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24h Le Mans 24h Le Mans: Vortest

Porsche Topfavorit? Toyota wirft verbal bereits hin

Toyota spricht Porsche die Favoritenrolle bei den 24 Stunden von Le Mans 2024 - Mit dem Speed der Porsche 963 könne der Toyota GR010 Hybrid nicht mithalten

Porsche Topfavorit? Toyota wirft verbal bereits hin

"Für mich ist klar: Wenn Porsche nicht gewinnt, haben sie einen ziemlich schlechten Job gemacht." - Toyota-Technikchef David Fleury wirft verbal bereits die Flinte ins Korn. Zu überzeugend präsentierten sich die werksseitig eingesetzten Porsche 963 beim Vortest in Le Mans.

"Soweit wir das beurteilen können, sind sie in jeder Hinsicht im Vorteil", sagt er. "Wir werden im Laufe der Woche mehr erfahren, aber Porsche sieht ganz offensichtlich sehr stark aus." Nach der für die Rennwoche veröffentlichten Balance of Performance (BoP) und basierend auf den Erfahrungen der vergangenen Rennen sei dies keine Überraschung.

Tatsächlich weisen die gefahrenen Zeiten vom Testtag Porsche als klaren Favoriten aus. Einschränkend muss hinzugefügt werden, dass bis auf den Ferrari #51 (Pier Guidi/Calado/Giovinazzi) nur "halbe" Longruns von fünf bis sechs Runden gefahren wurden, also nur vier bis fünf schnelle Runden am Stück (die letzte war bereits die Inlap). (Zeitplan 24h Le Mans 2024)

 

Vor allem ein Sechs-Runden-Run von Kevin Estre im Porsche #6 (Estre/Lotterer/L. Vanthoor) zu Beginn der zweiten Session ließ der Konkurrenz das Blut in den Adern gefrieren. Der Franzose fuhr in 3:26.907 Minuten nicht nur die schnellste Zeit des Tages. Er drehte auch vier weitere Runden im Bereich von 3:26 bis 3:28 Minuten.

Alle anderen Fahrzeuge - selbst andere Porsche - kamen nicht annähernd an diese Werte heran. Dass dieser Stint aber ernstzunehmen war, zeigt ein Longrun von Nick Tandy im Porsche #4 (Jaminet/Nasr/Tandy) mit zwei Zeiten im 3:27er- und einer im 3:28er Bereich. (24h Le Mans 2024: TV-Übertragung und Livestream)

Überblick über das Tempo auf den halben Longruns: Porsche klar im Vorteil

Überblick über das Tempo auf den halben Longruns: Porsche klar im Vorteil

Foto: smg/Stritzke

Natürlich lässt sich nicht genau sagen, wie viel Sprit tatsächlich im Auto war, aber traditionell fahren die Autos bei den Tests und auch im Freien Training mit vollem Tank. Die größte Unbekannte sind die Reifenmischungen. Aus dem Vorjahr wissen wir aber, dass mit den Hypercars Zeiten von 3:22 Minuten möglich sind. Eine vollwertige Qualifying-Simulation ist also noch niemand gefahren.

Die Konkurrenz tut sich schwer, an solche Zeiten heranzukommen. Jose Maria Lopez fuhr bei seinem Hypercar-Comeback im Toyota #7 (Kobayashi/Lopez/de Vries) im Longrun zwei Zeiten im Bereich von 3:28 und eine im Bereich von 3:29. Anschließend fuhr er einen weiteren Longrun mit zwei 3:29er- und einer 3:28er-Zeit. Ob er dafür frische Reifen bekam, ist unklar. Wenn nicht, war der zweite Run beeindruckend.

Der Ferrari #51 fuhr einen vollen Stint und einen zweiten Längeren - Selbe Skalierung wie die Grafik zuvor

Der Ferrari #51 fuhr einen vollen Stint und einen zweiten Längeren - Selbe Skalierung wie die Grafik zuvor

Foto: smg/Stritzke

Im Toyota #8 (Buemi/Hartley/Hirakawa) fuhr Brendon Hartley zu Beginn der zweiten Session in 3:27.615 Minuten die drittschnellste Zeit des Tests, brach diesen Run aber nach vier Runden ab. Später fuhr Ryo Hirakawa einen Longrun, der in etwa auf dem Niveau von Jose Maria Lopez lag.

Ferrari hingegen hatte bei allen Longruns Probleme, unter 3:30 Minuten zu bleiben. Allerdings eilt Ferrari schon seit GTE-Pro-Zeiten der Ruf voraus, bei Testfahrten gerne mal Potenzial zurückzuhalten. Der Ferrari #50 (Fuoco/Molina/Nielsen) hingegen fuhr nur Stints von fünf Runden. Vereinzelt waren Zeiten von 3:29 und 3:28 Minuten dabei.

Reifenverschleiß und Wetter als Unbekannte

Bemerkenswert ist, dass die #51 mit James Calado am Steuer einen kompletten Longrun über elf Runden absolvierte. In den zehn gezeiteten Runden blieb er nur zweimal unter 3:30 Minuten. Anschließend fuhr Alessandro Pier Guidi einen weiteren Longrun über acht Runden mit drei 29er- und einer 28er-Zeit.

Achillesferse Reifenverschleiß? Auf alten Reifen war der Porsche #6 mehrere Sekunden pro Runde langsamer

Achillesferse Reifenverschleiß? Auf alten Reifen war der Porsche #6 mehrere Sekunden pro Runde langsamer

Foto: smg/Stritzke

Der privat eingesetzte AF-Corse-Ferrari #83 (Kubica/Schwarzman/Ye) fuhr ebenfalls Longruns von zehn und elf Runden, blieb aber nur zweimal unter 3:30 Minuten.

Doch die reine Pace sagt nur die halbe Wahrheit. Die Achillesferse von Porsche war bisher der Reifenverschleiß. Und tatsächlich gibt es auch von Porsche Longruns, unter anderem von der #6, bei denen die 3:30er-Marke nur selten fiel.

Jose Maria Lopez fuhr im zweiten Stint hinten heraus sehr stark - unklar, ob Reifen gewechselt wurden

Jose Maria Lopez fuhr im zweiten Stint hinten heraus sehr stark - unklar, ob Reifen gewechselt wurden

Foto: smg/Stritzke

Und nicht zuletzt wird das Wetter eine entscheidende Rolle spielen, denn nach derzeitigem Stand sind nasse Phasen im Rennen garantiert. Und bei gemischten Bedingungen rückt das Kräfteverhältnis völlig in den Hintergrund, dann wird das Rennen über die "Race Execution" entschieden.

Urs Kuratle will deshalb auch die Favoritenrolle von Toyota nicht annehmen. "Wir werden bei der Musik sein, aber ob wir die Favoriten sind oder nicht, da bin ich mir nicht sicher. Wir kämpfen mit vielen anderen Autos, und das ist gut für den Sport. Ich freue mich auf das Rennen."

Floury hingegen legt sich fest: "Hinter Porsche wird es ein guter Kampf."

Mit Bildmaterial von Porsche.

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