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WEC-Hypercars 2021: Simulatortest offenbart Schwierigkeiten

Der Toyota GR010 Hybrid bekommt noch vor dem Saisonauftakt zur Langstrecken-Weltmeisterschaft Zusatzgewicht - Glickenhaus und Alpine hadern mit Reifen

WEC-Hypercars 2021: Simulatortest offenbart Schwierigkeiten

Einen Monat vor dem Start in die neue Hypercar-Ära werden in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) die letzten Weichen für die Saison 2021 gestellt. In einem Simulatortest wurden der Toyota GR010 Hybrid, der Glickenhaus 007 LMH und der Alpine A480 ein erstes Mal miteinander verglichen. Doch die Resultate offenbaren Probleme.

Als direktes Resultat darf Toyota erst einmal zehn Kilogramm Gewicht zuladen. Der GR010 Hybrid wird damit ein Basisgewicht von 1.050 Kilogramm aufweisen. Wie die endgültige Einstufung des Alpine aussehen wird, ist noch unklar. Der Grandfathered-LMP1 muss gegenüber seinem seiner ursprünglichen Inkarnation als Rebellion R13 um fast zehn Sekunden in Le Mans langsamer gemacht werden.

'Daily Sportscar' zufolge beschäftigt nach dem Sim-Test ein ganz anderes Thema die Gemüter hinter den Kulissen: Die Michelin-Einheitsreifen passen momentan nur auf den allradgetriebenen Toyota. Glickenhaus und Alpine, bei denen der Antrieb ausschließlich über die Hinterachse erfolgt, schauen momentan in die Röhre.

Alpine A480 für die WEC 2021

Der Alpine A480 braucht andere Reifen von Michelin

Foto: Alpine

Es ist ein bekanntes Phänomen aus der LMP1-Zeit: In der Saison 2018/19 hatten die privaten LMP1-Teams Rebellion, ByKolles, SMP und DragonSpeed große Probleme, die Vorderreifen ins Arbeitsfenster zu bekommen, weil diese auf Allradantrieb ausgelegt und viel zu "stark" waren. Kurioserweise blockierte SMP Racing die Einführung eines Alternativprodukts, als es zur Verfügung stand.

In diesem Fall geht es eher um die Haltbarkeit der Hinterreifen: Der Toyota soll bei den Simulatorfahrten in der Lage gewesen sein, Doppelstints auf den Reifen zu fahren. Das scheint bei Glickenhaus und Alpine nicht so einfach möglich gewesen zu sein. Deshalb arbeitet Michelin nun mit Hochdruck an Reifen für die Boliden mit Heckantrieb.

Eine weitere Frage ist der Abstand der Hypercars zu den LMP2-Boliden. Hier gibt es noch keine eindeutige Antwort, weil die eingebremste Generation LMP2 mit den neuen Goodyear-Einheitsreifen überhaupt erst vor kurzer Zeit bei einem Test in Barcelona ihren Rollout hatte. Die Rennen der asiatischen Le-Mans-Serie im Februar wurden noch mit Micheln-Reifen bestritten.

Mit Bildmaterial von Toyota.

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Rennserie 24h Le Mans , WEC
Urheber Heiko Stritzke