Marcel Schrötter kollidiert mit Xavi Vierge: "Wollte unbedingt vorbei"

Marcel Schrötter legt sich in Misano 2 mit Xavi Vierge an und erobert den fünften Platz - Für den Neustart hatte der Deutsche keinen neuen Hinterreifen mehr

Marcel Schrötter kollidiert mit Xavi Vierge: "Wollte unbedingt vorbei"

Marcel Schrötter eroberte beim Grand Prix der Emilia Romagna den fünften Platz im Moto2-Rennen. Der Deutsche mischte vor allem nach der kurzen Regenunterbrechung im Spitzenfeld mit. Bei Halbzeit handelte sich Schrötter den Ärger seines ehemaligen Teamkollegen Xavi Vierge ein.

Zwischen den beiden kam es in Kurve 10 zu einer Kollision. Schrötter war innen, Vierge außen. Das schlechtere Ende hatte Vierge. Der Spanier stürzte und war ausgeschieden. Eine Strafe gegen Schrötter gab es nicht.

"Nach dem Neustart war es ein harter Kampf mit Xavi", berichtet Schrötter die Situation aus seiner Sicht. "Er war auf den Geraden unglaublich schnell und außerdem auf der Bremse sehr stark. Daher war es brutal schwierig für mich, an ihm vorbeizukommen."

"Ich habe es aber versucht und ich musste es auch versuchen, obwohl ich mich dabei bei einigen anderen Fahrern in leichte Schwierigkeiten gebracht habe. Aber ich wollte unbedingt an ihm vorbeikommen."

 

"Schade, dass ich es nicht früher geschafft habe Xavi zu überholen, sonst hätte ich meine Pace ein wenig besser kontrollieren und daher am Ende vielleicht sogar ein Wörtchen um das Podium mitreden können. Letztendlich müssen wir aber mit dem zufrieden sein, was wir erreicht haben."

"Ich denke, wir können dieses Mal von einem guten Sonntag reden. Das erste Rennen war bis zum Abbruch schon recht ordentlich. Leider hat uns die Unterbrechung nicht unbedingt in die Karten gespielt, da wir uns für den weichen Reifen entschieden haben."

"Wir waren uns ziemlich sicher, dass dieser bei uns über die Distanz gut funktioniert hätte. Vielleicht hätte ich damit in den letzten Runden ein paar leichtere Probleme bekommen, aber bis dorthin hätten wir sicher gut mithalten können."

Marcel Schrötter

In der Weltmeisterschaft ist der Deutsche auf dem zehnten Platz

Foto: IntactGP

"Für den Neustart hatten wir keinen neuen Reifen dieses Typs mehr zu Verfügung. Alle anderen Fahrer, die zunächst die härtere Option bevorzugt hatten, konnten für den Neustart einen neuen weichen Reifen reinstecken."

"An den Trainingstagen hat dieser für zehn Runden bei jedem Team gehalten. Unser Nachteil war, dass wir mit einem gebrauchten Reifen weiterfahren mussten, der schon neun Runden drauf hatte", sagt Schrötter. "Das hat sich dann prompt auch bemerkbar gemacht."

"Ein fünfter Platz ist immer etwas wert, schon wegen der ordentlichen Punkteanzahl. Wir haben einmal mehr gezeigt, dass wir es können. Wir müssen aber die kleinen Puzzleteile baldigst einmal alle richtig zusammensetzen."

In der Weltmeisterschaft hält Schrötter nach acht Rennen den zehnten Platz.

Mit Bildmaterial von IntactGP.

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