Porsche vor Hypercar-Aus: Proton bestätigt Rückzug aus der WEC 2026
Nach dem Rückzug des Werksteams bestätigt nun auch Proton das Ende des Porsche 963 in der WEC: Gespräche über ein Zweiwagenprogramm scheiterten
Der Proton-Porsche wird 2026 nicht in der WEC fahren
Foto: Alexander Trienitz
Porsche wird 2026 voraussichtlich nicht mehr in der Hypercar-Klasse der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) vertreten sein. Das Kundenteam Proton hat am Freitag (5. Dezember) bestätigt, dass es im kommenden Jahr keinen Porsche 963 LMDh mehr in der höchsten Kategorie einsetzen wird.
Nachdem sich das Werksteam von Porsche-Penske aus der WEC zurückgezogen hatte, ruhte die Hoffnung auf eine weitere Präsenz der Marke aus Stuttgart einzig auf Proton. Eine neue Regel, die seit Beginn der Saison 2025 gilt, erschwert die Situation zusätzlich: Jeder Hersteller muss zwei Fahrzeuge in der Meisterschaft einsetzen.
Proton war 2023 zur Saisonmitte in die Hypercar-Klasse aufgestiegen und setzte seither einen Porsche 963 in der WEC ein. Ein zweites Auto wurde in der nordamerikanischen IMSA-Meisterschaft eingesetzt.
Einsatz einen zweiten Autos scheitert
Teamchef Christian Ried hatte bereits beim Saisonfinale in Bahrain erklärt, dass seinem Team die finanziellen Mittel für den Einsatz von zwei Fahrzeugen fehlen. Dennoch wurde zuletzt über Gespräche berichtet, um Proton möglicherweise auf der WEC-Startliste zu halten.
Hintergrund war, dass Porsche-Penske Berichten zufolge eine Kooperation mit Proton prüfte, um gemeinsam ein Zweiwagen-Programm aufzustellen. Damit hätte Porsche zugleich seinen automatischen Startplatz für die 24 Stunden von Le Mans nutzen können, den Penske durch den Gewinn des IMSA-GTP-Titels 2025 erhalten hatte.
Diese Gespräche führten jedoch offenbar zu keinem Ergebnis. Am Freitag gab Proton bekannt, das Hypercar-Programm nach drei Jahren zu beenden. In einer Mitteilung erklärte das Team: "Trotz wochenlanger Gespräche und aller Bemühungen unsererseits wird Proton Competition 2026 keinen Porsche 963 in der FIA WEC einsetzen können."
GT3-Programm mit Ford wird fortgesetzt
"Nach dem Ausstieg von Porsche Penske Motorsport haben Christian und Michael Ried jede Möglichkeit geprüft, um zwei Porsche 963 im kommenden Jahr an den Start zu bringen. Leider konnten die Voraussetzungen für einen privaten Einsatz nicht geschaffen werden."
Das Team bedankt sich in der Mitteilung bei allen Sponsoren, dem ACO und dem Management der WEC. Zudem sendet es eine Botschaft an alle Porsche-Fans: "Wir wissen, dass diese Nachricht enttäuschend ist. Wir hätten den Porsche 963 gerne weiterhin in der WEC und in Le Mans gesehen, und genau diese Begeisterung hat uns bis zuletzt angetrieben. Trotzdem sind wir stolz auf das, was wir erreicht haben."
Trotz des Abschieds aus der Hypercar-Klasse bleibt Proton voraussichtlich in der WEC vertreten. Das Team tritt weiterhin mit zwei Ford Mustang GT3 in der LMGT3-Kategorie an. "Dieses Update betrifft ausschließlich das 963-Projekt", erklärt Proton weiter. "Alle anderen Porsche-Programme werden derzeit evaluiert, um die bestmögliche Zukunftsaufstellung für Proton Competition zu gestalten."
Auch in der nordamerikanischen IMSA-Serie wird das Team 2026 nicht in der GTP-Klasse starten. Proton taucht auf der offiziellen Teilnehmerliste für die neue Saison nicht auf. Die Teilnehmerliste der WEC 2026 soll zu Beginn der nächsten Woche veröffentlicht werden.
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