Lopez erklärt sich: Warum er 90 Sekunden gegen Alonso verspielte

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Lopez erklärt sich: Warum er 90 Sekunden gegen Alonso verspielte
Autor: Heiko Stritzke
Co-Autor: Tom Errington
17.06.2018, 18:29

Jose-Maria Lopez und seine Teamkollegen erklären, wie es passieren konnte, dass der Toyota #7 zwei Minuten Vorsprung verlor und am Ende weitere Fehler passierten

#8 Toyota TS050: Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima, Fernando Alonso, #7 ToyotaTS050: Mike Conway, Kamui Kobayashi, Jose Maria Lopez
#7 Toyota Gazoo Racing Toyota TS050: Mike Conway, Kamui Kobayashi, Jose Maria Lopez
#7 Toyota Gazoo Racing Toyota TS050: Mike Conway, Kamui Kobayashi, Jose Maria Lopez
#7 Toyota Gazoo Racing Toyota TS050: Mike Conway, Kamui Kobayashi, Jose Maria Lopez
Overall podium: second place Mike Conway, Kamui Kobayashi, Jose Maria Lopez, Toyota Gazoo Racing
#7 Toyota Gazoo Racing Toyota TS050: Mike Conway, Kamui Kobayashi, Jose Maria Lopez
#7 Toyota Gazoo Racing Toyota TS050: Mike Conway, Kamui Kobayashi, Jose Maria Lopez
#7 Toyota Gazoo Racing Toyota TS050: Mike Conway, Kamui Kobayashi, Jose Maria Lopez

In den Augen vieler Fans fuhren sie ohnehin das Auto, dem es verboten sein würde, die 24 Stunden von Le Mans 2018 zu gewinnen. Doch Kamui Kobayashi, Mike Conway und Jose-Maria Lopez lieferten sich über lange Zeit einen offenen Kampf mit den späteren Siegern Fernando Alonso, Kazuki Nakajima und Sebastien Buemi. Doch zuerst wurde Lopez in der Nacht von Alonso vorgeführt, später machte Kobayashi den entscheidenden Fehler, der den Toyota #7 zwei Runden kostete und der #8 den Sieg bescherte.

Doch was ist in der Nacht passiert? Pechito Lopez versucht eine Erklärung: "Die hatten einen sehr guten Rhythmus. Ich wollte in der Phase nichts riskieren, weil wir in Führung lagen. Viele Mitarbeiter im Team sind wochenlang von zu Hause weg. Für sie die Trophäe zu holen, war am wichtigsten. Aber es stimmt, dass ihre Pace über weite Strecken besser war. Wenn du ein paar Zehntel pro Runde schneller bist, macht das auf 24 Stunden gesehen einen Riesenunterschied."

Toyota siegt in Le Mans:

Doch war es wirklich nur vorsichtiges Fahren, was rückblickend betrachtet zu vorsichtig gewesen ist? Teamkollege Kamui Kobayashi gibt weitere Auskünfte: "Wir wollten gewinnen, aber an einem Punkt haben wir realisiert, dass wir nicht gewinnen können. Wir haben alles versucht, sind der Set-up-Philosophie der #8 gefolgt, aber haben nie wirklich unsere beste Balance gefunden." Von Anfang an habe man deshalb ein kleines Problemchen mit sich herumgeschleppt.

Erst nicht stark genug und dann mit Fehlern

In den ersten Stunden machte sich das noch nicht bemerkbar. "Wir haben den Kampf angenommen und es sah zwischenzeitlich so aus, als hätten wir eine Chance", erklärt der 31-Jährige. "Aber in der Nacht herrschten andere Bedingungen, bei denen wir mehr Probleme hatten. Da haben wir uns entschlossen, mehr auf Sicherheit zu gehen. So sollte es teamintern sein: Ein Auto auf Sicherheit, eines für die Performance."

 

Binnen weniger Stunden hatte die #8 einen Rückstand von 2:10 Minuten aufgeholt. Eine Leistung, die die Nummer 7 in keinem guten Licht dastehen lässt. "Über die Woche gesehen muss man sagen, dass wir nicht stark genug waren", gibt Kobayashi zu. Zu seinem eigenen Fehler gegen Ende sagt er nichts.

Der kapitale Fehler brachte die Entscheidung: Kobayashi versäumte es, nach elf Runden an die Box zu kommen. Dadurch musste er eine langsame Runde absolvieren nebst einer Strafe für einen zu langen Stint. Rob Leupen übt leichte Kritik: "Kamui hat wieder was gemacht, was man nicht unter Kontrolle hat. Wenn man Kamui kennt ... Er ist genial. Er ist und bleibt so." Das muss man so einordnen, dass auch Leupen den Sieg der #8 wollte. Aber nicht wegen Alonso, sondern wegen dem denkwürdigen Drama von 2016 als Wiedergutmachung.

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