Toyota besorgt wegen Test-Reglement: "Sind ein wenig im Hintertreffen"

Während Neueinsteiger wie Porsche oder Ferrari einen Test an den anderen Reihen, hat Toyota den GR010 Hybrid in diesem Jahr kaum auf der Strecke weiterentwickelt

Toyota besorgt wegen Test-Reglement: "Sind ein wenig im Hintertreffen"
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In diesem Jahr setzte sich Toyota im Titelkampf der Hypercar-Klasse der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) gegen die - überschaubare - Konkurrenz durch. 2023 fürchtet das Werksteam des japanischen Herstellers aber im Nachteil zu sein. Denn während Neueinsteiger wie Porsche oder Ferrari ihre LMDh- beziehungsweise LMH-Autos seit Monaten intensiven Testfahrten unterziehen, ist Toyota bei den Testfahrten durch das Reglement limitiert.

"Jetzt sind wir im Vergleich zu den anderen Teams, die mit großen Budgets kommen und viele Tests machen, ein wenig im Hintertreffen", wird Technikchef Pascal Vasselon von 'Sportscar365' zitiert.

Porsche, Ferrari aber auch Cadillac trieben in den vergangenen Monaten die Entwicklung ihrer neuen Fahrzeuge mit tausenden von Testkilometern auf verscheidenden Rennstrecken voran und waren teilweise mit zwei Fahrzeugen im Einsatz.

Letzter privater Test im April

Toyota hingegen hat den GR010 Hybrid in der abgelaufenen Saison nur selten abseits der Rennen auf der Rennstrecke erprobt. "Es scheint, als wären wir von unserer Seite aus nicht mehr auf dem richtigen Level, denn wir haben seit April nicht mehr getestet, abgesehen von den offiziellen gemeinsamen Tests [in Le Mans und Bahrain]", erklärt Vasselon.

Zwar gibt der Technikchef zu, dass aktuell nur "subtile" Weiterentwicklungen des Toyota-Hypercar geplant seien und das Team "nicht so viel zu testen habe", allerdings sieht er seine Mannschaft durch das aktuelle Testreglement der WEC benachteiligt.

Während neue Hersteller wie in diesem Jahr Peugeot oder im nächsten Jahr Porsche und Ferrari in ihrer ersten Rennsaison unbegrenzt testen dürfen, ist Toyota als Bestandsteam auf 20 Tage pro Jahr limitiert.

Gleicht Erfahrung fehlende Tests aus?

Eine Regelung, die Vasselon auch mit Blick auf das Thema Kostenreduzierung grundsätzlich auch für sinnvoll erachtet. "Wenn das Reglement eine große Anzahl von Testtagen zulässt, dann braucht man natürlich ein Testteam", sagt er. "Das ist eine andere Ebene des Budgets. Im Moment arbeiten wir mit einem Rennteam und das war's. Wir tun das, was das Rennteam tun kann."

Teammanager Rob Leupen hingegen fürchtet die neuen Konkurrenten nicht. "Es ist gut, dass die anderen kommen. Es ist gut, dass der Wettbewerb immer stärker wird", wird Leupen von 'Sportscar365' zitiert. Den Nachteil der wenigeren Tests, so hofft Leupen, kann Toyota durch die Erfahrung mit dem GR010 Hybrid ausgleichen, der 2023 in seine dritte Saison geht.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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