Porsche setzt sich für synthetische Kraftstoffe in der LMDh ein

Das Motorenkonzept für das Porsche-LMDh-Projekt steht noch nicht fest - Aber man will sich dafür einzusetzen, den Verbrennungsmotor umweltfreundlich zu machen

Porsche Motorsport LMDh
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Foto: Porsche Motorsport

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Mit dem futuristischen Design seines LMDh-Boliden hat Porsche bereits für hochgezogene Augenbrauen gesorgt. Das will der Sportwagenhersteller aus Stuttgart auch bei den inneren Werten. Porsche wird sich beim ACO dafür einsetzen, seinen LMDh-Boliden mit synthetischen Kraftstoffen (E-Fuels) zu betreiben.

Pascal Zurlinden, Gesamtleiter Motorsport bei Porsche, sagt gegenüber 'Motorsport.com', dass man sich das Konzept des Verbrennungsmotors noch anschaue. Er bestätigt allerdings, dass das Aggregat serienbasiert sein wird - ganz im Sinne der LMDh-Philosophie, die Kosteneffizienz über alles stellt.

"Wenn man über Kosteneffizienz redet, sollten die Motoren auf Straßenmotoren basieren. Unsere Straßenautos bieten eine weite Palette effizienter und leistungsstarker Motoren", so Zurlinden.

Die Palette reicht vom 4-Zylinder-Boxer in Boxster und Cayman über den berühmten 6-Zylinder-Boxermotor in verschiedenen Größen im 911 mit und ohne Turbolader bis hin zu turboaufgeladenen V6- und V8-Motoren in Panamera sowie den SUV-Modellen Macan und Cayenne.

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Wichtig ist Porsche jedoch, den CO2-Ausstoß der Verbrennungsmotoren massiv zu senken. Deshalb wird man sich beim ACO für klimafreundliche Kraftstoffe einsetzen. "Wenn das Reglement perspektivisch Raum für den Einsatz von synthetischen Kraftstoffen bietet, wäre das für mich im Sinne der Nachhaltigkeit ein noch größerer Ansporn", sagt Porsche-Entwicklungsvorstand Michael Steiner.

Mit synthetischen Kraftstoffen lässt sich der CO2-Ausstoß massiv reduzieren. Bosch sprach bei der Entwicklung des C.A.R.E.-Diesels von einer CO2-Einsparung von 65 Prozent. Porsche möchte diesbezüglich noch keine Zahlen nennen. Schon der 911 GT3 Cup des Jahrgangs 2021 ist auf den Einsatz von E-Fuels ausgelegt.

Ein Nachteil von synthetischen Kraftstoffen ist ihre aufwendige Herstellung, bei der klimaschädliches CO2 mit Energie in Kraftstoff umgewandelt wird. Um die Herstellung effizienter zu machen, ist der Motorsport ein äußerst geeignetes Labor, da vergleichsweise geringe Mengen benötigt werden.

Unabhängig davon sind E-Fuels gut geeignet, Stromproduktionsspitzen abzufedern, wenn Wind- oder Solaranlagen wetterbedingt so viel Strom produzieren, dass dieser gar nicht von den Netzen verarbeitet werden kann. Sie bieten theoretisch auch großes Entwicklungspotenzial für Staaten mit hohem Wüstenanteil, die mit Hilfe von Solaranlagen theoretisch E-Fuels im Überfluss herstellen könnten.

Mit Bildmaterial von Porsche.

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