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Kevin Magnussen schwärmt: WEC "eine der besten Meisterschaften der Welt"

Kevin Magnussen hat den Wechsel von der Formel 1 in die WEC nicht bereut: Vor den 24h Le Mans 2026 spricht der BMW-Pilot über den WEC-Boom und seine Siegchancen

Kevin Magnussen schwärmt: WEC "eine der besten Meisterschaften der Welt"

Kevin Magnussen fährt seit seinem Formel-1-Rücktritt im Langstreckensport

Foto: Tobias Kindermann

Kevin Magnussen ist endgültig in der Welt des Langstreckensports angekommen. Nach seiner Formel-1-Karriere mit Haas wechselte der Däne zur Saison 2025 als BMW-Werksfahrer in die Hypercar-Klasse und startet seitdem mit dem BMW M Hybrid V8 sowohl in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) als auch in der IMSA-Serie.

Vor dem Start der diesjährigen 24 Stunden von Le Mans sprach Motorsport-Total.com mit dem Dänen über seine neue sportliche Heimat, die Unterschiede zur Formel 1 und die besondere Bedeutung des Langstreckenklassikers. Dabei macht der frühere Formel-1-Pilot keinen Hehl daraus, wie hoch er den aktuellen Stellenwert der WEC einschätzt.

Die Konkurrenzdichte, die Zahl der Hersteller und das sportliche Niveau seien so hoch wie nie zuvor. "Ich glaube, es ist die beste Zeit, um in dieser Meisterschaft zu sein - jemals", sagt Magnussen. "Die Serie wächst, die Hersteller sind dabei, das Niveau der Fahrer und Autos ist hoch, und das Racing ist hart."

Ich denke, es ist eine der besten Meisterschaften der Welt." Besonders Le Mans nimmt dabei eine herausragende Stellung ein. Für Magnussen ist der Klassiker an der Sarthe weit mehr als nur ein weiteres Rennen im Kalender: "Le Mans ist ein noch außergewöhnlicheres Rennen - es ist eine sehr coole Sache, Teil davon zu sein."

Kein Rückschritt nach der Formel 1

Von außen wird der Wechsel eines ehemaligen Formel-1-Piloten in den Langstreckensport häufig als Rückschritt betrachtet. Magnussen selbst kann dieser Sichtweise wenig abgewinnen. Zwar vermisst er die Königsklasse in einem ganz bestimmten Punkt, sieht seine aktuelle Aufgabe jedoch keineswegs als Abstieg.

 AG Photo

Kevin Magnussen, Raffaele Marciello

Foto: Emanuele Clivati

"Ich werde immer das Fahren mit diesen Autos vermissen, denn sie sind fantastische Maschinen. Ich bin froh, dass ich Tausende von Runden in ihnen drehen durfte." Gleichzeitig bietet ihm BMW die Möglichkeit, um Gesamtsiege bei den prestigeträchtigsten Langstreckenrennen der Welt zu kämpfen. Mit dem BMW M Hybrid V8 gehört die Münchner Marke zu den etablierten Größen im Hypercar-Feld.

Realistische Einschätzung der Siegchancen

Vor seinem zweiten Le-Mans-Start als BMW-Werksfahrer bleibt Magnussen bei der Einschätzung der eigenen Möglichkeiten bewusst zurückhaltend. Zwar sieht er sein Team nicht nur wegen der Poleposition in Schlagdistanz zur Spitze, von einer Favoritenrolle möchte er jedoch nicht sprechen.

"Ich denke, wir haben eine Chance. Ich glaube nicht, dass wir allen davonfahren werden. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob wir das absolut schnellste Auto haben", meint Magnussen. Den größten Trumpf sieht der Däne vielmehr in der personellen Stärke des Projekts. "Aber ich denke, wir haben das beste Team und wir sind die stärkste Gruppe. Hoffentlich kann uns das dorthin bringen."

24 Stunden von Le Mans als Teil der Familiengeschichte

Für Magnussen ist Le Mans aber nicht nur sportlich von besonderer Bedeutung. Das Rennen begleitet ihn praktisch seit seiner Kindheit. Sein Vater Jan Magnussen absolvierte insgesamt 24 Starts beim französischen Langstreckenklassiker und machte das Event Jahr für Jahr zu einem festen Bestandteil des Familienlebens.

"Le Mans war immer ein Höhepunkt des Jahres für unsere Familie", sagt Kevin Magnussen. Auf die Frage, welche Lehren oder Ratschläge ihm sein Vater für das Rennen mitgegeben habe, fällt die Antwort entsprechend vielschichtig aus. "Er hat mir eine Million Dinge gesagt", so Magnussen.

Statt eines einzelnen Schlüsselsatzes oder einer großen Weisheit sind es für ihn vielmehr die zahlreichen Erinnerungen, die Le Mans bis heute einen besonderen Platz einräumen. Die Verbindung reicht weit über den sportlichen Kontext hinaus und macht jeden Besuch an der Sarthe zu etwas Persönlichem.

"Wenn man Erinnerungen an etwas aus der Kindheit hat, bedeutet das etwas Besonderes", schließt Magnussen ab. "Wenn ich hierherkomme, hat das einfach ein besonderes Gefühl."

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