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Nach Hypercar-Rückzieher: Glickenhaus verhöhnt Aston Martin!

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Nach Hypercar-Rückzieher: Glickenhaus verhöhnt Aston Martin!
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26.02.2020, 14:32

Glickenhaus reagiert verärgert darauf, dass Aston Martin das Hypercar-Projekt auf Eis gelegt hat - Aston habe eine Regeländerung erwirkt, die allen geschadet hat

"Kindisch", "erbärmlich", "Versagen": Die Scuderia Cameron Glickenhaus (SCG) verschafft sich in den sozialen Medien Luft über das vorerst verschobene Hypercar-Projekt von Aston Martin. Auf Facebook holt das Team zu einem mächtigen Schlag aus und kritisiert den britischen Hersteller heftig.

"Boo Hoo, mir tut es wirklich leid für alle, die Aston [-Aktien] zum Markteinführungspreis gekauft haben. Ich finde die Gehälter, die sich der Aston-Vorstand für diese unterirdische Performance einsteckt, obszön. Sie sollten das einzig Ehrenvolle tun, zurücktreten und das Geld der Firma zurückgeben."

 

Das Statement befindet sich in den Kommentaren.

Hintergrund ist die desaströse Entwicklung der Aston-Martin-Aktien seit dem Börsengang im Herbst 2018. Der Markteinführungspreis pro Aktie lag bei knapp 21 Euro. Der aktuelle Kurswert beläuft sich auf 4,50 Euro pro Aktie.

Aston erwirkte Reglement-Änderung mit großer Tragweite

Warum Glickenhaus so aufgebracht ist? Die Antwort liefert die Mannschaft noch im selben Statement.

"Ich bin von ihrer Jammerei angewidert, auf deren Basis der [WEC- und Le-Mans-Ausrichter] ACO gnädig das Motorenreglement geändert hat, um dem Aston-Motor entgegenzukommen. Dabei wurde unser Alfa-Motor zerstört und Toyota dazu gezwungen, mehr Geld zu investieren. Nur, um jetzt Bye-Bye zu sagen."

"Ich bin von ihrer Jammerei angewidert." - Glickenhaus

‘¿’SCG hatte bei seinem Hypercar-Projekt 007 ursprünglich einen Alfa-Romeo-V6-Motor mit 2,9 Litern Hubraum und Biturbo vorgesehen, der 785 PS hätte leisten sollen. Aufgrund der Regeländerung wurden aber 850 PS erforderlich, die das serienbasierte Aggregat nicht mehr stemmen konnte. Glickenhaus braucht deshalb nun einen reinen V6-Turbo-Rennmotor.

"Und jetzt schieben sie der Konvergenz die Schuld in die Schuhe. Erbärmlich", heißt es in dem Statement weiter. "Wenn sie wissen wollen, wem sie die Schuld in die Schuhe zu schieben haben, sollen sie in einen Spiegel schauen."

Glickenhaus wirft Aston Martin Feigheit vor

"Ihr kindisches Verhalten hat uns zurückgeworfen und uns Geld gekostet. Aber anders als Aston Martin werden Toyota, By Kolles [sic!] und wir in der kommenden Saison mit großartigen und interessanten Fahrzeugen am Start stehen. Und wir werden hart und ehrenvoll gegeneinander Rennen fahren. Manche Leute machen sich vor den Toren der Hölle in die Hose, andere kneifen nicht."

SCG007

Der SCG007 kommt aufgrund der Regeländerungen erst 2021

Foto: SCG

James Glickenhaus hat angekündigt, nach den Motor-Verzögerungen erst zur zweiten Hälfte der WEC-Saison 2020/21 antreten zu können. Aston Martin kritisierte die Ankündigung der LMDh-Regularien, die ihr Geschäftsmodell mit dem Le Mans Hypercar (LMH) zerstört habe. Das Projekt liegt auf Eis, ein späterer Einstieg in die WEC ist aber nach wie vor möglich - sei es mit LMH oder LMDh.

Auf Nachfrage eines Users bekräftigt Glickenhaus: "Wir geben dem ACO nicht die Schuld. Sie behandeln uns gut und hören uns zu. Ich gebe Aston und ihren erbärmlichen Ausreden die Schuld, die sie anführen, statt ihr Versagen zuzugeben."

Aston Martin und Glickenhaus sind nicht mehr nur auf der Strecke Konkurrenten: Da Glickenhaus mittlerweile ein eigener Autohersteller ist, konkurrieren beide auch um Kundschaft für Straßenfahrzeuge.

Mit Bildmaterial von Sutton.

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