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CFMoto steigt bei Kalex ein: Was hinter der neuen Partnerschaft steckt

CFMoto sichert sich die Mehrheit an Kalex - Die Zusammenarbeit soll vor allem Know-how für Serienmotorräder bringen - Die Moto2 bleibt die Hauptaufgabe

CFMoto steigt bei Kalex ein: Was hinter der neuen Partnerschaft steckt

CFMoto hat 51 Prozent der Firmenanteile von Kalex übernommen

Foto: Gold Gold

Kalex und CFMoto haben eine langfristige Zusammenarbeit beschlossen. Der chinesische Motorradhersteller hat 51 Prozent der deutschen Firma, die ihren Sitz in Bobingen hat, übernommen. Das erfolgreiche Moto2-Projekt von Kalex wird unverändert fortgeführt.

Der Einstieg ergab sich aus Gesprächen im MotoGP-Fahrerlager. CFMoto fragte bei Kalex an, ob man Know-how im Bereich Lightweight Engineering sowie die Erfahrungen aus dem Rennsport nutzen könnte, um die Serienmodelle sportlicher auszulegen.

″Genau, das ist meine Aufgabe″, bestätigt Kalex-Mitbegründer Alex Baumgärtel im Gespräch mit Motorsport-Total.com. ″Die Hauptaufgabe ist, die Moto2 so weiterzuführen, wie wir es die letzten 16 Jahre gemacht haben und weiterhin für Erfolg zu sorgen.″

″Dazu versuchen wir, unser Know-how und unsere Erfahrung einzubringen, um die Motorräder in der Grundauslegung sportlicher zu machen und unser Know-how, was Steifigkeiten und so weiter angeht, einzubringen.″

Mit der Übernahme von 51 Prozent der Firmenanteile sichert Kalex auch die langfristige Zukunft des kleinen Unternehmens ab. Derzeit arbeiten nur achteinhalb Mitarbeiter, wie Baumgärtel aufzählt, für den 13-maligen Gewinner der Moto2-Konstrukteursweltmeisterschaft.

″Genau, das ist natürlich ein schöner Teil bei der Geschichte, um auch selbst ein gewisses Erbe hinterlassen zu können″, erläutert Baumgärtel. ″Wir haben keine Familie in dem Sinne, die da dann noch einsteigen könnte oder so. Das hat sich eigentlich zu einem guten Timing ergeben.″

Formal ist zwischen Kalex und CFMoto bereits alles abgeschlossen. Schon im Dezember 2025 wurde rechtlich alles geregelt. Kurzfristig ist nicht geplant, den Betrieb in Bobingen zu vergrößern und mehr Personal einzustellen.

In der Vergangenheit hat Kalex unter anderem Schwingen für das MotoGP-Projekt von KTM entwickelt, aber auch Chassis und Schwingen für Honda sowie Schwingen für BMW für die Superbike-WM.

Trotz des Einstiegs von CFMoto wären in Zukunft solche Auftragsarbeiten von anderen Herstellern nicht ausgeschlossen. ″Das kann weiterhin möglich sein″, so Baumgärtel, ″nur im Moment sind wir gut ausgelastet mit dem, was wir haben.″

Kalex rüstet in der Moto2-Saison 2026 zehn Teams zu je zwei Fahrern aus. Triumph wird den Dreizylinder für nächstes Jahr in Details überarbeiten, darunter die Befestigungspunkte und die Airbox. Darauf muss der Chassishersteller reagieren und Anpassungen vornehmen.

CFMoto ist in der Moto2 seit der Saison 2024 Partner des Aspar-Teams von Jorge Martinez. Spekulationen, dass Kalex durch den neuen Deal mit der chinesischen Marke bevorzugt werden könnte, erteilt Baumgärtel eine klare Absage.

″Das kann ich ausschließen, absolut. Aspar haben wir schon lange als Kunden, schon lange eine Zusammenarbeit. Das war auch schon vor CFMoto so und ich glaube, da haben wir in den letzten Jahren doch gezeigt, dass wir alle fair behandeln und dass wir Sportsleute sind.″

″Es ist die Vorgabe, das Vertrauen in uns hochzuhalten und die Teams weiterhin so zu versorgen, mit der gleichen Fairness, wie es bis dato gelaufen ist. Wie gesagt, die Moto2 ist die Hauptaufgabe und daneben versuchen wir, unser Know-how einzubringen, um ihre Motorräder sportlicher zu machen.″

CFMoto ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen. 2025 verkaufte die chinesische Marke weltweit über 250.000 Motorräder.

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