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Glickenhaus testet Hypercar in Monza: Erste Kampfansage an Toyota und Co.

Die Scuderia Cameron Glickenhaus hat sein Hypercar in Monza einem weiteren Test unterzogen - Erste Kampfansage nach viel Detailarbeit in mehreren Bereichen

Glickenhaus testet Hypercar in Monza: Erste Kampfansage an Toyota und Co.

Die Räder stehen bei WEC-Neuling Glickenhaus nicht still. Nachdem Ende Februar das Rollout des Hypercars 007 in Vallelunga absolviert wurde, war das Team in den vergangenen Tagen in Monza beim Testen.

Ging es bei der ersten Ausfahrt noch um die Kalibrierung, so konnte man bei den zweiten Testfahrten schon etwas mehr ins Detail gehen. Im königlichen Park verbesserte man zusammen mit dem Fahrer-Trio Romain Dumas, Pipo Derani und Ryan Briscoe einige Bereiche am Hypercar. Vor allem in Sachen Aerodynamik, Motor und Reifen wurden Fortschritte gemacht.

"Monza ist perfekt, um unsere mathematischen Aero-Voraussagen zu überprüfen. Wir haben Daten gesammelt und verschiedene Modifikationen ausprobiert, um die Aero innerhalb der Regeln fein zu tunen", gibt James Glickenhaus exklusiv gegenüber 'Motorsport.com' zu Protokoll.

Glickenhaus arbeitet an Motor, Aerodynamik und Reifen

"Wir haben zusammen mit Pipo am Anti-Lag-System und am Hoch- und Runterschalten gearbeitet. Der Motor ist sehr stark und erreicht locker die erforderlichen PS und eine flache Drehmomentkurve, und das problemlos über Stunden. Wir waren sehr glücklich darüber, zu sehen, dass unser Auto sehr gut ausbalanciert ist und nur wenig Set-up-Arbeit braucht, um gut unterwegs zu sein. Das bedeutet auch weniger Reifenabnutzung", zählt Glickenhaus weiter auf.

Insgesamt sei man mit dem Test sehr zufrieden. Am Ende hätte man locker mehr als 600 Kilometer zurückgelegt, so Glickenhaus. Stimmt das, hat man auch in Monza wieder mehr als 100 Runden mit dem Fahrzeug abgespult. Eine kleine Spitze in Richtung Konkurrenz kann sich Glickenhaus nicht verkneifen: "Die Spione, die mit ihren Clipboards und Stoppuhren aufgekreuzt sind, sahen unglücklich aus und ein Streckenposten rief: 'Bella Macchina... Made in Italy!'"

Der veränderte WEC-Kalender kommt der Scuderia Cameron Glickenhaus bei der weiteren Planung sehr gelegen. Als Auftakt war für Anfang April das 8h-Rennen in Portimao Anfang April vorgesehen. Das jüngst herausgegebene Kalender-Update der WEC sieht die 24h von Le Mans nun für den 21./22. August vor, während der Portimao-Lauf jetzt am ursprünglichen Le-Mans-Termin Mitte Juni stattfindet.

 

Damit kann Glickenhaus doch die gesamte WEC-Saison 2021 bestreiten. Den Portimao-Termin im April musste man vor kurzem erst absagen. Ein Start bei den 6h von Spa im Mai wurden von Glickenhaus hingegen nochmals bestätigt. Zuvor testet man noch in Vallelunga, Mugello und Aragon, wo man den 30h-Test absolvieren wird. Für die Truppe ist es das erste Jahr in der Le-Mans-Szene. In der Hypercar-Klasse trifft man auf Toyota. 2022 stößt Peugeot hinzu.

Mit Bildmaterial von Fabrizio Boldoni.

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Artikel-Info

Rennserie 24h Le Mans , WEC
Teams Scuderia Cameron Glickenhaus
Urheber Tobias Ebner