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LMP2-Sieger Jarvis: "Auto bestimmt zehnmal fast zu Schrott gefahren"

Gemeinsam mit Nolan Siegel und Bijoy Garg gewann Oliver Jarvis die LMP2 bei den 24 Stunden von Le Mans, doch die Bedingungen verlangten dem Routinier alles ab

LMP2-Sieger Jarvis: "Auto bestimmt zehnmal fast zu Schrott gefahren"

Triumph unter schwierigsten Bedingungen: Gemeinsam mit seinen jungen Teamkollegen Nolan Siegel und Bijoy Garg gewann Oliver Jarvis im United-Autosport-Oreca #22 am vergangenen Wochenende die LMP2-Klasse bei den 24 Stunden von Le Mans. Für den 40-jährigen Briten, der in Le Mans bereits vier Mal auf dem Gesamtpodium stand, war es nach 2017 der zweite Klassensieg in der LMP2.

Dabei war 2024 aufgrund der ständig wechselnden Wetterbedingungen für Jarvis nach eigener Einschätzung das härteste Rennen, das er je bestritten hat. "Ich hätte das Auto bestimmt zehn Mal fast zu Schrott gefahren", sagte der Brite im Gespräch mit Autosport, einer Schwesterpublikation von Motorsport-Total.com im Motorsport Network.

"Die Strecke hat sich mit jeder Runde verändert", so Jarvis. "Es war trocken, dann regnete es und wir fuhren auf Slicks. Es war kalt und man bekam die Reifen nicht auf Temperatur." Bei diesen sehr schwierigen Bedingungen war auch der Routinier nicht vor Fehlern gefeit und verlor in seinem letzten Stint in einer Schikane kurz die Kontrolle über sein Auto.

 

"Man ist immer nur einen kleinen Fehler davon entfernt, das Auto in die Mauer zu setzen, deshalb war ich erleichtert, als ich die Zielflagge sah", sagt er. "Es gab Momente, da war ich mir nicht sicher, ob wir gewinnen oder in der Mauer landen würden."

Jarvis lobte sein Team United Autosports für die Strategie während des Rennens und seine unerfahrenen Teamkollegen: "Sie kamen als Rookies hierher und verlassen uns als Sieger."

Siegel gab auch zu, dass er "so froh" war, dass Jarvis ihn in den letzten zwei Stunden ablöste, und dass er es vorzog, "an der Seitenlinie zu stehen, anstatt im Auto zu sitzen". Für den US-Amerikaner zahlte sich der Le Mans-Klassensieg sofort aus, denn er wurde in diesen Tagen von McLaren zum Vollzeitpiloten in der IndyCar-Serie befördert.

Eine Feuertaufe der besonderen Art erlebte Garg am Samstagabend, als er im Rennen seine ersten Runden in Le Mans bei Nässe und Dunkelheit drehen musste. "Ich habe definitiv gedacht: 'Warum muss ich das hier lernen? "Aber ich bin froh, dass ich es geschafft habe, auf der Strecke geblieben bin und eine gute Position gehalten habe."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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