Porsche-LMDh in Bewegtbildern: So sieht er aus und so klingt er!

Porsche hat den Rollout seines LMDh-Boliden in Weissach absolviert - Interessanter Fahrer steigt ein - Erste Soundprobe des künftigen Le-Mans-Boliden!

Porsche-LMDh in Bewegtbildern: So sieht er aus und so klingt er!

Zum ersten Mal gibt es Bewegtbilder vom neuen Porsche-LMDh-Boliden, mit dem die Marke die 24 Stunden von Le Mans ab 2023 bestreiten wird. Der von Penske eingesetzte Prototyp ist zum ersten Mal aus eigener Kraft auf der hauseigenen Teststrecke in Weissach gerollt.

Interessant: Am Steuer saß dabei der Franzose Frederic Makowiecki, der bisher als GT-Spezialist bekannt ist. Bislang standen lediglich die beiden IMSA-Piloten Felipe Nasr und Dane Cameron als Entwicklungsfahrer fest. Der Franzose spricht von einem "emotionalen Moment".

 

Änderungen an der Front gegenüber Skizzen von 2020

Das Fahrzeug zeigt sich auch erstmals in der Frontansicht, nachdem bei der Präsentation des Boliden im Dezember lediglich Heckaufnahmen präsentiert worden waren. Der Bolide ist noch schwer getarnt und zeigt auch noch keine Frontscheinwerfer.

Beim genauen Hinsehen offenbart sich jedoch, dass die Scheinwerfer abgeklebt worden sind. Sie werden eine längliche Form aufweisen, wie auf den ersten Renderings im Dezember 2020 gezeigt. Porsche nimmt also wie angekündigt Abstand von der runden Form der Scheinwerfer des 911 und orientiert sich an seinen futuristischen Designskizzen "Porsche Unseen".

 

Ansonsten gibt es einige Unterschiede zum ersten Designentwurf. Dieser hat mitten in den Scheinwerfern noch eine scharfe Kante vorgesehen. Diese Kante fällt nun deutlich runder und massiver aus und nicht mehr "messerscharf" wie im ersten Entwurf.

Wenig überraschend ist auch der aerodynamisch ungünstige Hohlraum zwischen dem Frontsplitter und dem Vorderrad verschwunden. Allem Anschein nach kommt der Bolide ohne Flicks aus. Der Abtrieb wird unter dem Fahrzeug mittels Frontdiffusor erzeugt, der weniger anfällig für Berührungen, wohl aber für Pitch-Bewegungen des Fahrzeugs ist. Die Front müsste also hart abgestimmt werden.

Die Frontpartie bildet einen "Doppeldecker". Die große Öffnung in der Mitte ist deutlich ausgeprägter als beim Vorgänger 919 Hybrid. Der Trend ging auch bei den Le-Mans-Hypercars (LMH) von Toyota, Glickenhaus und Peugeot bislang in Richtung höherer Front.

 

Problemloser Rollout in Weissach

Auch gibt es erste Soundaufnahmen des Boliden. Der V8-Turbomotor kommt mit Flatplane-Sound daher. Wie er auf der Rennstrecke genau ausfällt, lässt sich noch nicht endgültig sagen, da der Fly-by eher niedertourig erfolgt. Dabei erinnert der Sound an den BMW M8 GTE. Die Drehzahl ist in der Aufnahme beim Anfahren noch einmal deutlich höher.

"Es war ein sehr positiver Rollout", fasst "Fred Mako" zusammen. "Wir haben einige Runden abgespult und das Auto hat sich wie erwartet verhalten. Wir haben einen guten Startpunkt, von dem aus wir weitermachen können."

 

Der noch zu benennende Porsche ist der erste Bolide nach LMDh-Reglement, der sich der Öffentlichkeit präsentiert. Die Basis bildet ein Multimatic-LMP2-Chassis der nächsten Generation. Dieses und der V8-Turbomotor dienen auch als Basis für weitere LMDh-Boliden des Volkswagen-Konzerns. Audi hat ein Engagement schon bekanntgegeben, eine Teilnahme von Lamborghini an der Klasse wird erwartet.

Die LMDh-Fahrzeuge werden ab 2023 mit den LMH gemeinsam die Topklasse "Hypercar" in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) und der IMSA SportsCar Championship bilden. Diese ist aufgrund ihrer Kosteneffizienz sehr beliebt bei den Herstellern. Schon 2023 werden bei den 24 Stunden von Le Mans zehn Marken in der Hypercar-Klasse um den Gesamtsieg fahren. LMH, LMDh, WEC und Co. - Alle Abkürzungen im Langstrecken-ABC erklärt

Mit Bildmaterial von Porsche.

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