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Rückkehr nach Le Mans: Ex-Audi-Sportchef Dieter Gass wird Jota-Teamchef

Nach seinem Aus als Audi-Sportchef vor zwei Jahren hat Dieter Gass einen neuen Job gefunden: Wie seine Rückkehr nach Le Mans nach zwei Jahren Pause aussieht

Rückkehr nach Le Mans: Ex-Audi-Sportchef Dieter Gass wird Jota-Teamchef

Zwei Jahre nach seinem Aus als Audi-Sportchef hat Dieter Gass eine neue Aufgabe übernommen: Der 59-Jährige Deutsche wurde vom britischen Jota-Rennstall per Pressemitteilung als Teamchef für das Hypercar-Programm in der WEC und in Le Mans bestätigt. Damit kehrt Gass, der neben der DTM-Leitung auch für das erfolgreiche LMP1-Projekt zuständig war, in einer Führungsrolle nach Le Mans zurück, denn Jota setzt 2023 in der WEC als Porsche-Kundenteam den neuen Porsche 963 ein.

Um dieser Aufgabe nachgehen zu können, benötigte Gass laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' die Freigabe von Audi, denn nach der unfreiwilligen Ablösung durch Julius Seebach wurde er in den vergangenen Jahren wegen seines Vertrags immer noch von Audi bezahlt, hatte aber keinerlei Aufgaben.

Gass, der für seine Motorsportbegeisterung bekannt ist, war zuletzt immer wieder bei der DTM vor Ort. Ihm wurden Ambitionen nachgesagt, wieder eine aktive Rolle zu übernehmen, was ihm nun bei Jota gelungen ist.

Wie die Pläne von Jota für die Saison 2023 aussehen

Wie er die Ausgangslage beim in Turnbridge Wells ansässigen Teams, das im Besitz der von Sam Hignett und David Clark geleiteten Jota-Gruppe steht, einschätzt? Bei Jota handle es sich "um einen Neueinsteiger in der Hypercar-Klasse der WEC, was auf langjähriger Rennerfahrung und einem innovativen Ansatz aufbaut, um neue Fans für die Meisterschaft zu gewinnen", so Gass.

"Unsere Fahrer haben eine starke Mischung aus Können und jungem Potenzial - und wir haben ein erfahrenes Ingenieur- und Technikteam. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, mit dem wir hoffentlich um Rennsiege und Meisterschaften kämpfen werden."

Jota hat für 2023 die Piloten Yifei Ye aus China, den portugiesischen Porsche-Werksfahrer Antonio Felix da Costa und Will Stevens aus Großbritannien unter Vertrag. Mit letzteren beiden ging Jota Sport bereits im Vorjahr in der LMP2-Klasse an den Start. Vorerst muss das Trio mit einem Oreca 07 vorliebnehmen, denn Porsches LMDh-Prototyp wird erst Mitte April an seine Kundenteams ausgeliefert.

Was sich Jota von Dieter Gass erhofft

Man könnte also frühestens bei den sechs Stunden von Spa-Francorchamps mit dem Porsche-Boliden an den Start gehen. Das erfolgreiche LMP2-Programm fährt man 2023 auf ein Auto zurück, die GT3-Einsätze mit dem McLaren 720S GT3 in der GT-World-Challenge Europe werden zugunsten der neuen Herausforderung komplett eingestellt.

Beim Team freut man sich über den prominenten Neuzugang. "Dieter bringt viel Ruhm, Erfahrung und Wissen zum Hertz Team Jota mit. Wir glauben, dass uns das in den kommenden Jahren vorwärts bringen wird", sagen die Jota-Chefs Clark und Hignett.

"Wir steigen in die Hypercar-Klasse und kämpfen gegen einige der größten Autohersteller der Welt. Dieter hat den Wettbewerb im Motorsport auf dem höchsten Niveau gelebt und geatmet. Er wird uns dabei helfen, auf unserer Basis aufzubauen, um auch in der Topklasse des Langstrecken-Sports historische Erfolge zu feiern.

Dieter Gass: Über Toyotas Formel-1-Projekt zu Audi

Während Jota 2014, 2017 und 2022 in Le Mans in der LMP2-Klasse triumphierte und 2017 sogar im Gesamtklassement die Plätze zwei und drei einnahm, hat auch Gass beeindruckende Erfolge vorzuweisen: Nachdem der frühere Rennfahrer von 2001 bis 2011 bei den Formel-1-Projekten von Toyota und Lotus aktiv war, wechselte er Anfang 2012 zu Audi, wo er zunächst erfolgreicher LMP1-Einsatzleiter in der WEC war.

Unter seiner Führung errang man 2012 und 2013 den WM-Titel, zudem war er an vier Triumphen beim 24-Stunden-Klassiker von Le Mans beteiligt. 2013 wurde Gass auch Leiter des DTM-Programms. 2017 folgte er Wolfgang Ullrich als Audi-Sportchef nach und war damit für alle internationalen Werksengagements verantwortlich.

Audi-Aus nach großen Erfolgen

In seiner Ära gelangen Audi mit dem neuen Vierzylinder-Turbomotor in den DTM-Jahren 2019 und 2020 zahlreiche Rekorde und Titel in allen Wertungen, ehe er kurz darauf abgelöst wurde. Angeblich waren Unstimmigkeiten zwischen ihm und Nachfolger Seebach die Ursache, zudem wurde der Motorsport damals in die Audi Sport GmbH eingegliedert, die von Seebach geleitet wurde.

Auch Seebach ist aber inzwischen nicht mehr für den Sportbereich zuständig. Er wurde im September des vergangenen Jahren von Rolf Michl als Geschäftsführer der Audi Sport GmbH und als Sportchef abgelöst und soll in Zukunft einen neuen Posten in der von Oliver Hoffmann geleiteten Technischen Entwicklung übernehmen.

Abgesehen davon hat Seebach kürzlich einen Posten im Verwaltungsrat des Formel-1-Teams Sauber übernommen, das ab 2026 als Audi-Werksrennstall an den Start gehen soll.

Mit Bildmaterial von JOTA.

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