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Toyota: TS050 Hybrid auf Nordschleife schneller als Porsche 919 Evo

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Toyota: TS050 Hybrid auf Nordschleife schneller als Porsche 919 Evo
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Co-Autor: Filip Cleeren
12.08.2019, 11:48

Toyota zeigt Interesse an einem Rekordversuch auf der Nürburgring-Nordschleife - Sind Porsches 5:19.546 Minuten in Gefahr? Doch wie realistisch ist der Plan?

Rob Leupen ist überzeugt davon, dass Toyota mit einer ungedrosselten Version des TS050 Hybrid die Nürburgring-Nordschleife schneller umrunden könnte als Porsche es mit dem 919 Evo getan hat.

"Ich würde das gerne machen", sagt der Geschäftsführer der Toyota Motorsport GmbH (TMG) gegenüber 'Motorsport.com'. "Und ich denke, dieses Auto wäre schneller als der Porsche."

Porsche hatte im Jahre 2018 nach dem Rückzug aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) eine Spezialversion des 919 Hybrid gebaut. Der 919 Evo verfügte unter anderem über mehr Leistung, mehr Abtrieb, weniger Gewicht und ein DRS. Mit dieser Zeit gelang es Timo Bernhard, im vergangenen Mai den 35 Jahre alten Rekord von Stefan Bellof zu knacken.

Ist dieser Rekord nun also in Gefahr? Unmittelbar nicht, wie Leupen festhält: "Man braucht das Budget und die Strategie, um so etwas zu tun. Und das haben wir momentan nicht."

Toyota ist nach wie vor in der WEC engagiert und baut neben den Einsätzen des TS050 Hybrid noch das Hypercar für die Saison 2020/21 auf, wenn das LMP1-Nachfolgereglement "Hyper Sport" greift. Da bleibt für die Nordschleife vorerst keine Zeit.

Fällt der Le-Mans-Rekord?

Allerdings steht ein anderer Rekord im Visier: Nachdem die 24 Stunden von Le Mans 2020 zum allerletzten Mal mit den 1.000 PS starken LMP1-Boliden sein werden, wird Toyota auf dem Circuit de la Sarthe noch einmal voll attackieren. Zu verlieren gibt es ja nichts mehr.

"Wir werden dieses Jahr vielleicht in die 3:13er- oder sogar 3:12er-Regionen vorstoßen", prognostiziert Leupen. Die derzeitige Rekordrunde befindet sich schon in Toyota-Hand: Kamui Kobayashi fuhr 2017 eine Zeit von 3:14.791 Minuten.

Die neuen Hypercars werden deutlich langsamer werden. Der ACO hat eine Rundenzeit von 3:30 Minuten als Ziel ausgegeben.

"Die neuen Autos sind weniger komplex, aber wir mussten die Kosten reduzieren", sagt der Niederländer. "Dieses Jahr markiert das Ende einer wundervollen Ära, in der wir Zeuge der schnellsten und effizientesten Autos aller Zeiten in Le Mans geworden sind. Das gilt auch für Porsche und Audi."

"Ich freue mich, dass Aston Martin einsteigen wird, und hoffe, dass Porsche zurückkommt. McLaren zeigt ebenfalls Interesse. Die Autos werden langsamer sein und anders aussehen. Daran müssen wir uns gewöhnen, aber es wird großartig werden. Ich denke, dass wir eine tolle Show auf Strecken mit Charakter generieren können."

Mit Bildmaterial von Toyota Racing.

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Rennserie 24h Le Mans , WEC
Teams Toyota Gazoo Racing WEC
Urheber Heiko Stritzke