Jenson Button will mit eigenem Team nach Le Mans

Jenson Button träumt davon, mit einem eigenen Team bei den 24 Stunden von Le Mans anzutreten - Und vielleicht sogar selbst der Fahrer zu sein

Jenson Button will mit eigenem Team nach Le Mans

Jenson Button, Formel-1-Weltmeister von 2009, will eines Tages mit seinem eigenen Team an den 24 Stunden von Le Mans teilnehmen. Der 40-Jährige hat das berühmteste Langstreckenrennen der Welt wieder ins Auge gefasst - sowohl als Fahrer als auch als Teamchef.

"Ich würde kommendes Jahr fahren, wenn die Situation passt", sagt Button gegenüber 'Motorsport.com'. Dafür bräuchte es allerdings ein gesamtsiegfähiges Auto. Das zu bestimmen, wird nicht einfach. Denn unter dem neuen Hypercar-Reglement stehen nur zwei WEC-Läufe auf dem Programm, bevor es nach Le Mans geht.

Der Brite bestritt das Rennen 2018 für SMP Racing an der Seite von Michail Aljoschin und Witali Petrow, schied aber mit Motorschaden aus. "Ich wollte damals Erfahrung sammeln, um in Zukunft für Hersteller zu fahren, wenn sie in den Sport zurückkommen. COVID-19 hat dabei natürlich nicht geholfen, aber ich denke, wir werden in den nächsten Jahren viele Hersteller sehen."

‘¿’Obwohl er sagt, dass er sich "wie ein 20-Jähriger" fühle und entsprechende Reaktionsschnelligkeit aufbringen könne, ist er sich bewusst, dass ihm nicht mehr viele Jahre als Profifahrer bleiben. Und so hat er bereits einen neuen Traum.

Jenson Button, Michail Aljoschin, Witali Petrow

2018 sammelte Button LMP1-Erfahrung am Steuer eines Dallara BR1

Foto: LAT

GTWC-Programm an Corona gescheitert

"Der Traum ist, in Le Mans mit einem eigenen Team anzutreten und wenn möglich selbst am Steuer zu sitzen. Aber bis dahin könnte ich zu alt sein. Deshalb müssen wir abwarten und sehen."

2020 wollte er eigentlich mit einem McLaren 720S GT3 den Endurance-Cup der GT-World-Challenge (GTWC) Europe bestreiten. Das zerschlug sich allerdings wegen der Pandemie. So fuhr er lediglich ein einziges Rennen in der britischen GT-Meisterschaft.

"Die Zukunft meines Teams wäre die GTWC, weil sie so hart umkämpft ist - sowohl in Sachen involvierter Hersteller als auch Fahrer", erklärt Button. "Es ist phänomenal, sich [die 24 Stunden von] Spa anzusehen. Da fahren einige der besten Fahrer aus WEC, Formel 1 und vielen Unterschiedlichen Disziplinen in Autos gegeneinander, die alle sehr ähnlich sind."

"Die WEC ist nicht so hart umkämpft, wie man es gerne hätte, aber Le Mans bleibt das Ziel für die Zukunft. Wenn man Langstreckensport macht, will man nach Le Mans." Momentan bräuchte er dafür einen Prototypen oder ein GTE-Fahrzeug. Ende 2019 träumte er von einem LMP2-Team. Und wer weiß, ob angesichts einer unklaren GTE-Zukunft eines Tages GT3-Fahrzeuge beim Rennen zugelassen werden ...

Mit Bildmaterial von LAT.

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