"Schon ein neuer Freund": Fahrer von Toyota GR010 Hybrid überrascht

Von den nüchternen Daten her sollte der Toyota GR010 Hybrid für die Fahrer eher ein Rückschritt gegenüber dem TS050 Hybrid sein - Doch die sind überraschend angetan

"Schon ein neuer Freund": Fahrer von Toyota GR010 Hybrid überrascht

Pascal Vasselon dürfte mit eher mulmigen Gefühlen in den ersten Test des Le-Mans-Hypercars GR010 Hybrid im Oktober gegangen sein. Der Toyota-Technikchef erwartete eher dürftiges Feedback von seinen Fahrern. Diese waren 1.000 PS und 878 Kilogramm gewohnt, nun müssen sie mit 680 PS und 1.040 Kilogramm auskommen.

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Doch schon damals äußerten sich die Fahrer überraschend positiv über das Fahrzeug, das nach allen Gesetzen der Physik her deutlich behäbiger reagieren müsste. Doch irgendwie scheint es Toyota gelungen zu sein, dass sich das neue Fahrzeug trotz der ungünstigeren Daten wie ein reinrassiger Rennwagen anfühlt. Das hat sich nicht geändert.

"Ich war überrascht, wie gut sich das Auto nach nur wenigen Testtagen angefühlt hat. Ich fühle mich schon richtig heimisch", sagt der amtierende Langstrecken-Weltmeister Mike Conway. "Es ist eine fantastische Erfahrung, Teil eines Motorsport-Teams zu sein, dessen Entwicklungen direkt in künftige Straßenfahrzeuge einfließen." Toyota entwickelt parallel seinen Straßen-Supersportwagen GR Super Sport.

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Sein Teamkollege Jose-Maria Lopez fügt hinzu: "Ich liebe es, dieses Auto zu fahren; der GR010 Hybrid ist bereits ein neuer Freund und wir haben die ersten Testfahrten genossen. Ich bin mir sicher, dass es den Fans gefallen wird, wie diese Autos aussehen und wie sie sich anhören. Der V6 macht einen fantastischen Sound."

Er bescheinigt dem GR010 Hybrid "dieselbe Seele" wie dem TS050 Hybrid. "Man fühlt aber, dass er nach anderen Regularien gebaut worden ist." Für die Fahrer bedeutet das in erster Linie: Sie brauchen nicht mehr auf den Benzinverbrauch zu achten und bekommen am Ende der Geraden keine "Fuel Cuts" mehr. Er gibt aber doch zu, dass sich das Mehrgewicht irgendwo bemerkbar macht.

Sound sorgt für Begeisterung

Total begeistert ist hingegen der dreimalige Le-Mans-Sieger Sebastien Buemi: "Ich hätte nie erwartet, dass der GR010 Hybrid so viel Fahrspaß bereitet. Ich hatte eher gedacht, dass er sich wie ein GT-Auto anfühlen würde. Aber wir haben in der LMP1-Ära viel gelernt und das in diesem Auto umgesetzt. Es fühlt sich wie ein echter Prototyp an und ich liebe es, so ein schnelles Auto zu fahren."

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Alle Fahrer sind sich zudem einig, dass der Bolide ästhetischen Ansprüchen mehr als genüge und dass der Sound hervorragend sei. "Es wird spektakulär anzusehen sein, wenn er am Limit bewegt wird", glaubt Kazuki Nakajima.

Allerdings ist nicht davon auszugehen, dass der GR010 Hybrid die Konkurrenz so dominieren wird wie sein Vorgänger in den vergangenen drei Jahren. Denn es wird eine Balance of Performance geben - völliges Neuland in der Le-Mans-Topklasse.

Kam Toyota Gazoo Racing mit überlegenem Speed in den vergangenen beiden WEC-Saisons auch mit kleineren Problemen wie etwa 2020 bei den 6 Stunden von Spa ungeschoren davon, wird das künftig nicht mehr so einfach gehen. "Wir können uns keine Fehler mehr erlauben", weiß Kamui Kobayashi.

"Die Ziele bleiben jedoch dieselben. Ich persönlich möchte endlich die 24 Stunden von Le Mans gewinnen, nachdem wir in den vergangenen Jahren so viel Pech hatten. Alle Mechaniker und Ingenieure der #7 würden es verdienen, endlich Le Mans zu gewinnen."

Mit Bildmaterial von Toyota.

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