FIM Endurance 2017/2018: Die wichtigsten Fragen & Antworten vor dem Bol d'Or

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FIM Endurance 2017/2018: Die wichtigsten Fragen & Antworten vor dem Bol d'Or
Toni Börner
Autor: Toni Börner
11.09.2017, 19:35

Kommende Woche startet die FIM Endurance Weltmeisterschaft beim Bol d'Or in Le Castellet, Frankreich, mit dem 24-Stunden-Klassiker in die neue Saison 2017/2018. Motorsport.com beantwortet die wichtigsten Fragen vor dem Saisonauftakt.

Alles auf Anfang: Von Samstag, 16. September, zu Sonntag, 17. September 2017, startet die FIM Endurance Langstrecken-Weltmeisterschaft in die neue Saison 2017/2018. Der Saisonauftakt findet im südfranzösischen Le Castellet mit dem 24-Stunden-Klassiker des Bol d'Or statt.

Neues, jahresübergreifendes Format scheint angekommen

#1 Suzuki Endurance Racing Team SERT: Vincent Philippe, Etienne Masson, Sodo Hamahara
Das Suzuki Endurance Racing Team SERT setzt ab dem Bol d'Or auf die neue GSX-R1000.

Foto Toni Börner

Neue Saison, neues Glück. Im Gegensatz zum letzten Jahr, wo erstmals das jahresübergreifende Saisonformat mit dem Auftakt 2016 und dem Finale dieses Jahr bei den 8 Stunden von Suzuka eingeführt wurde, gibt es nun beim Bol d'Or tatsächlich viele Änderungen im Gegensatz zum letzten WM-Lauf in Japan.

Bei den 15-fachen Weltmeistern des Suzuki Endurance Racing Team "SERT" zum Beispiel, wird mit Vincent Philippe und Etienne Masson mit zwei Stammpiloten weitergefahren, Gregg Black kommt neu ins Trio. Neu auch: Die Mannschaft setzt ab dem Bol die neue Suzuki GSX-R des Jahrgangs 2017 ein.

Auch neu besetzt ist das Honda Endurance Racing Team #111. Die Mannschaft von Johnny Twelvetrees hat nur Sebastien Gimbert als Piloten behalten, neu dazu kommt Gregory Leblanc, der schon einige Endurance-Erfahrung – und 24h-Siege – auf dem Konto hat. Leblanc war eine logische Entscheidung, fuhr er doch im vergangenen Jahr bei April Moto Motors Events schon die neue Fireblade. Der dritte Mann im Bunde kommt aus MotoGP und Moto2 und aus Kolumbien und heißt Yonny Hernandez.

#8 Team Bolliger Switzerland, Kawasaki ZX 10R: Horst Saiger, Roman Stamm, Michaël Savary
Horst Saiger wird erst nächstes Jahr im April in Le Mans wieder ins Geschehen eingreifen.

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Auch das Bolliger Team Switzerland musste umstellen. Veteran Horst Saiger brauchte einen Tapetenwechsel und wollte vor allem hinsichtlich seiner Road-Racing-Aktivitäten zu einer anderen Marke wechseln. Saiger wird er im April in Le Mans wieder dabei sein, dann in BMW-Diensten.

Für das Team von Hanspeter "Hämpu" und Kevin Bolliger wird Roman Stamm die einzige Konstante bleiben. Neu dabei: David Perret und Robin Mulhauser.

Voller Angriff aus Oschersleben: Klassenwechsel und siegreicher Teammanager

Das Völpker-NRT48 Schubert Team von Ingo Nowaczyk bleibt grundsätzlich bestehen: Weiterhin vertraut man auf die Dienste der BMW S 1000 RR und als Fahrer kommen Stefan Kerschbaumer, Jan Bühn und Racing-Lady Lucy Glöckner zum Einsatz.

Allerdings: Die Mannschaft steigt nun in die Top-Klasse der EWC-Superbikes auf und hatte daher seit der letzten Rennteilnahme im Juni am Slovakiaring – wo man die Superstock-Klasse gewann – einiges zu tun. Teamchef Nowaczyk reiste sogar nach Suzuka, um sich dort als Helfer in einem EWC-Team alles genauer anzuschauen. "Ich saß noch nie so lange in einem Flugzeug und habe noch nie Europa verlassen", hatte Nowacyk damals im Gespräch mit Motosport.com gegrinst.

Neu in dieser Mannschaft auch: Um die Rennabläufe wird sich als Teammanager Max Neukirchner kümmern. Der Sachse ist nach wie vor der einzige Deutsche, der Superbike-WM-Läufe gewinnen konnte. Auch ist er der einzige Deutsche, der bei einem 24-Stunden-Rennen siegreich hervorgehen konnte: Im Jahr 2007 gewann er zusammen mit William Costes und Guillaume Dietrich auf der zweiten SERT-Suzuki.

Alles auf Sieg

#11, Team SRC Kawasaki, Kawasaki: Gregory Leblanc, Randy de Puniet, Fabien Foret
Beim 24er in Frankreich natürlich wieder dabei: SRC Kawasaki.

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Bei den 24ern ist natürlich auch wieder Show-Time für SRC Kawasaki. Die 24h-Seriensieger werden mit Mathieu Gines, Randy de Puniet und Fabien Foret an den Start gehen. Bei BMW versucht das Team Tecmas mit Kenny Foray, Julien da Costa und Camile Hedelin versuchen, das Treppchen zu erreichen.

Doch es findet sich eine weitere BMW im Feld, die scheinbar nur für den Bol d'Or eingesetzt werden soll. Unter dem Namen "Wepol BMW Motorrad by penz13.com" und mit der Startnummer 13 hat Teamchef Rico Penzkofer gemeldet. Als Fahrer sind Markus Reiterberger, Alessando Polita und Danny Webb genannt.

Ein letztes Mal Supertwin

Die für 2016/2017 neu geschaffene Klasse Supertwin wird per Jahresende eingestellt, doch beim Bol d'Or wagen noch mal zwei Teams auf Ducati den Angriff – darunter eines aus Deutschland. Dennis Hertrampf geht mit der "Hertrampf Racing GmbH" und den Piloten Oliver Skach, Dominic Vincon und Marco Nekvasil auf 1299S Panigale ins Rennen.

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