Penske testet Oreca in Indianapolis: Schon 2022 in die WEC?

Ein Oreca 07 des Teams Penske wurde in Indianapolis erwischt - Ein mögliches LMP2-Engagement in der WEC als Vorläufer für das Porsche-Programm nimmt Form an

Penske testet Oreca in Indianapolis: Schon 2022 in die WEC?

Das Team von "Captain" Roger Penske hat am Dienstagabend US-Ostküstenzeit Geschichte geschrieben: Zum ersten Mal seit 60 Jahren ist auf dem Indianapolis Motor Speedway bei Nacht gefahren worden. 1961 war zuletzt ein Fahrzeug auf der legendären Rennstrecke bei Dunkelheit unterwegs, damals handelte es sich um einen 24-Stunden-Stock-Car-Test von Pontiac.

Natürlich wirft der Test mit einem Oreca 07 endgültig die Gretchenfrage auf, die schon länger gestellt wird: Wird Penske schon 2022 die komplette Saison der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) bestreiten, bevor das berühmteste Rennteam der USA 2023 mit zwei Porsche-LMDh in der Hypercar-Klasse antreten wird?

'Daily Sportscar' zufolge soll es schon 2022 ein Zwei-Wagen-Team von Penske in der LMP2-Klasse der WEC geben. Dabei sollen auch mehrere Fahrer für das Porsche-Werksprogramm 2023 zum Einsatz kommen. Roger Penske hat bereits seine IndyCar-Fahrer ins Spiel gebracht. Die WEC-Regularien besagen allerdings, dass mindestens ein Fahrer mit Silber-Ranking zum Einsatz kommen muss.

Damit würde die ohnehin heiß umkämpfte LMP2-Klasse noch einmal einen Sprung machen. United Autosports plant für 2022 mit zwei Fahrzeugen und auch WRT soll auf zwei Orecas expandieren. Weitere Teams sind auf dem Sprung in die Klasse, um Werbung für sich als potenzieller Einsatzpartner zu machen, wenn die Herstellerflut ab 2023 nach Le Mans schwappt.

Es wäre auch ein deutlich umfangreicherer Vorlauf für Penske als vor Beginn der Partnerschaft mit Acura im Jahr 2018. Damals begnügte sich Penske mit einem Start beim Petit Le Mans 2017, ebenfalls mit einem Oreca 07. Beim jetzigen Testträger soll es sich aber um ein fabrikneues Chassis handeln.

Bewegtbilder vom Test hat der US-Youtuber David Land eingefangen. Der Test wurde auf dem Layout gefahren, das auch beim 8-Stunden-Rennen von Indianapolis am vergangenen Wochenende zum Einsatz gekommen ist. Roger Penske ist seit Anfang 2020 Besitzer des Indianapolis Motor Speedways und der IndyCar-Serie.

Ein LMP2-Engagement 2022 in der IMSA SportsCar Chapionship wäre zwar ebenfalls naheliegend, um sich für das Porsche-Programm im Jahr darauf in Nordamerika warmzulaufen. Jedoch würde dafür ein Bronze-Fahrer benötigt werden, was nicht wirklich zum Team Penske passen würde.

Oreca ist nicht der Chassispartner für Porsches LMDh-Programm. Das ist Multimatic. Doch Penske tritt an, um zu gewinnen. Und dafür braucht es bei der 2017er-LMP2-Generation einen Oreca.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Lamborghini: Pläne für LMDh-Programm ab 2024 schreiten voran
Vorheriger Artikel

Lamborghini: Pläne für LMDh-Programm ab 2024 schreiten voran

Nächster Artikel

Lob für Mission-H24-Fortschritte: Drei Sekunden schneller ohne Set-up-Arbeit!

Lob für Mission-H24-Fortschritte: Drei Sekunden schneller ohne Set-up-Arbeit!
Kommentare laden