Ausfall in Austin: Defekt zwingt Marcel Schrötter an die Box

Marcel Schrötter kann auf dem Circuit of The Americas nicht an seine Leistung von 2019 anknüpfen - Die Elektronik sorgt schließlich für den Ausfall

Ausfall in Austin: Defekt zwingt Marcel Schrötter an die Box

"Für Marcel war es ein überraschend schwieriges Wochenende", sagt IntactGP-Teamchef Jürgen Lingg. "Nachdem er vor zwei Jahren hier einen so tollen Erfolg gefeiert hat, sind wir dementsprechend mit hohen Erwartungen hierher gekommen."

Im Frühling 2019 dominierte das deutsche IntactGP-Team auf dem Circuit of The Americas in den USA. Im Qualifying hatte sich damals Marcel Schrötter die Poleposition gesichert. Im Rennen sorgten Tom Lüthi und Schrötter für einen Doppelsieg.

"Wir haben natürlich nicht das Gleiche erwartet, aber wir haben schon gedacht, dass wir ein gutes Ergebnis einfahren können", sagt Lingg. Schrötter verpasste im Qualifying den Q2-Einzug und hatte von Startplatz 19 eine schwierige Aufgabe vor sich.

"Leider hat Marcel vom FT1 an nicht die Pace gefunden. Die Strecke hat sich in den zwei Jahren auch erheblich verändert, ist welliger geworden, aber das ist letztlich für alle gleich. Wir brauchen da nicht lange philosophieren, stattdessen müssen wir es schnell abhaken und nach vorne schauen."

Nach guter Anfangsphase wurde es schwierig

Denn das Rennen konnte Schrötter nicht beenden, nachdem der Deutsche eine gute Aufholjagd zeigen konnte. Nach acht von 18 Runden hatte sich Schrötter auf Platz elf nach vorne gearbeitet. Aber dann ging es rückwärts, bis er schließlich an die Box fuhr und aufgeben musste.

"Mein Rennen war bis zum Ausfall ganz okay", berichtet der 28-Jährige. "Ich bin am Start gut weggekommen und habe versucht tierisch reinzuhalten, obwohl es in jeder Kurve sehr eng war. Aber meine erste Runde war wirklich gut, mit ein paar starken Überholmanövern."

Marcel Schrötter wird von Servus-TV-Experte Alex Hofmann interviewt.

Marcel Schrötter wird von Servus-TV-Experte Alex Hofmann interviewt

Foto: IntactGP

"Die Steigerung vom Warm-up zum Rennen, in dem wir um eine mögliche Top-10-Platzierung gekämpft haben, war schön zu sehen. Allerdings hat der Grip stark nachgelassen, was mich in echte Schwierigkeiten gebracht hat. Daher war es nicht einfach, den Speed der anderen mitzugehen."

"Also habe ich mir überlegt, andere Möglichkeiten zu finden, wie ich trotzdem schnell fahren und mit den Grip-Problemen umgehen kann. Ich wollte mir ein paar Reserven für die letzten vier, fünf Runden sparen, da mir klar war, dass zum Schluss alle Probleme bekommen werden."

"Aber leider ist es dazu nicht mehr gekommen, da plötzlich ein Problem mit der Elektronik auftauchte. So etwas kann passieren. In all meinen Intact-Jahren ist so ein Defekt noch nie aufgetreten. Es wären mit Sicherheit ein paar Punkte möglich gewesen."

Ein gutes Rennen fuhr sein Teamkollege Tony Arbolino, der Platz sechs eroberte.

Mit Bildmaterial von IntactGP.

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