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Mick Schumacher plötzlich mit Chancen: Alpines Leistungsexplosion

Die Alpine A424 fahren plötzlich an der Spitze mit, nachdem bis zum Testtag nicht viel lief - Mick Schumacher darf sich berechtigte Hoffnungen machen

Mick Schumacher plötzlich mit Chancen: Alpines Leistungsexplosion

Das kam wie aus dem Nichts: Das Alpine Endurance Team ist seit dem ersten Freien Training bei den 24 Stunden von Le Mans wie ausgewechselt. Bei den bisherigen WEC-Rennen kämpften die Alpine A424 mit Mühe um den Einzug in die Punkteränge. In Le Mans, mit einem größeren Starterfeld, kämpfen die blauen Boliden plötzlich in der Spitzengruppe mit, ein Fahrzeug kam sogar in die Hyperpole.

Auch das hatte sich beim Vortest nicht unbedingt abgezeichnet. Die Alpine quälten sich an der 3:30er-Marke ab und beenden den Testtag auf den Plätzen 17 und 20. Doch seit dem ersten Training hat sich das Blatt komplett gewendet. Was ist passiert?

Zumindest lässt sich festhalten, dass man sich bei Alpine in dieser Frage nicht abgesprochen zu haben scheint. "Der Sonntag war wirklich hart für uns", sagt Signatech-Teamchef Philippe Sinault gegenüber Motorsport-Total.com. Mick Schumacher dagegen: "Wir haben uns hier von Anfang an wohl gefühlt."

 

Sinault ergänzt: "Wir sind zum ersten Mal auf dieser Strecke. Wir hatten uns für Sonntag das bestmögliche Paket ausgesucht. Dann probiert man verschiedene Dinge aus, verschiedene Pakete."

"Am Montag und Dienstag haben wir eine umfassende Analyse durchgeführt. Auf dieser Basis haben wir dann für den Mittwoch wieder das bestmögliche Paket geschnürt. Und das ist ziemlich gut."

So mancher Gegner hat Alpine bereits des Sandbaggings bezichtigt. Angesichts der Platzierungen am Testtag und in den Trainings verwundert dieser Vorwurf nicht. "Die können sagen, was sie wollen. Aber wir wissen, wie wir uns verbessert haben", sagt Sinault.

Alpine #35 (blau) und #36 (orange) im Vergleich: Testbestzeit, theoretische Bestzeit Test, t.B. Test beide Fahrzeuge zusammengenommen, Bestzeit Freie Trainings, Bestzeit Quali/Hyperpole

Alpine #35 (blau) und #36 (orange) im Vergleich: Testbestzeit, theoretische Bestzeit Test, t.B. Test beide Fahrzeuge zusammengenommen, Bestzeit Freie Trainings, Bestzeit Quali/Hyperpole

Foto: smg/Stritzke

Zwar verweist er darauf, dass Alpine bereits am Sonntagnachmittag sehr gute Sektorzeiten erzielt habe. Die theoretischen Bestzeiten von 3:28.753 Minuten (#35) und 3:29.100 Minuten (#36) reichten aber nur für P15 und P18 im entsprechenden Klassement.

Bereits im ersten freien Training fuhren beide Alpine A424 Zeiten von 3:27.4 Minuten, also mehr als eine Sekunde schneller als die theoretische Bestzeit aus dem Test. Selbst wenn man die besten Sektorzeiten beider Fahrzeuge vom Test addieren würde, käme mit 3:28.134 Minuten eine langsamere Zeit zustande.

Untersteuern für mehr Fahrkomfort

Mick Schumacher erklärt, was am Auto verändert wurde: "Wir haben es so abgestimmt, dass es etwas leichter zu fahren ist. Das heißt, wir haben etwas mehr Untersteuern reingebracht. Es fühlt sich nicht besser an, aber es ist einfacher zu fahren. Ich fühle mich damit auf der Strecke wohler."

Alpine hat sich für ein Low-Downforce-Set-up entschieden und gehört vor allem im zweiten Sektor, wo es auf Topspeed ankommt, zu den schnellsten Autos im Feld. "Das ist eine Balance, die wir für uns gefunden haben, und die uns im Endeffekt auch im Rennen stark machen sollte", so Schumacher.

Es sei keine Überraschung gewesen, dass ein Alpine in die Hyperpole gekommen ist: "Wir hatten sogar das Potenzial, mit beiden Autos reinzukommen. Leider wurde Nico [Lapierre] eine Runde gestrichen."

Verbesserungen von der schnellsten Testzeit zur schnellsten Quali-/HP-Zeit nach Hersteller

Je größer der Balken, umso mehr hat der Hersteller von der schnellsten Testzeit zur schnellsten Quali-/HP-Zeit gefunden

Foto: smg/Stritzke

Auch zu den Sandbagging-Vorwürfen nimmt er Stellung: "Die ersten drei Rennen waren unsere ersten drei mit diesem Auto. Wir haben uns natürlich mit dem ganzen System auseinandergesetzt. Das ist natürlich schwierig, so aus dem Nichts. BMW zum Beispiel kam mit einer kompletten IMSA-Saison. Für die ist so etwas natürlich. Unser Projekt hat erst vor einem Jahr begonnen."

Doch die Rechnung darf nicht ohne den Regen gemacht werden: "Wir haben das Auto noch nicht so oft im Regen bewegt. Ich glaube, für das erste Mal in Le Mans wäre ein trockenes Rennen schön, speziell in der Nacht. Da kann man den Regen auf der Strecke auch schwierig sehen." Gerade für den Sonntagvormittag sind aber aktuell Regenfälle vorhergesagt.

Verbesserungen beste Qualirunde zu bester Testrunde

  1. Alpine: 03:29,620 (#36) - 03:24,872 (#35) = 4,748 Sekunden
  2. Cadillac: 03:29,360 (#311) - 03:24,642 (#2) = 4,718
  3. BMW: 03:28,072 (#20) - 03:24,465 (#15) = 3,607
  4. Porsche (Privatteams): 03:28,487 (#12) - 03:25,145 (#12) = 3,342
  5. Ferrari: 03:28,014 (#50) - 03:24,731 (#50) = 3,283
  6. Isotta Fraschini: 03:33,006 (#11) - 03:29,865 (#11) = 3,141
  7. Peugeot: 03:29,326 (#94) - 03:26,195 (#93) = 3,131
  8. Toyota: 03:27,615 (#8) - 03:24,932 (#7) = 2,683
  9. Porsche (Werksteam): 03:26,907 (#6) - 03:24,634 (#6) = 2,273
  10. Lamborghini: 03:28,222 (#63) - 03:25,973 (#63) = 2,249

Wir haben die Porsche-Teams nach Werk und Privatteams getrennt, die drei Ferrari aber als eines betrachtet, da hier alle Fahrzeuge vom gleichen Team eingesetzt werden.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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