Bol d'Or 2017 - Lucy Glöckner: "Das muss ich mir noch mal ansehen!"

Sie war und ist DAS Gesprächsthema nach dem Bol d'Or 2017, den 24 Stunden von Le Castellet: Lucy Glöckner hat mehr als eine Visitenkarte hinterlassen.

Zusammen mit dem Team Völpker NRT48 Schubert-Motors by ERC von Ingo Nowacyzk hat Lucy Glöckner am Wochenende ihr erstes 24-Stunden-Rennen zu Ende gefahren – und damit einen perfekten Einstand der Mannschaft in der EWC-Klasse gefeiert.

Erstmals ging sie mit Stefan Kerschbaumer und Jan Bühn in der "großen" Superbike-Klasse an den Start, in welche die Mannschaft für die neue Saison gewechselt ist.

Und das Team schlug ein wie eine Bombe. Kurz vor Schluss lag die Mannschaft aus Oschersleben auf Podiums-Kurs, Glöckner fuhr den Schluss-Stint.

Die Entscheidung um Platz drei fiel erst auf den letzten beiden Runden. Glöckner kämpfte auf der Strecke mit der #111 Honda Endurance Racing Mannschaft, in der Sebastien Gimbert den Schluss-Turn fuhr.

Als der Franzose an der Deutschen vorbei ging, zog Glöckner noch einmal an und ging auf der Mistral-Geraden aus dem Windschatten heraus vorbei. Selbst die Führenden – und späteren Sieger – von GMT94 ließ man alt aussehen und stehen.

"Nichtsdestotrotz können wir stolz sein, weil es eine richtig geile Teamleistung war." - Lucy Glöckner

Gimbert aber Schlug zurück. Eine Vorentscheidung fiel Ende der vorletzten Runde, als das Kampf-Duo auf eine Gruppe von mehreren zu Überrundenden auflief.

"Es war auf jeden Fall aufregend, es war ein langes Rennen", sagte Lucy Glöckner nach dem Rennen im Gespräch mit Motorsport.com. "Ich muss dazusagen, dass ich zum Schluss noch relativ fit war, das hat man auch in den Zeiten gesehen.

"Ich habe versucht nochmal alles zu geben, auch das hat man gesehen. Die Überrundungen haben mich etwas genervt, ich denke da haben wir das Podium verloren." Ausgerechnet das "Girls Racing Team" fuhr der Rennamazone vor das Vorderrad.

Im Ziel trennte die Schubert-Mannschaft nur 0,989 Sekunden von Rang drei auf dem Podest. Ein Hauch von Garnichts nach 24 Stunden und 673 Runden.

"Nichtsdestotrotz können wir stolz sein, weil es eine richtig geile Teamleistung war, wir haben so gut wie keine Fehler gemacht und uns von hinten so gut es ging wieder nach vorn gearbeitet."

Was sie selbst zur Schlussphase sagt? "Ja, das muss ich mir Zuhause mal anschauen auf jeden Fall, ich habe alles gegeben."

Einen Kommentar schreiben
Kommentare anzeigen
Über diesen Artikel
Rennserien FIM Endurance
Veranstaltung Bol d'Or
Rennstrecke Circuit Paul Ricard
Fahrer Stefan Kerschbaumer , Jan Bühn , Lucy Glöckner
Artikelsorte News
Tags 24 stunden, bol d’or, fim endurance, langstrecke, langstrecken-weltmeisterschaft, le castellet