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H2-Verbrenner: Bosch-Ligier JS RH2 bereit für Demofahrt in Le Mans

Der Ligier JS2 RH2 mit Wasserstoffverbrennungsmotor ist bereit für seine erste Demofahrt in der Öffentlichkeit: 5.000 Testkilometer, bis zu 300 km/h schnell

H2-Verbrenner: Bosch-Ligier JS RH2 bereit für Demofahrt in Le Mans

Diese Ankündigung wurde erwartet: Bosch und Ligier sehen sich bereit, den Ligier JS2 RH2 im Rahmen der Wasserstoff-Demonstrationsfahrten im Vorfeld der 24 Stunden von Le Mans 2024 auf die Strecke zu schicken.

Der Ligier JS2 RH2 (auch Bosch H2 Demonstrator genannt) ist das dritte Fahrzeug, das für die Wasserstoff-Demonstrationsfahrten vorgesehen ist. Bisher waren bereits der Mission-H24-Brennstoffzellenbolide LMPH2G und der Alpine Alpenglow Hy4 bestätigt. Alle Fahrzeuge werden ihre Demonstrationsrunde am Samstag, den 15. Juni, unmittelbar vor dem Rennen absolvieren.

Seit unserem Besuch vor Ort im September vergangenen Jahres haben Ligier und Bosch intensiv an den Vorbereitungen für diesen Moment gearbeitet. Unter anderem wurden in Magny-Cours rund 5.000 Kilometer abgespult - laut Bosch ohne besondere Auffälligkeiten bei voller Motorsport-Gangart.

"Wir sind sehr stolz einer der ersten Hersteller zu sein, die ihr wasserstoffbetriebenes Auto auf der legendären 24-Stunden-Strecke von Le Mans fahren sehen", kommentiert Jacques Nicolet, Geschäftsführer von Ligier Automotive. "Wir konzentrieren uns vollkommen darauf, neue Energien in die Automobilindustrie zu integrieren, und diese Demonstrationsrunde zeigt, dass der Motorsport ein unglaubliches Forschungslabor ist, um neue Technologien zu entwickeln und zu testen."

"Die Entwicklung sowie das Engineering von Wasserstoff-Antrieben für den Motorsport ermöglichen uns frühzeitig besonders anspruchsvolle Technologien auf die Rennstrecke zu bringen, die auch Straßenbezug haben können. Das verschafft uns einen Innovationsvorsprung bei künftigen Wasserstoffprojekten sowohl im Motorsport als auch für Hochleistungs-Sportwagen", ergänzt Johannes-Jörg Rüger, Geschäftsführer Bosch Engineering GmbH.

"Die Ergebnisse zeigen, dass unser Wasserstoffkonzept die extremen Anforderungen eines Langstreckenrennens erfüllen könnte und eine hervorragende Entwicklungsbasis für den künftigen Einsatz in Rennwagen und Hochleistungs-Sportwagen bietet.”

Der über 600 PS starke, emissionsfreie Bolide wurde für ein breiteres Einsatzspektrum angepasst. Bosch spricht von einem Fenster von null bis 35 Grad Celsius Lufttemperatur. Bei den bisherigen Testfahrten wurden mehrfach Spitzengeschwindigkeiten von 280 km/h erreicht. Auf den langen Geraden von Le Mans sollen rund 300 km/h möglich sein.

Nächstes Ziel: H2-Flüssigspeicherung

Wie bei allen bisherigen Konzeptfahrzeugen wird der Wasserstoff auch im Ligier, der auf einem LMP3-Chassis basiert, gasförmig gespeichert. Der Automobil-Weltverband FIA hat sich jedoch langfristig auf die flüssige Speicherung des Mediums festgelegt.

Bosch und Ligier haben sich des Themas angenommen und bereits Konzeptstudien zur Integration von Flüssigwasserstoff-Systemen erarbeitet. Mit der Demonstrationsfahrt fängt die Arbeit also erst an.

Ob flüssig oder gasförmig: Die V6-Soundkulisse bleibt erhalten, wenn auch schallgedämpft wie im serienmäßigen Ligier JS2 R. Dank Turboaufladung ist der Vortrieb enorm, der Verbrennungsmotor mobilisiert bis zu 650 Newtonmeter Drehmoment.

Das Thema Wasserstoff nimmt im Motorsport richtig Fahrt auf - sowohl mit Verbrennungsmotor als auch mit Brennstoffzelle. Der japanische Mischkonzern HySE hat bereits einen Wasserstoff-Buggy zur Rallye Dakar geschickt. Toyota, bereits mit diversen H2-Modellen unterwegs, hat ein Hypercar-Konzept gezeigt, wartet aber noch auf ein Reglement für die Wasserstoffklasse in Le Mans.

Diese soll 2027 debütieren. Bis dahin wird die Extreme H als erste FIA-Weltmeisterschaft mit Wasserstoff bereits drei Saisons hinter sich haben.

Mit Bildmaterial von DPPI/Bosch.

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