Marcel Schrötter: Da geht noch mehr

Marcel Schrötter landete am Freitag nach drei Trainings der Moto2 auf dem vierten Platz. Kurz darauf verriet er Motorsport.com im Exklusiv-Gespräch, wie das Auftakt-Wochenende für ihn läuft.

Schon letztes Jahr hatte Marcel Schrötter immer wieder betont, dass er endlich auf ein konkurrenzfähiges Motorrad wechseln müsse. Im AGR Team hat er den Platz seines Landsmannes Jonas Folger eingenommen.

In Katar zeigte er am Freitag, dass diese Aussagen stimmen. Schrötter klassierte sich auf dem starken vierten Trainingsrang, in absoluter Schlagdistanz zur Spitze.

Im Gespräch mit Motorsport.com verriet der Bayer, wie sein Saisonstart bisher verläuft.

Celly, die ersten offiziellen Trainings der neuen Saison, für dich in einem neuen Team, sind vorbei. Es scheint ganz gut zu laufen?
„Ja, alle Tests sind relativ positiv gelaufen. Wir hatten immer ein bisschen Probleme, die eine schnelle Runde rauszupressen. Das war schwierig. Wir waren aber trotzdem immer konstant schnell, auch mit alten Reifen und auch dieses Wochenende wieder.“

Ich habe aber wirklich das Gefühl, dass wenn wir am Bike noch ein paar Dinge finden, wir um einiges besser werden können.

„Gestern waren wir am Ende auf Platz 14 und das schaut natürlich nicht gut aus. Trotzdem habe ich da schon gesagt, dass ich mich recht gut fühle und ich habe gewusst, dass wir eigentlich viel weiter vorn sind.“

„Das habe ich auch ein paar Leuten gesagt, deswegen ist es gut, dass das dann heute auch der Fall war.“

„Es funktioniert alles schon sehr gut, trotzdem bleiben uns noch ein paar Sachen, an denen wir weiterarbeiten müssen. Am Motorrad müssen wir noch etwas finden, aber auch versuche ständig mich anzupassen und beim Fahren Probleme zu beheben.“

„Ich habe aber wirklich das Gefühl, dass wenn wir am Bike noch ein paar Dinge finden, wir um einiges besser werden können.“

Wenn man dich auf der Strecke beobachtet hat, dann sah das ganze wild entschlossen aus. War es pushen am Limit oder hattest du einfach nur tierisch Spaß mit einem fetten Grinsen unter dem Helm?
„Wenn man solche Zeiten sieht, dann hat man automatisch ein kleines Lächeln. Ich muss aber sagen, dass ich die Zeiten relativ locker gefahren bin. Ich wollte sauber und ohne Fehler fahren.“

Das ist zwar nicht schön, aber mein Gott, im Moment stört mich das nicht. Solange ich schnell bin, ist das ja auch egal.

„Ich hatte jetzt auch neue Reifen drauf, sonst die hatten weit über 30 Runden drauf. Deswegen war es wichtig, die neuen Reifen zu nutzen und sauber zu fahren und dann kam die Zeit schon. Deswegen habe ich das Gefühl, dass ich noch mehr könnte.“

„Aber wir müssen auch am Motorrad noch etwas finden, denn ein paar Dinge finde ich noch nicht gut genug. Dann schauen wir mal, was wir morgen im Qualifying schaffen können.“

Willst du jetzt einen neuen Trend aufstellen, indem du in der Kurve das äußere Bein von der Raste nimmst?
„Nein, eigentlich ist das gar keine Absicht. Ich versuche dieses Jahr eine andere Fußrasten-Position, um mein Problem mit dem Arm-Pump besser zu beheben, damit ich weniger mit den Armen arbeiten muss.“

„In der Beschleunigungsphase und vielleicht auch durch die Sitzposition, weil die Rasten arg weit hinten sind, geht beim Anbremsen weniger Druck auf die Beine. Darum rutscht das äußere Bein immer runter. Das ist zwar nicht schön, aber mein Gott, im Moment stört mich das nicht. Solange ich schnell bin, ist das ja auch egal.“

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Über diesen Artikel
Rennserien Moto2
Veranstaltung Doha
Rennstrecke Losail International Circuit
Fahrer Marcel Schrötter
Teams AGR Team
Artikelsorte Interview
Tags auftakt, exklusiv, interview, katar, marcel schrötter, moto2