Kubicas 24h-Fluch: Bricht er ausgerechnet in Le Mans?

Bisher waren 24-Stunden-Rennen für Robert Kubica ein echter Fluch - Den möchte der Pole in Le Mans endlich mit einer Zieldurchfahrt brechen

Kubicas 24h-Fluch: Bricht er ausgerechnet in Le Mans?

Der ehemalige Formel-1-Fahrer Robert Kubica wird am kommenden Wochenende bei den 24h von Le Mans an den Start gehen. Für den Polen waren Rennen über eine Distanz von 24 Stunden bisher ein rotes Tuch, denn er kam bei seinen bisher letzten zwei Versuchen nicht ins Ziel. Zusammen mit WRT hofft der 36-Jährige, den Fluch zu brechen und in Le Mans ins Ziel zu kommen.

Im Jahr 2017 hat sich Kubica beim 24-Stunden-Rennen von Dubai versucht. Im Jahr 2021 ging der Pole bei den 24h von Daytona an den Start, jedoch streikte das Getriebe seines High-Class-Orecas, weshalb er keine einzige Minute im Cockpit verbrachte. Der ehemalige Formel-1-Rennfahrer hofft, mit WRT den Umschwung zu schaffen und ein gutes Ergebnis in der LMP2-Kategorie einzufahren.

Kubica wird sein Debüt beim französischen Langstrecken-Klassiker feiern, das Team WRT kennt er aber bereits sehr gut. Er startet für den Rennstall in der European Le Mans Series (ELMS), in der er mit zwei Siegen aus vier Rennen aktuell die Gesamtführung inne hat. Kubica gewann zusammen mit Louis Deletraz und Ye Yifei die Läufe in Barcelona und Spielberg.

Genau dieses Trio wird es auch mit den 24h von Le Mans aufnehmen. Einfach wird es aber nicht, den Deletraz ist der einzige der drei Piloten, der Le-Mans-Erfahrung mitbringt. Kubica ist dennoch guter Dinge: "Le Mans ist das größte Langstrecken-Rennen auf einer der geschichtsträchtigsten Strecken. Ich bin sehr glücklich, hier zu sein und daran teilnehmen zu dürfen."

Obwohl Kubica viele "neue Herausforderungen erwarten", hofft er auf einen guten Ausgang: "Wir müssen den Event respektieren, Fehler vermeiden und einfach alles geben. Es wird schwierige Situationen geben, das ist klar, aber das wichtigste ist, das Risiko zu minimieren und solche Situationen zu vermeiden - auf und neben der Strecke."

Kubica erwartet ein "stressiges" Wochenende, das "eine Menge Energie" kosten wird. Das Ziel ist klar. "Ich hoffe, erstmals ein 24-Stunden-Rennen beenden zu können. Ich habe mich in meiner Karriere bisher an zwei Rennen versucht, bin aber nicht ins Ziel gekommen. Ich hoffe, das in Le Mans ändern zu können."

Mit WRT hat Kubica ein starkes Team im Rücken, das aber auch erst seit 2021 im Prototypen-Sport aktiv ist. Ihre größten Erfolge haben die Belgier zusammen mit Audi im GT3-Universum erzielt. Das Team hofft, in Zukunft im LMDh-Zirkus mitmischen zu können, weshalb das LMP2-Programm als Vorbereitung auf einen solchen Einsatz angesehen wird.

Teamchef Vincent Vosse sagt: "Das ist das Ende einer lange Wartezeit. Le Mans war immer ein Traum, nicht einmal ein heimlicher Traum - und das seit der Gründung des WRT-Teams. Le Mans bedeutet jedem Motorsport-Fan eine Menge." Der Rennstall möchte wichtige Erfahrungen sammeln, geht aber auch mit Ambitionen ins Rennen. "Wir werden sehen, wie weit wir kommen", so Vosse, der sich riesig auf den Start in Le Mans freut.

Mit Bildmaterial von ELMS.

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