Marcel Schrötter zeigt starke Aufholjagd beim Heim-Grand-Prix

Mit Startplatz 17 waren die Voraussetzungen schlecht: Doch Marcel Schrötter kämpfte sich im Moto2-Rennen auf dem Sachsenring bis auf Platz sechs vor

Marcel Schrötter zeigt starke Aufholjagd beim Heim-Grand-Prix

Moto2-Pilot Marcel Schrötter zeigte bei seinem Heimrennen auf dem Sachsenring von Startplatz 17 eine starke Anfangsphase und kämpfte sich innerhalb von fünf Runden in die Top 10 vor. Dort rangierte der Deutsche lange Zeit auf Platz acht und rückte im letzten Renndrittel noch bis auf den sechsten Rang vor.

"Ich freue mich riesig. Ich denke, es war eine starke Leistung von mir. Der Sachsenring ist mit Sicherheit eine der schwierigsten Rennstrecken zum Überholen. Daher sahen die Aussichten nach Startplatz 17 eher düster aus", weiß der IntactGP-Pilot.

Schrötter fühlte sich auf dem Motorrad "super wohl"

"In der Moto2 ist es noch dazu von Haus aus ungleich schwieriger, schnell nach vorne zu kommen. Aber ich habe am Start und in der ersten Runde alles richtig gemacht. Darüber hinaus habe ich mich mit dem Motorrad super wohl gefühlt", sagt Schrötter und lobt sein Team: "Ich muss ehrlich sagen, dass es bis etwas mehr als Halbzeit das beste Motorrad war, was ich an diesem Wochenende gehabt habe."

"Auch wenn unsere Pace an den vergangenen Sonntagen meistens stark war, waren wir oft auf der Suche, vor allem was das Gefühl im Rennen angeht. Hier hat aber alles gepasst. Also danke Jungs für euren super Job", zeigt sich der Deutsche zufrieden.

"Schade war allerdings, dass ich im letzten Drittel mit mir selbst zu kämpfen hatte. Es war wirklich nicht einfach, jedes Mal die Lücke zum Vordermann zuzufahren. Und an dieser Stelle komme ich wieder auf den Sachsenring zurück, weil das Streckenlayout hier besonders anstrengend ist. Außerdem ist dieser Kurs extrem linkslastig."

Das machte bei Schrötter körperlich bemerkbar: "Schon ab Freitag hat mein Trizeps immer wieder leicht zugemacht. Im Rennen über 28 Runden wurde es zum Schluss hin immer schlimmer. In den letzten sechs, sieben Runden musste ich beim Anbremsen der Linkskurven höllisch aufpassen und sehr konzentriert sein."

Lowes am Ende noch vorbei: "Ich war geschlaucht"

Deshalb habe ihn Sam Lowes in der vorletzten Kurve noch schnappen können, erklärt der Deutsche. "Das ist der einzige Punkt, von dem ich enttäuscht bin, weil zwei Kurven vor dem Ziel noch überholt zu werden, immer scheiße ist. Aber ich muss eingestehen, dass ich zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich geschlaucht war und daher keine Chance mehr hatte, irgendwie dagegenzuhalten", gibt er zu.

Zudem wollte Schrötter keinen späten Sturz riskieren. "Wie man gesehen hat, sind einige Fahrer noch runtergefallen, weil sie wahrscheinlich nicht mehr top konzentriert oder schon müde waren", spricht er etwa die Stürze von Ai Ogura und Xavi Vierge an, die die Plätze fünf und sechs kurz vor Schluss noch wegschmissen.

"Diese Strecke und die Distanz über 28 Runden machen einfach müde. Zudem baut auch der Vorderreifen ab und wird mit jeder Runde schwieriger zu kontrollieren. Dieser sechste Platz war also das Maximum. Ich bin trotzdem sehr glücklich damit, weil es mehr als ein versöhnlicher Abschluss des Wochenendes ist."

"Wir müssen weiter an uns glauben und alles unternehmen, damit wir unsere Qualifying-Performance auf die Reihe bringen", blickt Schrötter voraus. "Rückblickend wäre hier ein Podium möglich gewesen. Wir müssen aber mit dem Erreichten zufrieden sein und hoffentlich konnte ich den deutschen Fans etwas Freude machen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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