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Rebellion macht sogar Toyota Angst: Überraschung in doppelter Hinsicht

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Rebellion macht sogar Toyota Angst: Überraschung in doppelter Hinsicht
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Co-Autor: Filip Cleeren

Rebellion Racing feiert sin bestes Abschneiden bei den 24 Stunden von Le Mans - Der Rebellion R13 lief wie ein Uhrwerk, anfangs zitterte sogar Toyota

Toyota-Technikchef Pascal Vasselon gibt zu, dass Rebellion Racing seinem Team im ersten Stint bei den 24 Stunden von Le Mans 2020 mächtig Angst eingejagt habe. "Sie haben uns auf zweierlei Art überrascht", sagt er über das Privatteam aus der Schweiz, das letztlich zwischen den beiden TS050 Hybrid auf Platz zwei ins Ziel gekommen ist.

Die erste Überraschung sorgte gleich für Sorgenfalten bei Toyota: "Beim Start waren wir überrascht, welche Pace Bruno Senna anschlagen konnte. In den Trainings hat er im Vergleich zu seinen Teamkollegen nicht so superschnell ausgesehen. Als wir also seine Pace zu Beginn des Rennens sahen, waren wir besorgt."

Der Brasilianer blieb den gesamten ersten Stint über vor dem Toyota #8 und verlor die Position erst beim ersten Boxenstopp. "Dann ist die Pace der Rebellions aus irgendeinem Grund, den wir nicht kennen, deutlich eingebrochen", so Vasselon weiter. "Das können wir uns nicht erklären."

Das war die zweite Überraschung. "Ob das dem Reifenverschleiß oder dem Verkehr geschuldet war, können wir nicht sagen. Aber wir waren sehr überrascht, dass sie dann nicht mehr so schnell gewesen sind."

Rebellion feiert bestes Abschneiden in Le Mans

Trotzdem erwies sich Rebellion Racing als zäher Gegner und bestrafte Toyota für den Defekt bei der #7. Womöglich fuhr man sogar über den Möglichkeiten eines LMP1-Privatteams. Am Ende mit fünf Runden weniger dazustehen, ist beileibe keine Schande gegen die überlegenen Hybrid-Toyotas. Platz zwei ist das beste Gesamtergebnis in der Geschichte des Teams.

"Ein unglaublicher Job!", findet Gustavo Menezes. "Es war unser erstes 24-Stunden-Rennen, das wir ohne Zuverlässigkeitsprobleme bestritten haben." Obschon sein Fahrzeug zwischenzeitlich kurz in die Garage geschoben wurde.

"Kleine Dramen sind normal und sie machen es für die Fans spannende", sagt der US-Amerikaner dazu. "Wir haben Spaß gehabt, mit der #3 [dem Schwesterfahrzeug] zu kämpfen. Letztlich bin ich überglücklich, mit den Jungs hier zu sein und Platz zwei in Le Mans zu feiern. Das ist schon etwas Besonderes. Wir haben so hart gekämpft wie wir konnten. Eine tolle Performance."

Norman Nato durfte gleich bei seinem ersten LMP1-Einsatz beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans feiern. "Ich bin sehr glücklich, es dabei gleich aufs Podium geschafft zu haben", sagt der Franzose zufrieden. "Wie Gustavo gesagt hat, das war ein unglaublicher Job des Teams - sowohl an diesem Wochenende, als auch das gesamte Jahr über."

 

Senna endlich auf dem Podium

"Wir sind in Silverstone weit weg von der Perfektion gewesen, aber Rennen für Rennen haben wir uns gesteigert. Dieses Wochenende haben wir alles zusammengebracht. Ein großes Dankeschön an Bruno und Gustavo. Es war ein Vergnügen, mit allen zusammenzuarbeiten."

Seine Worte klingen ein wenig nach Abschied, denn es könnte bereits das letzte Rennen von Rebellion Racing gewesen sein. Doch angesichts der WM-Situation ist ein Start beim WEC-Finale in Bahrain denkbar. In Le Mans wird das Team jedenfalls nicht mehr aufkreuzen.

Bruno Senna, der erstmals in Le Mans auf das Podest gefahren ist, ist erleichtert: "Das ist mein achter Anlauf in Le Mans. Ich bin hier bereits in der Vergangenheit konkurrenzfähig gewesen, aber immer wieder hat mich Pech davon abgehalten, aufs Podium zu kommen."

"Es ist eine große Erleichterung, dass mich Le Mans endlich auf das Podest lässt. Natürlich wäre mir die oberste Stufe lieber, aber P2 nehme ich gerne mit. Es ist nämlich alles andere als einfach. Auto und Team waren perfekt vorbereitet. Wir sind ohne große Probleme durchgekommen. Genau solche Rennen bringen einem Podiumsplätze ein."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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