Lukas Trautmann: Hätte nicht gedacht, dass 24 Stunden so lang sein können

Der Österreicher Lukas Trautmann fuhr in Le Mans sein erstes Langstrecken-WM-Rennen – und stand sofort mit dem Team 3ART Yam’Avenue auf dem obersten Treppchen des 24 Stunden-Klassikers.

Trautmann gab im Team mit den Franzosen Louis Bulle und Alex Plancassagne auf einer Yamaha R1M sein Debüt in der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Nach einer schwierigen Startphase erkämpfte sich die Mannschaft schließlich den Sieg in der Superstock-Klasse.

So ist's gelaufen: Die 24 Stunden von Le Mans in der Chronologie

Für Trautmann, der letztes Jahr auf Yamaha in der IDM Superstock unterwegs war und ein Jahr zuvor den Yamaha R6 Dunlop Cup dominiert hatte, war es der erste Einsatz auf einem 24-Stunden-Rennen – und zwar ein erfolgreicher.

Ich hätte mir aber auch nie vorstellen können, dass 24 Stunden so lang sein können.

„Es war mein erste Mal bei einem Endurance-Rennen in Le Mans“, sagte Trautmann Motorsport.com. „Es war richtig, richtig cool. Ich hätte mir aber auch nie vorstellen können, dass 24 Stunden so lang sein können.“

Bilder & Videos: Die Highlights jeder Stunde des Langstrecken-Klassikers

Trautmann gewann 2014 den Yamaha-Cup mit acht von acht möglichen Siegen. Auch im Red Bull Rookies Cup im Grand Prix ist er unterwegs und erfolgreich gewesen. Nun kam der erste Endurance-Einsatz.

„Das ist echt ein riesen Unterschied zu den Sprintrennen“, verriet er uns die Tücken der Langstrecke. „Man muss Konstanz zeigen, aber trotzdem doch irgendwie schnell sein, darf dabei aber auch kein falsches Risiko eingehen, gerade mit den vielen Leuten auf der Strecke.“

 

„Es hat mega, mega, mega, mega, mega viel Spaß gemacht und ich würde das als eventuelle Option für die weitere Zukunft sehen. Mal schauen, wo die Zukunft hingeht.“

Besonders fasziniert zeigte sich der Österreicher von den Abläufen in der Box. Die Superbike-Teams wechseln Reifen und tanken in unter 15 Sekunden. In der Superstock-Klasse dauert dies etwas länger, trotzdem muss jeder Handgriff sitzen.

„Das Boxenstopp-Prozedere ist immer wieder ein Adrenalin-Kick und wenn man dann früh Morgens todmüde auf das Bike steigt und alles nur an einem vorbei zieht, muss man trotzdem voll da sein“, grinst er.

„Es ist eine Mega-Challenge für das Material, den Körper und das ganze Team. Es ist absolut mega, was die Jungs auf die Beine stellen.“

Der nächste Lauf der FIM Endurance World Championship werden die zwölf Stunden von Portimão Anfang Juli. Ob Trautmann wieder am Start sein wird, ist offen. In Le Mans hat er auf jeden Fall aber eine gute Visitenkarte verteilt.

Alle Fotos von den 24 Stunden von Le Mans

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Rennserien FIM Endurance , Motorrad
Artikelsorte News
Tags AJFFC, fim endurance world championship, langstrecke, le mans