Langstrecken-WM in Estoril: Die Favoriten patzen, Honda holt den Sieg

Das F.C.C.-TSR-Honda-Team setzt sich bei den 12 Stunden von Estoril durch - Stürze bei YART und SERT - BMW erkämpft sich nach Rückschlag noch einen Podestplatz

Langstrecken-WM in Estoril: Die Favoriten patzen, Honda holt den Sieg

Am vergangenen Wochenende gastierte die Langstrecken-Weltmeisterschaft für das zweite Rennen der Saison im portugiesischen Estoril. Die Yamaha-Werksmannschaft von YART (Karel Hanika, Marvin Fritz, Niccolo Canepa) ging als Favorit von der Poleposition ins Rennen, machte aber wie die anderen Spitzenteams Fehler. Der Sieg ging an das F.C.C.-TSR-Honda-Team mit Josh Hook, Mike di Meglio und Yuki Takahashi.

Bis kurz vor Rennende sah es danach aus, als ob der Sieg an Kawasaki geht. Die Mannschaft von SRC (Jeremy Guarnoni, Erwan Nigon, David Checa) führte das Rennen mit einem beruhigenden Vorsprung an. Doch ein leerer Tank verhinderte den Sieg in Estoril. Am Ende rettete die französische Kawasaki-Mannschaft noch Platz zwei.

Und auch für BMW liefen die 12 Stunden von Estoril nicht reibungslos. Zwischenzeitlich lag die Mannschaft von Werner Daemen in Führung. Ex-WSBK-Pilot Xavi Fores fuhr von Startplatz zwei einen starken Auftakt. Markus Reiterberger lieferte ebenfalls eine tolle Leistung ab.

BMW und Markus Reiterberger kratzen am zweiten Platz

Ein Sturz von Kenny Foray nach knapp zweieinhalb Stunden kostete die BMW-Werksmannschaft wertvolle Zeit. Die lädierte M1000RR wurde an der Box binnen weniger Minuten wieder startklar gemacht. Die Aufholjagd von Position 20 aus endete auf der dritten Position.

Markus Reiterberger

Markus Reiterberger fuhr in Estoril konstant starke Rundenzeiten

Foto: BMW

Markus Reiterberger ging am Ende des Rennens die Zeit aus, um Platz zwei zu holen. "Ich habe richtig gepusht, und hätte das Rennen eine Runde länger gedauert, wäre auch noch Platz zwei drin gewesen. Aber wir haben es auf das Podium geschafft, das ist das Wichtigste", kommentiert Reiterberger.

Florian Alt verpasst das Podium knapb

Auf Position vier kam das VRD-Yamaha-Team von Florian Alt, Florian Marino und Nico Terol ins Ziel. Platz fünf ging an das Moto-Ain-Yamaha-Team mit Randy de Puniet, Robin Mulhauser und Roberto Rolfo.

Die YART-Mannschaft schaffte es nach einem Sturz zur Rennhalbzeit noch in die Top 10. Niccolo Canepa machte in Führung liegend einen Fehler und entschuldigte sich daraufhin bei seinen Teamkollegen.

Sylvain Guintoli

Nur P17 in Estoril: Ein Sturz von Sylvain Guintoli warf SERT zurück

Foto: Suzuki

Und auch das SERT-Suzuki-Team (Sylvain Guintoli, Gregg Black, Xavier Simeon) wurde durch einen Sturz zurückgeworfen. MotoGP-Testpilot Sylvain Guintoli machte nach etwa drei Stunden einen Fehler. Die Mannschaft beendete das Rennen auf der 17. Position und verlor dadurch die Führung in der WM-Wertung, die jetzt von SRC-Kawasaki angeführt wird.

Die Saison wird Mitte September mit dem Bol D'Or in Frankreich fortgesetzt, bevor es im November zum Saisonfinale nach Suzuka geht.

Mit Bildmaterial von HRC.

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