Neel Jani visiert LMDh-Cockpit an: Zukunft bei Porsche unsicher

Neel Jani hat ein klares Ziel vor Augen: Ein LMDh-Cockpit ab 2023 - Dafür könnte der WEC-Champion von 2016 sogar den Absprung von Porsche wagen

Neel Jani visiert LMDh-Cockpit an: Zukunft bei Porsche unsicher

Porsche wird 2023 in die LMDh-Klasse der WEC und der IMSA-Serie einsteigen. Doch die Fahrer-Frage ist noch nicht geklärt. Der Wiedereinstieg in die Langstrecken-Königsklasse bietet eine Chance für einige Werkspiloten, ein Cockpit im Prototypen zu ergattern.

Dazu gehören auch frühere LMP1-Piloten im Porsche-Kader, wie etwa Andre Lotterer und Neel Jani. Letzterer hat nach einem Jahr in der GTE-Pro-Klasse definitiv ein Comeback im Prototypen anvisiert, selbst wenn er dafür laut 'Autosport' das Porsche-Lager verlassen müsste.

"Bei Porsche zu bleiben, hat für mich oberste Priorität, denn ich habe eine großartige Geschichte und große Erfolge mit ihnen erlebt. Und wer hätte gedacht, dass ich in meinem ersten vollen Jahr im GT-Sport bis fünf Runden vor Saisonende um den Titel in der GTE Pro kämpfen würde", sagt Jani zwar. "Aber ich blicke jetzt definitiv auf 2023 und den LMDh."

Das bedeutet klipp und klar: "Solange der Vertrag nicht unterschrieben ist, muss ich mir meine Optionen offen halten und andere Möglichkeiten in Betracht ziehen." Stärker lässt sich der Schweizer beim Vertragspoker nicht in die Karten schauen.

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Aktuell haben zehn Hersteller ein Hypercar- oder LMDh-Programm für die Zeit ab 2023 bestätigt: Neben Porsche sind das Acura, Alpine, Audi, BMW, Cadillac, Ferrari, Glickenhaus, Peugeot und Toyota. Hinzu kommen noch mögliche Kundenteams von einigen der genannten Hersteller. Entsprechend groß ist die Auswahl für Jani und andere Fahrer.

In der Zeit bis dahin könnte sich Jani einen Wechsel in die LMP2-Kategorie vorstellen: "LMP2 ist etwas, woran ich interessiert bin, um vor 2023 wieder im Prototypen zu fahren." Eine Route, die unter anderem auch das AF-Corse-Team einschlägt, das den Werkseinsatz für Ferraris LMH-Boliden abwickeln wird.

Jani im LMDh-Prototypen einzusetzen, würde aus Porsche-Sicht zumindest Sinn ergeben. Der Schweizer wurde 2016 zusammen mit Romain Dumas und Marc Lieb WEC-Champion für die Zuffenhausener, zudem holte er insgesamt vier Rennsiege im Porsche 919 Hybrid.

Der LMDh-Prototyp von Porsche, der auf einem Chassis von Multimatic basiert und vom Penske-Team eingesetzt wird, soll noch in diesem Jahr sein Roll-out absolvieren. Die Fahrer-Frage ist, wie bereits erwähnt, noch ungeklärt. Teamchef Roger Penske hatte im Frühjahr schon für seine IndyCar-Fahrer aus der Saison 2021 geworben.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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