WEC 2022 mit weiterem "grandfathered" LMP1? Dragonspeed erwägt Rückkehr!

Neben dem Alpine könnte in der WEC 2022 noch ein weiterer "grandfathered" LMP1 an den Start gehen: Dragonspeed denkt über Aufstieg in die Hypercar-Klasse nach!

WEC 2022 mit weiterem "grandfathered" LMP1? Dragonspeed erwägt Rückkehr!

Erhält Alpine im kommenden Jahr in der Königsklasse der FIA-Langstrecken-WM einen neuen Mitstreiter? Laut 'Sportscar365' erwägt das Dragonspeed-Team für 2022 eine Rückkehr in die Hypercar-Klasse, und zwar mit seinem "grandfathered" LMP1, dem BR1-Gibson!

Die US-amerikanische Mannschaft rund um Teamchef Elton Julian bestritt mit dem Fahrzeug die "Super-Season" 2018/19 der WEC und nahm dort an sieben der acht Saisonläufen teil. Nach diesem einen Jahr in der LMP1-Klasse wandte man sich dem LMP2-Sport in WEC, ELMS und IMSA zu. Den LMP1 von BR Engineering behielt man allerdings.

Julian erklärt, was es für eine Dragonspeed-Rückkehr in die Königsklasse braucht: "Wenn man Glickenhaus und Alpine fragt, und nach dem, was wir in der Vergangenheit erlebt haben, dann verlangen die Leute, die dafür bezahlen wollen, bestimmte Rahmenbedingungen, um wirklich eine Siegchance zu haben."

Die Rahmenbedingungen haben FIA und ACO zumindest auf dem Papier geschaffen. Die "grandfathered" LMP1 dürfen nach einem Beschluss des Motorsport-Weltrats auch in der WEC-Saison 2022 zum Einsatz kommen. Zudem sollen die Altwagen in Sachen Pace auf einem Level mit den Hypercars von Toyota, Peugeot und Glickenhaus agieren.

Dragonspeed: BR1 wohl acht Sekunden schneller als LMHs

Kein Problem laut Julian: "Unser Auto ist wahrscheinlich acht Sekunden pro Runde schneller als das, was im Moment auf der Strecke ist. In der Vergangenheit sagten sie: 'Ihr könnt uns nicht einholen'. Das konnten wir auch nicht. Jetzt sind wir schneller als die LMH-Autos, aber haben immer noch keine Garantie, dass wir eine Chance haben, mitzuhalten."

In diesem Jahr befand sich sich der Alpine immer wieder in Schlagdistanz zu den brandneuen Hypercars von Toyota und startete bei den 8h Portimao sogar von der Pole. Doch in den Rennen erwies sich immer wieder der Stint-Nachteil aufgrund des kleinen Tanks als unüberwindbare Hürde für die französische Truppe.

Das war in dem einen LMP1-Jahr von Dragonspeed anders. Dort quetschte man alles aus dem BR1-Gibson raus, hatte aber trotzdem keine Chance auf vordere Plätze. Toyota und auch die Privatier-Konkurrenz von Rebellion Racing und SMP Racing war einfach stärker.

Henrik Hedman, Ben Hanley, Pietro Fittipaldi

Der Dragonspeed-LMP1 hatte gegen Toyota, Rebellion und SMP das Nachsehen

Foto: LAT

"Das Problem mit dem Auto war, dass wir in Le Mans 3:18er-Zeiten gefahren sind. In Sebring fuhren wir eine 1:42.8, womit wir den Streckenrekord brachen. Nur, damit Toyota in dieser Nacht noch einmal schneller war als wir und ihn zurückholte. Das Auto war am Limit. Wir haben versucht, mit einem zu billigen Auto zu schnell zu fahren", erinnert sich Julian.

LMP1-BoP ein Ärgernis für Dragonspeed-Teamchef

Außerdem war die BoP in der LMP1-Klasse für Julian nicht zufriedenstellend. Sie sei "nicht annähernd ausreichend gewesen", außerdem sei die Formel beim zweiten Rennen [das waren damals die 24h Le Mans 2018; Anm. d. Red.] geändert worden. Deshalb habe das Dragonspeed-Team ab da nicht mehr viel in den LMP1-Einsatz investiert.

Unter den aktuellen Rahmenbedingungen aber würde man "vom Auto verlangen, dass es komfortabel innerhalb seiner Limits fährt. Es muss nicht seine Höchstleistung erbringen", so Julian. Bezogen auf das Kräfteverhältnis fordert er aber zumindest: "Niemand will in einem 6h-Rennen zwei Runden Rückstand haben."

Dragonspeed ist der nächste an der LMH-Klasse interessierte Privatier. In diesem Jahr setzte Glickenhaus bei ausgewählten Rennen sein Hypercar ein, während Alpine mit einem "grandfathered" LMP1 die komplette Saison bestritt. Hypercar-Pläne gibt es auch immer noch bei ByKolles, wo im Herbst das Rollout erfolgen soll.

Mit Bildmaterial von LAT.

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