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BMW M Hybrid V8 auch 2026 nicht in Kundenhand

BMW-Motorsportchef Andreas Roos bestätigt, dass der LMDh-Bolide auch 2026 nicht im Kundeneinsatz antreten wird - Für Valentino Rossi bleibt es damit beim GT3

BMW M Hybrid V8 auch 2026 nicht in Kundenhand

Der BMW M Hybrid V8 wird 2026 exklusiv von WRT werksseitig eingesetzt

Foto: Lumen Lumen

BMW klang im Januar zuversichtlich, dass das Thema Kundenautos nun wirklich auf dem Radar erscheinen wird. Doch elf Monate später sieht die Situation anders aus: 2026 wird es wieder keinen M Hybrid V8 im Kundeneinsatz geben.

Das ist auch der Grund, warum MotoGP-Legende Valentino Rossi nicht zu seinem erhofften Hypercar-Einsatz kommt. Der Italiener macht kein Geheimnis daraus, dass ihm der Fahrstil in Hypercars eigentlich mehr liegt als in GT-Fahrzeugen, weil die Linie eher derjenigen entspricht, die er aus dem Motorradsport kennt.

Ein solches Engagement wäre aber nur in einem privat eingesetzten Fahrzeug möglich, denn die Fahrerkader in den Werksautos von WRT sind fix. BMW legt auch großen Wert darauf, dass sich die Werksfahrer auf einen Fahrzeugtyp konzentrieren. Das führt unter anderem zum DTM-Aus von Rene Rast, obschon dieser das mittlerweile in Frage stellt.

Einen Kunden-LMDh wird es 2026 aber nicht geben. "Wir sind weiterhin offen, aber ich muss ganz ehrlich sagen, es wird nichts für 2026. Es wird nach aktuellem Stand keine Kundenautos für 2026 geben", sagt BMW-Motorsportchef Andreas Roos im Gespräch mit Motorsport-Total.com.

Roos bestätigt, dass es "immer wieder Anfragen" von Teams gäbe. Das ist aber nichts Neues, denn Interesse an LMDh-Boliden gibt es seitens Privatteams immer wieder. So hatte Porsche zu Beginn des 963-Projekts mehr als 20 Anfragen auf dem Tisch liegen.

Das Interesse ist meistens da, bis es ans Thema Geld und Umsetzbarkeit geht. Denn vom ursprünglichen Versprechen, dass die LMDh-Boliden zu Kosten auf LMGTE-Niveau eingesetzt werden können, haben sich die Hypercars weit entfernt. Zwar wäre ein Budget mit einem Namen wie Valentino Rossi womöglich noch aufzutreiben, aber das ist nicht alles.

Warum sich die Sache für beide Seiten lohnen muss

Denn auch für den Hersteller sind Kundenfahrzeuge ein Kostenthema. Anders als bei GT3-Fahrzeugen, die an den Kunden ausgeliefert werden und der Hersteller damit Geld verdient, sind die Hypercars für ein Team im Alleingang nicht einsetzbar. Was im GT3-Sport Premium ist, vor allem auf Performance-Ingenieursseite, ist in der Hypercar-Klasse das absolute Minimum.

"Es bringt nichts, einfach nur Autos ins Feld zu stellen und zu sagen: 'Da hast du das Auto, fahr damit.' Diese Autos sind zu komplex, als dass du sie einfach selbst einsetzen kannst", erklärt Roos.

"Und dazu muss das Gesamtpaket einfach passen, wenn wir den Support zur Verfügung stellen wollen. Und da muss man überlegen, was wir als Support liefern können und was der Kunde mitbringen kann."

Daher seien es nach wie vor lose Gespräche, die aktuell mit potenziellen Kunden geführt werden. "Wir sind im Moment noch nicht so weit, dass es da irgendetwas Konkretes gibt."

Ohnehin lag der Fokus von BMW im Jahr 2025 hauptsächlich auf der Umstrukturierung des Werks-Engagements in Nordamerika. WRT übernimmt den Werkseinsatz von RLL in der IMSA SportsCar Championship. BMW will damit Kräfte bündeln.

Eine Möglichkeit ergibt sich Ende 2026, wenn in der asiatischen Le-Mans-Serie Hypercars zugelassen werden sollen. Die Planungen für solche Engagements müssten relativ bald beginnen.

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