Le Mans: Peugeot zögert mit Comeback-Entscheidung

Auch nach der Änderung des LMP1-Reglements ziert sich Peugeot mit einem Comeback: Sportchef Bruno Famin analysiert die Lage und erklärt seine Pläne.

Nach dem Porsche-Ausstieg hoffen viele Langstrecken-Fans und -Akteure auf ein Comeback von Peugeot. Die "Löwen", die Ende 2011 ausgestiegen sind, zieren sich weiter, nachdem der ACO das LMP1-Reglement geändert hat und Hersteller ab 2019 auch ohne Hybridantrieb antreten dürfen. Auf die Frage, ob es nun endlich eine Entscheidung für die Zukunft gäbe, meint Peugeot-Sportchef Bruno Famin bloß: "Es hat sich nichts geändert. Wir haben noch keine Entscheidung getroffen."

Die Entscheidung von Porsche, sich aus der Langstrecken-WM und von den 24 Stunden von Le Mans zurückzuziehen, sieht er gegenüber der Zeitung L'Ouest France als "Gefahr, aber auch als Chance für uns". Immerhin sei die WEC neben den Marathon-Rallyes und dem Rallycross-Sport einer der drei Bereiche, die man im Auge habe, obwohl die Einführung des Plug-in-Hybrids zur Saison 2020, wie es sich der PSA-Konzern wegen der Plug-in-Offensive der Marke Peugeot ab 2019 gewünscht hatte, schon wieder verworfen hat.

"Der Langstrecken-Sport ist der der Plan A von Peugeot und Carlos Tavares", verweist er auf den Vorstandsvorsitzenden der französischen PSA-Gruppe, zu der auch Peugeot zählt. "Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir neben den Langstrecken-Rallyes und den Rallycross-Rennen ein Entwicklungsprogramm hinkriegen", macht Famin den Fans Hoffnung.

Bildergalerie: Peugeot in Le Mans 2009

Vor allem das Engagement im Bereich der Langstrecken-Rallyes scheint derzeit in Gefahr: Famin stellt klar, dass noch nicht geklärt sei, wie es nach der Dakar 2018 bei Peugeot sportlich weitergeht, und warnt davor, dass die Kosten bei den Marathon-Rallyes derzeit explodieren.

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Artikelsorte News
Tags 24h, einstieg, le mans, lmp1, peugeot, plan, regeländerung