Lüthi erklärt Trainingssturz in Katar: "Ich habe es übertrieben"

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Lüthi erklärt Trainingssturz in Katar:
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08.03.2019, 20:08

Für Moto2-Pilot Tom Lüthi endete der erste Trainingstag in Katar schmerzhaft: Der Schweizer stürzte mit seiner Kalex und fiel im Klassement zurück

Für Moto2-Rückkehrer Tom Lüthi endete der Trainingsfreitag in Katar anders als erhofft. Nachdem der Schweizer aus dem IntactGP-Team nach der ersten Session auf dem Losail International Circuit mit Platz vier und 0,342 Sekunden Rückstand noch in Schlagdistanz lag, musste er im zweiten Freien Training eine Schrecksekunde verkraften, die ihn um einiges zurückwarf.

In Kurve sieben ging Lüthi auf seiner Zeitenjagd mit der Kalex unsanft zu Boden, knallte hart auf die Schulter und hatte Glück, dass der nachfolgende Bo Bendsneyder (NTS) noch rechtzeitig ausweichen konnte. Zwar war der Schweizer in der Lage, aus eigener Kraft aufzustehen, konnte die Session jedoch nicht beenden und fiel auf Rang 13 zurück.

"Ich habe es übertrieben und ein klein wenig zu viel gezogen, weil ich das Motorrad etwas überfahren wollte", gesteht Lüthi den Sturz als eigenen Fehler ein. Kurz zuvor hatte er mit 1:59.211 Minuten noch eine persönliche Bestzeit aufgestellt, pushte dann aber in dem Vorhaben, sich noch einmal zu steigern, etwas zu viel. "Mir war bewusst, dass das viel Risiko ist", sagt er.

"Dann ist mir das Hinterrad weggerutscht und ich konnte es nicht mehr abfangen. Ich bin gestürzt, aber ich bin ok und ich weiß, was passiert ist und wo ich es morgen anpacken muss." Abgesehen davon, dass er unverletzt blieb, kann er dem Crash aber auch noch etwas Positives abgewinnen: "Jetzt weiß ich auch, wie es sich anfühlt, mit dem Motorrad zu stürzen."

Insgesamt resümiert der Kalex-Pilot den Freitag in Katar mit gemischten Gefühlen. "Heute Morgen waren die Bedingungen etwas schlechter. Es war sehr rutschig und ich habe versucht, die Reifen zu schonen, besonders den Vorderreifen. Erst im zweiten Outing habe ich einen neuen Reifen genutzt. Ich hatte außerdem einen schlechten Rhythmus durch andere Fahrer auf der Ideallinie."

Das sei generell ein Problem in der Moto2-Klasse, weiß Lüthi. "Ich denke, dass es da auch noch Klärungsbedarf gibt", so der Schweizer. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Situation insbesondere mit dem neuen Qualifying-Format, das von der MotoGP adaptiert wurde, weiter entwickelt. Nach jetzigem Stand wäre Lüthi jedenfalls direkt für das Q2 qualifiziert.

Mit Bildmaterial von IntactGP/F. Glänzel.

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Rennserie Moto2
Urheber Juliane Ziegengeist
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