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Porsche im Visier? Ferrari fordert strengere Reifentemperatur-Kontrollen

Ferrari hat "jemanden" im Auge, der die Reifen bei den ersten WEC-Rennen 2024 sehr gut aufwärmen konnte, und fordert für Le Mans strikte Einhaltung der Regeln

Porsche im Visier? Ferrari fordert strengere Reifentemperatur-Kontrollen

Ferrari fordert für die 24 Stunden von Le Mans, Saisonhöhepunkt der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC), strengere Kontrollen der Reifentemperaturen, bevor die Reifen an den Autos der Hypercar-Klasse aufgezogen werden.

Antonello Coletta, Leiter des Langstreckenprogramms bei Ferrari, fordert dies angesichts des Verbots von Reifenwärmern in der WEC und der Vorschrift, dass die Michelin-Reifen beim Aufziehen auf die Hypercar-Boliden die Temperatur der Umgebung haben müssen.

Coletta deutet an, dass sich ein Hersteller einen Vorteil verschaffen könnte, indem das Reifenwärmer-Verbot, welches zu Beginn der WEC-Saison 2023 eingeführt wurde, umgangen wird. Aus Sicherheitsgründen hatte man das Verbot für die 24h Le Mans 2023 einmalig aufgehoben. Seither aber ist es wieder im Reglement verankert.

 

"In vergangenen Rennen haben wir bereits gesehen, dass jemand sehr gut darin war, seine Reifen aufzuwärmen", so Coletta in Le Mans und weiter: "Auf einer Strecke wie dieser verlieren wir über 15 Sekunden [pro Runde], wenn wir mit kalten Reifen rausfahren. Es ist wichtig, dass die Organisatoren die Temperaturen [der Reifen] kontrollieren, wenn sie auf die Autos aufgezogen werden. Die Regeln müssen respektiert werden."

"Die Verantwortlichen müssen die Temperaturen kontrollieren. Sie müssen sicher sein, dass sich alle Hersteller an die Regeln halten. Ich möchte nicht, dass die 24 Stunden von Le Mans durch das Aufwärmen der Reifen in der Nacht oder andere schwierige Umstände entschieden werden", so Coletta.

Mathieu Jaminet, Felipe Nasr, Nick Tandy

Hat Coletta mit seinen Aussagen die Crew von Porsche im Visier?

Foto: Alexander Trienitz

Dieser "jemand", auf den sich Coletta bezieht, ist nach Informationen von Motorsport-Total.com Porsche. Der Hersteller aus Deutschland hatte in der WEC-Saison 2024 bislang zu unterschiedlichen Zeitpunkten einen klaren Vorteil beim Aufwärmen der Reifen. Coletta fügt seiner Forderung hinzu: "Ich bin zuversichtlich, dass dies geschehen wird. Ich bin sicher, dass die sportlichen Gremien sich Gedanken machen, um sicherzustellen, dass alle [Reifen-]Temperaturen gleich sind."

Die FIA hat bestätigt, dass in Le Mans Kontrollen durchgeführt werden, ohne jedoch weiter auf Colettas Äußerungen einzugehen. Es ist bekannt, dass diese Kontrollen eher stichprobenartig als allumfassend durchgeführt werden. Unklar ist, welche Toleranz erlaubt ist. Michelin als alleiniger Reifenlieferant in der Hypercar-Klasse hat bestätigt, dass die eigenen Ingenieure angewiesen wurden, das ihnen zugeordnete Team anzuweisen, keine gegen das Reglement verstoßenden Reifen zu verwenden.

Im Sportlichen Reglement der WEC heißt es: "Jeder Prozess, der einen direkten oder indirekten Versuch beinhaltet, die Temperatur eines Reifens (im Vergleich zur Umgebungstemperatur) zu verändern, ist untersagt. Das schließt ein, ist aber nicht beschränkt auf: Erwärmung der Aufhängungskomponenten des Fahrzeugs, der Radnaben und des Bremssystems; Modifikation des Heizsystems/des Heizelements für das Filtermedium beim Waschen der Räder."

Alessandro Pier Guidi, James Calado, Antonio Giovinazzi

Aufwärmen der Reifen ist in der WEC seit 2023 verboten - Le Mans war damals Ausnahme

Foto: Alexander Trienitz

Traditionell wurden die Reifen bei Langstreckenrennen in Öfen im hinteren Teil der Box eines jeden Teams vorgeheizt. Das Verbot, welches im Frühjahr 2023 aus Gründen des Umweltschutzes ausgesprochen wurde, fiel zeitlich zusammen mit der Einführung einer neuen Reifenkonstruktion von Michelin. Diese ist speziell dafür ausgelegt, mit nicht vorgewärmten Reifen zu fahren.

Vorübergehend aufgehoben wurde das Reifenwärmer-Verbot für die 24 Stunden von Le Mans 2023 aus Sicherheitsgründen, nachdem es beim vorangegangenen WEC-Rennen, den 6 Stunden von Spa, bei niedrigen Außentemperaturen zu einer Reihe von Unfällen gekommen war.

Le-Mans-Veranstalter ACO erklärte im Mai des vergangenen Jahres, dass die einmalige Aufhebung des Verbots "Reifenherstellern, Teams und Fahrern wertvolle Zeit verschafft, um ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln, wie kalte Reifen für den Rest der WEC-Saison 2023 [im Anschluss an Le Mans] auf Temperatur gebracht werden können".

Mit Bildmaterial von Francesco Corghi.

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