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LMDh soll weiter 2022 kommen, doch Toyota hat Zweifel

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LMDh soll weiter 2022 kommen, doch Toyota hat Zweifel
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Co-Autor: Gary Watkins

Die neuen LMDh-Regularien könnten sich auf 2023 verspäten - Der ACO will eine Verschiebung vermeiden, doch letztlich liegt der Spielball woanders

Verschiebt sich durch die COVID-19-Pandemie das ersehnte LMDh-Reglement? Die globale Pandemie und ihre wirtschaftlichen Auswirkungen könnten dafür sorgen, dass die neue LMP2-basierte Kategorie auf 2023 verschoben wird. Sie soll gemeinsam mit der LMH die künftige Topklasse in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) stellen.

Der WEC-Ausrichter ACO (zum Langstrecken-ABC!) will eine Verschiebung um jeden Preis vermeiden. "Wir wollen die Einführung der LMDh nicht verschieben", sagt ACO-Präsident Pierre Fillon. Allerdings gibt er auch zu, dass es in der Hand der Hersteller liege. Schließlich hilft es nichts, die Klasse 2022 einzuführen, wenn niemand daran teilnimmt.

Und so sieht auch Fillon LMDh-Fahrzeuge frühestens Mitte 2022 in der WEC. Nachdem die Weltmeisterschaft ab 2021 wieder auf einen regulären Jahreskalender umstellt und das Sebring-Wochenende im März ziemlich fest gesetzt ist, wäre das zu spät für den Saisonauftakt.

Immerhin: Er habe "keine schlechten Nachrichten" interessierter Hersteller erhalten. Keine Selbstverständlichkeit angesichts der Tatsache, dass die Welt aktuell durch die wahrscheinlich größte Wirtschaftskrise seit den 1930er-Jahren geht.

Leichter Frust bei Toyota

Bei Toyota gibt man sich aber keinen Illusionen hin. Rob Leupen, Geschäftsführer von Toyota Gazoo Racing Europe, sagt gegenüber 'Motorsport.com': "Diese Regularien werden einfach immer weiter verschoben. Wir haben 2018 begonnen, über diese Regeln zu sprechen und jetzt haben wir 2020. Wir werden 2021 [in der LMH] antreten und LMDh kommt jetzt 2022 oder 23."

Toyota spielt seit dem Porsche-Ausstieg nach der Saison 2017 Alleinunterhalter als großer Hersteller. Erst durch die Einführung des Erfolgsballasts, der den Toyota TS050 Hybrid völlig kastriert, sind auch LMP1-Privatteams in der Lage, Toyota hin und wieder zu schlagen. Ewig wird sich der japanische Konzern mit dieser Situation jedoch nicht zufriedengeben.

Mike Conway, Kamui Kobayashi

Wie lange muss Toyota noch auf einen weiteren großen Hersteller warten?

Foto: Motorsport Images

"Noch muss eine finale Entscheidung getroffen werden, aber es scheint sich auf '23 zu verschieben", so Leupen weiter. "Es ist wie es ist. Wir können es nicht ändern. Warten wir ab, wann IMSA, ACO und FIA ihr finales Statement abgeben. Aus unserer Sicht wäre es schön, die LMDh ab 2022 willkommen zu heißen, weil es mehr Wettbewerb bedeutet. Aber es gibt eine mögliche Verschiebung."

Die Zukunft ist trotz der glänzenden Aussichten, die die Günstigklasse theoretisch eröffnet, absolut offen. Peugeot hat einen WEC-Einstieg 2022 verkündet. Allerdings war ursprünglich die Saison 2022/23 angedacht, bevor es zur Umstellung auf den Jahreskalender kam. Und noch weiß niemand, ob es ein LMH oder LMDh werden soll. Wegen Corona hängt aktuell alles in der Schwebe, womöglich sogar das ganze Programm.

Möglich wäre auch, dass die LMDh offiziell schon 2022 in der WEC debütiert - mit wem auch immer (bislang gibt es nur von Porsche eine formale Prüfung). Die IMSA könnte die Regularien hingegen auf 2023 verschieben. Die Frage wäre dann, ob die LMH neben den aktuellen DPi zugelassen werden werden würde.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Tags rob leupen
Urheber Heiko Stritzke