr verlangen. Wir haben beide Autos aus der ersten Reihe qualifiziert und wissen durch das Training sehr gut über die verschiedenen Bedingungen Bescheid, die wir erleben können."

Porsche hat in der Hyperpole alles herausgeholt

"Es gibt nicht viel mehr, was wir als Team hätten tun können, um uns vorzubereiten." Ein bärenstarkes Corvette-Lager war auch dafür verantwortlich, dass die Pole-Serie von Porsche in der Langstrecken-WM zu Ende geht. Zuvor waren die Zuffenhausener in zehn WEC-Rennen in Folge im Qualifying ungeschlagen, und damit auch im Vorjahr in Le Mans.

"Wir haben das Rennen anschließend aber nicht gewonnen. Also machen wir nun aus der Not eine Tugend und drehen diesen Spies um", scherzt Alexander Stehlig, Leiter Werksmotorsport bei Porsche. Frederic Makowiecki und Laurens Vanthoor ist unterdessen kein Vorwurf zu machen. Sie holten in der Hyperpole alles aus dem 911 RSR - 19 heraus.

 

"Rang drei ist bei den 24 Stunden von Le Mans keine schlechte Ausgangsposition. Ich habe alles versucht, doch in der letzten Runde stiegen die Reifendrücke bereits etwas zu stark an. So konnte ich nicht mehr das Maximum von den Reifen abrufen", erklärt Makowiecki.

Und Vanthoor meint: "Meine schnellste Runde war gut, sehr sauber. Ich denke, dass wir in dieser Session nicht mehr als Platz vier erreichen konnten. Die Corvette war auf eine schnelle Runde etwas besser. Das Rennen wird eine ganz andere Geschichte. Wir hoffen, dass sich das Kräfteverhältnis dann zu unseren Gunsten wenden wird."

Porsche auf der Geraden schnell, Corvette in den Kurven

Am Topspeed liegt es jedenfalls nicht, dass Porsche in der Hyperpole unterlegen war. Die beiden 911 RSR - 19 kamen in dieser Woche bisher auf Spitzenwerte von 304,7 und 303,9 km/h und führen damit das GTE-Feld in dieser Rangliste an. Beide Corvettes erreichten in den insgesamt sechs Trainingssessions auf einen Topspeed von 301,3 km/h.

Gianmaria Bruni, Frederic Makowiecki

Der Porsche besticht in Le Mans vor allem durch Topspeed

Foto: Motorsport Images

Ein Blick auf die Hyperpole-Zeiten verdeutlicht, dass die Corvette ihre Rundenzeit vor allem im kurvigen dritten Sektor herausholt (Ausgang Mulsanne bis Start/Ziel). Tandy gelang hier als einzigem GTE-Fahrer eine 1:44er-Zeit. Und Teamkollege Antonio Garcia war mit 1:45.028 Minuten auch deutlich schneller als die Konkurrenz.

Zum Vergleich: Die Bestzeiten der Porsche-Fahrer in diesen Sektoren lauteten 1:45.963 Minuten (Makowiecki) und 1:45.623 Minuten (Vanthoor). Die beiden Ferrari-Fahrer James Calado und Antonio Fuoco fuhren gar nur Zeiten im mittleren 1:46er-Bereich.

Diese Zahlen unterstreichen aber auch: Corvette braucht im Rennen Track-Position, um die Vorteile in den Kurven ausspielen zu können. Diese haben sie am Start dank der Doppel-Pole von Tandy und Garcia. Die hervorragende Vorbereitung dank des Vollzeit-Engagements in der FIA WEC scheint sich beim Saisonhighlight in Le Mans tatsächlich auszuzahlen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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