Ferrari erleichtert nach Sieg bei 24h Le Mans 2021: Enormer Druck von Corvette

Ferrari ließ den GTE-Pro-Sieg bei den 24h Le Mans 2021 leicht aussehen - Doch dahinter steckt jede Menge Unsicherheit - Anerkennung für die Pace von Corvette

Ferrari erleichtert nach Sieg bei 24h Le Mans 2021: Enormer Druck von Corvette

Ferrari hat die 24h Le Mans 2021 in der GTE-Pro-Klasse gewonnen. Was nach einer kontrollierten Fahrt aussah, sollte alles andere als das sein. Denn Come Ledogar, Alessandro Pier Guidi und James Calado im siegreichen 488 GTE #51 konnten sich aufgrund des Drucks von Corvette zu keinem Zeitpunkt ausruhen.

"Die Corvette war phasenweise schneller. Sie haben uns ordentlich unter Druck gesetzt. Sie haben gegen Rennende ihre schnellsten Zeiten gefahren. Wir waren nervös. In Le Mans kann alles passieren", gab der Brite Calado in der anschließenden Pressekonferenz offen zu.

Pier Guidi bestätigt: "Die Corvette war superschnell in diesem Jahr. Aber das haben wir erwartet. Wir haben in einigen Runden ein paar Zehntel gewonnen, und haben in anderen wegen des Verkehrs wieder ein paar Zehntel verloren."

Dabei führte das Ferrari-Trio in den Vormittagsstunden am Sonntag eine Vorentscheidung im Kampf um den Sieg herbei. Den Vorsprung von rund 20 Sekunden auf die Corvette #63 (A. Garcia/J. Taylor/Catsburg) verdoppelte man auf rund 40 Sekunden. Im Ziel trennten die beiden erstplatzierten Fahrzeuge genau 41,686 Sekunden.

Dies ist übrigens der zweitkleinste Abstand im Ziel zwischen dem Sieger in der GTE-Pro-Kategorie und dem Zweitplatzierten in den vergangenen zehn Jahren. Enger ging es in der Endabrechnung nur 2016 zu, als der siegreiche Ford #68 (Hand/Müller/Bourdais) 10,200 Sekunden vor dem Risi-Ferrari #82 (Fisichella/Vilander/Malucelli) lag.

Pier Guidi: Le Mans war überhaupt nicht einfach

Auch deshalb beteuert Pier Guidi mit Blick auf das Rennen: "Es war überhaupt nicht einfach. Wir haben von Anfang an wie verrückt gepusht. Dann gab es Slow-Zones, Safety-Cars ... Manchmal gewinnt man Zeit, manchmal verliert man Zeit. Es war wichtig, vorne zu bleiben. Wir haben daher wirklich hart gepusht."

Neben der schnellen Corvette zählt der Italiener weitere mögliche Stolpersteine auf dem Weg zum Sieg auf: "Das Wetter war nicht einfach, der Start auch nicht, dann hat es in der Nacht auch noch geregnet. Es war überhaupt nicht einfach."

 

Doch das Ferrari-Trio behielt die Nerven. Pier Guidi und Calado fuhren damit ihren zweiten GTE-Pro-Sieg für Ferrari nach 2019 (damals zusammen mit Daniel Serra, der diesmal das Schwesterauto #52 pilotierte) ein. Die Emotionen sind auch beim zweiten Mal noch dieselben.

Zweiter Sieg für Ferrari fühlt sich wie der erste an

"Auch, wenn es nicht mein erster Sieg in Le Mans ist, fühlt es sich genauso an. Es ist unfassbar. Ich muss mich bei Ferrari und AF Corse bedanken, dass sie es mir ermöglichen, hier zu sein und diesen Moment zu genießen", jubelt Pier Guidi, der nun drei Wochen nach Spa auch Le Mans gewonnen hat.

Doch damit nicht genug, denn der AF-Corse-Mannschaft gelang in Le Mans der Doppelschlag: Auch in der GTE-Am-Kategorie setzte man sich durch. Hier siegte die #83 (Perrodo/Nielsen/Rovera). Nebenbei siegte die italienische Truppe am Sonntag auch noch mit Alex Albon in der DTM. Ein rundum perfekter Tag also für Ferrari.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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