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So verlor die Konkurrenz von Inter Europol den LMP2-Sieg in Le Mans

Inter Europol feiert den LMP2-Sieg in Le Mans - trotz starker Konkurrenz, die jedoch mit unterschiedlichsten Problemen zu kämpfen hatte

So verlor die Konkurrenz von Inter Europol den LMP2-Sieg in Le Mans

Inter Europol feiert den Sieg in der LMP2-Klasse - trotz Durchfahrtsstrafe, schwerer Fußverletzung bei Fabio Scherer, Funkausfall und starker Konkurrenz. Allerdings hatten United Autosport, WRT und Co. ebenfalls mit Problemen zu kämpfen. So kam es, dass das kleine Privatteam aus Polen den Klassensieg erzielte.

Ratlose Gesichter gab es vor allem bei United Autosports, die mit zwei Boliden an den Start gingen. Das Auto #23 (Pierson/Blomqvist/Jarvis) geriet jedoch schon am Samstagabend auf nasser Strecke in Schwierigkeiten, als Tom Blomqvist in Führung liegend erst von der Strecke rutschte und anschließend in den Porsche-Kurven wegen Bremsversagens in die Leitplanken krachte.

Dabei ging sogar das "Medical Light" an, weshalb sich der Brite einer medizinischen Untersuchung unterziehen musste, glücklicherweise jedoch unverletzt blieb. Ursache des Unfalls? Unklar! "Es sieht so aus, als ob etwas im Kiesbett die Bremsleitung beschädigt hat, aber es war kein Kies", berichtet Richard Dean, Teamchef bei United Autosports, gegenüber 'Motorsport.com'.

"Wer weiß, es gab so viele Trümmer da draußen, es hätte ein Auto darin begraben sein können", so Dean. Die TV-Wiederholungen lieferten offenbar keine Aufklärung, weshalb das Team noch immer keine Antwort hat. "Es gibt einige Schäden, es ist eine ungewöhnliche Sache, aber ungewöhnliche Dinge passieren in Le Mans".

Blomqvist: "Waren in einer guten Position"

"Wir müssen das wirklich gründlich untersuchen", mahnt Dean. Wobei noch nicht einmal geklärt ist, ob der Ausritt ins Kiesbett tatsächlich mit dem Bremsversagen zusammenhängt. "Der Verdacht liegt allerdings nahe", so Dean. "Es ist ungewöhnlich, dass eine Fahrt durch das Kiesbett diesen Effekt hat."

"Ich habe versucht, das Auto zu verlangsamen, konnte es aber nicht mehr stoppen und musste nach einer Ausweichmöglichkeit suchen", berichtet Blomqvist, der sich anschließend drehte und in die Leitplanke einschlug. "Es ist eine große Schande, denn wir waren in einer so guten Position."

Tom Blomqvist, Oliver Jarvis

United Autosports war schnell, aber nicht fehlerfrei

Foto: Motorsport Images

"Ich weiß nicht, wie oft ich in meinem Leben schon durch das Kiesbett gefahren bin, und nicht ein einziges Mal hatte ich dabei einen Bremsschaden", ärgert sich der Brite. "Die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas passiert, ist so gering - das Glück war einfach nicht auf unserer Seite."

United Autosports: "Wir hatten die Pace!"

Im weiteren Verlauf des Rennens löste sich auch noch das linke Vorderrad, weil es Probleme mit der Radmutter gab. "Auch hier müssen wir eine gründliche Untersuchung durchführen", sagt Teamchef Dean. "Aber wir vermuten, dass beim Aufsetzen des Rades der Haltezapfen beziehungsweise das Gewinde beschädigt wurden. Wir haben eine andere Nabe montiert, und der Schaden hat sich nicht wiederholt."

Nichtsdestotrotz rückte der Klassensieg durch die Schwierigkeiten in unerreichbarer Ferne. Schlussendlich sprang der achte Platz in der LMP2-Klasse heraus, war für United Autosports keinesfalls zufriedenstellend war. "Wir hätten die Pace gehabt, um ein Rennen an der Spitze zu fahren", ärgert sich Dean.

Auch das Schwesterauto #22 (Lubin/Hanson/Albuquerque) war chancenlos, nachdem Le-Mans-Neuling Freddie Lubin mit einem GTE-Fahrzeug kollidiert war. Nach 26-minütiger Reparaturpause und dreiminütiger Stop-Go-Strafe kam das Trio auf dem elften Platz in der LMP2-Klasse in Ziel.

WRT: Nur kleine Probleme, aber chancenlos

Die Konkurrenz von WRT erreichte immerhin den zweiten Klassenrang, war damit aber ebenfalls nicht zufrieden. Schon 2021 war das Team knapp am LMP2-Sieg gescheitert. Nun wurden Rui Andrade, Robert Kubica und Louis Deletraz erneut geschlagen. "Am Ende bin ich natürlich enttäuscht und ich habe davon geträumt, Robert und Louis das zurückzugeben, was wir 2021 verloren haben", sagt Teamchef Vincent Vosse zu 'Motorsport.com'.

Louis Deletraz, Robert Kubica

WRT war für den LMP2-Sieg nicht schnell genug

Foto: Motorsport Images

Das Schwesterauto von Robin Frijns, Ferdinand Habsburg und Sean Gelael erreichte das Ziel auf dem fünften Platz, nachdem das Trio in der letzten Stunde des Rennens durch einen Defekt an der Radaufhängung zurückgefallen war. Zu diesem Zeitpunkt kämpften die Piloten um einen Platz auf dem Podium, obwohl Habsburg im Regen am Samstag bereits verunfallt war.

"Wir haben es nicht geschafft, wir müssen es akzeptieren und von nun an für das nächste Jahr arbeiten", zeigt sich der WRT-Boss kämpferisch. "Man kommt nicht nach Le Mans, um Zweiter zu werden. Wenn man eine Aufstellung und ein Team hat, um zu gewinnen, dann holt man den Sieg. Das haben wir nicht getan, wir sind Zweiter geworden, aber wir führen die Meisterschaft an."

Robert Kubica, der im vergangenen Jahr für Prema am Start war und nun zu WRT zurückkehrte, verpasste zum dritten Mal in Folge den Sieg, der in diesem Jahr an Inter Europol ging. "Wir haben gepusht und versucht, sie unter Druck zu setzen, aber um ehrlich zu sein, waren sie außerhalb unserer Reichweite", muss der ehemalige Formel-1-Pilot eingestehen.

Dabei befindet sich Kubica in der Zwickmühle: "Einerseits bin ich natürlich enttäuscht, Zweiter zu sein, aber es ist ein wichtiger Tag für den polnischen Motorsport, da ein polnisches Team und ein polnischer Fahrer in Le Mans gewonnen haben", schmunzelt der Pole. "Also Glückwunsch! Sie waren besser und cleverer als die anderen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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