Marcel Schrötter in Spielberg Zehnter: "Wollte einfach nicht vorwärtsgehen"

Der deutsche Moto2-Pilot Marcel Schrötter startet in beim Steiermark-GP von Platz zehn und kommt auch als Zehnter ins Ziel - Warum nicht mehr möglich war

Marcel Schrötter in Spielberg Zehnter: "Wollte einfach nicht vorwärtsgehen"

Für Marcel Schrötter aus dem deutschen Intact-GP-Team endete der Steiermark-Grand-Prix, das erste Rennen nach der Sommerpause, mit einem zehnten Platz. Der deutsche Moto2-Pilot verlor in den ersten Runden zwar Positionen, konnte sich dann aber in einer großen Kampfgruppe behaupten, um einen Top-10-Platz zu sichern.

"Es war ein typisches Spielberg-Rennen", sagt Schrötter in seiner Analyse. "Hier ist es oft so, dass es viel Hinterherfahren ist, weil die Zeiten so verdammt eng beisammen liegen. In dieser Hinsicht ist diese Strecke einmalig. Wenn man nicht direkt am Hinterrad des Vordermanns ist, dann tut man sich schwer, vorbeizukommen."

"Für mich war es mühsam, schneller zu fahren, um an den Leuten dran zu sein und zu attackieren. Es war nicht so, dass wir ein Problem gehabt hätten. Es war einfach so, dass ich die meiste Zeit damit zu tun hatte, sauber zu fahren", räumt er eine.

Schrötter konnte zum Rennende etwas zulegen

"An ein, zwei Stellen der Strecke musste ich auf der Bremse mehr riskieren, um wieder aufzuholen oder eine Lücke zu schließen. Über 25 Runden war das eine gewaltige Aufgabe und dabei darf es nicht verwunderlich sein, wenn sich der eine oder andere Fehler eingeschlichen hat. Es wollte einfach nicht vorwärtsgehen, auch wenn ich manchmal gefühlt schneller war als meine Vorderleute."

Zum Schluss sei er dann aber "einigermaßen dran" gewesen, sagt Schrötter. Er duellierte sich mit Xavi Vierge, die beide Sam Lowes ein- und später auch überholten. "Ich habe alles versucht, um gegen Rennende etwas gutzumachen", so der Deutsche.

"Dabei hat es ein wenig geholfen, dass ich meine Pace gegenüber den anderen minimal steigern konnte. Das ist sicher ein positiver Aspekt, wenngleich über die gesamte Distanz keine großen Schritte machbar waren. Hier ist es einfach extrem schwierig, wenn man einmal festhängt." Weiter nach vorn ging es deshalb nicht.

Top-5-Ergebnis als Ziel für die Weltmeisterschaft

"Das Rennen hat gezeigt, es gibt ein paar Punkte, wo wir besser werden müssen", hält der Intact-GP-Pilot selbstkritisch fest. "Mein Crewchief Michael hat auch schon ein, zwei Ideen, die wir dieses Jahr noch nie probiert haben und die vielleicht ganz interessante Ergebnisse bringen könnten. Daher ist es gut, dass wir nächstes Wochenende noch einmal hier sind. Ein zehnter Platz ist trotzdem ok."

In der Gesamtwertung liegt Schrötter nach dem zehnten Saisonrennen mit 72 Punkten auf Rang sieben. "Wir haben sogar auf den vierten Gesamtrang aufgeholt. Da tut es nichts zur Sache, dass wir in der Tabelle eine Position zurückgerutscht sind."

"Doch wie gesagt, bis zum vierten Platz ist alles knapp beisammen und noch vieles möglich. Das Saisonziel muss daher anders ausgelegt werden. Eine Endplatzierung unter den ersten Fünf ist nun anzustreben. Daher gilt es hart weiterzuarbeiten, sodass uns nächste Woche ein wichtiger Schritt in dieser Richtung gelingt."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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