Glickenhaus bestätigt WEC-Programm für 2022, muss aber eine Bedingung erfüllen

Glickenhaus wird beim WEC-Saisonauftakt 2022 in Sebring in der Hypercar-Klasse an den Start gehen - Damit muss das Team eine wichtige Bedingung erfüllen

Glickenhaus bestätigt WEC-Programm für 2022, muss aber eine Bedingung erfüllen

Das Team des ehemaligen Filmregisseurs James Glickenhaus wird auch im Jahr 2022 in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) an den Start gehen. Das bestätigte der Rennstall am 10. November auf seinen Social-Media-Kanälen. Damit muss das Team aber auch eine Bedingung seitens der WEC erfüllen: den Einsatz von mindestens einem Auto bei allen Läufen.

Glickenhaus hat in der Hypercar-Debütsaison den Saisonauftakt in Spa-Francorchamps ausgelassen, da sich das Verbrenner-Hypercar noch in der Testphase befand und nicht homologiert war. Das Debüt des Fahrzeugs folgte im portugiesischen Portimao, wo das Team einen vierten Platz holte. Bei der Generalprobe für die 24h von Le Mans in Monza folgte ein dritter Platz.

In Le Mans schaffte es das beste Glickenhaus-Auto auf den vierten Platz, doch dann zog der Teamchef den Stecker. Der Rennstall verzichtete auf die beiden Läufe in Bahrain und verabschiedete sich nach dem Langstrecken-Klassiker in Frankreich aus der WEC. Solch ein Programm wird laut Seriengeschäftsführer Frederic Lequien im Jahr 2022 für Glickenhaus nicht so einfach zu realisieren sein.

Glickenhaus unter Druck

Der WEC-Strippenzieher erklärt gegenüber 'Autosport', dass mindestens ein Glickenhaus 007 im Jahr 2022 "alle Rennen der Saison bestreiten muss", damit das Team in der Serie eine Startberechtigung bekommt. "Wir wollen nicht anmaßend klingen, aber wir sind eine FIA-Weltmeisterschaft, was bedeutet, dass wir Regeln befolgen müssen", stellt Lequien klar. "Auch für die anderen Wettbewerber ist es fair, wenn er alle Runden bestreitet."

Glickenhaus selbst bestätigt aber nicht, in der kommenden Saison alle Rennen fahren zu werden. Er sagt: "Unser Ziel ist es, vor Le Mans in Sebring und Spa zu starten. Außerdem werden wir sicher zwei Autos bei den 24h von Le Mans einsetzen." Doch was danach passiert, lässt Glickenhaus offen, auch wenn er weitere Starts in der WEC anstrebt.

"Wir würden danach noch gerne in Monza starten und in der WEC weiterfahren, aber das hängt von der Balance of Performance [BoP] ab", stellt der Teamchef klar. "Wenn wir eine faire BoP bekommen, werden wir mit unseren Partner und Sponsoren an der restlichen Meisterschaft arbeiten." Aktuell hat Glickenhaus in der WEC kaum eine Chance, mit den Hybrid-Hypercars von Toyota mitzuhalten.

Faire BoP eine Mammutaufgabe

Eine faire BoP aufzustellen, wird für die WEC-Verantwortlichen in der Saison 2022 aber deutlich schwieriger als noch im Vorjahr. Der Grund dafür ist der Einstieg von Peugeot mit einem weiteren Hybrid-Hypercar. Außerdem wird Alpine weiterhin auf ein altes LMP1-Auto setzen und auch Dragonspeed liebäugelt mit einer Rückkehr in die Top-Klasse der WEC mit seinem alten LMP1-Boliden.

Diese Autos mit ihren unterschiedlichen Konzepten alle fair anzugleichen und auf ein ähnliches Level zu bringen, wird keine einfache Aufgabe. Vor allem auch deshalb, weil die Hybrid-Hypercars die Speerspitze der WEC bilden sollen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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