"Marcels Rennen war stark": Jürgen Lingg lobt Schrötter nach P6 in Le Mans

Zum vierten Mal hintereinander fährt Marcel Schrötter in die Top 6 - Der Deutsche schildert seine Aufholjagd in Frankreich und sieht sich auf dem richtigen Weg

"Marcels Rennen war stark": Jürgen Lingg lobt Schrötter nach P6 in Le Mans
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Marcel Schrötter setzte beim Grand Prix von Frankreich seine Serie von Top-6-Ergebnissen fort. Nach den vierten Plätzen in den USA und Portugal wurde es zuletzt in Spanien Rang fünf. Nun zeigte der Deutsche auch auf dem Bugatti-Circuit in Le Mans mit Platz sechs wieder eine erfolgreiche Aufholjagd.

Im Qualifying hatte sich Schrötter Startplatz 13 gesichert. Da Sam Lowes verletzungsbedingt auf den Start verzichtete, griff Schrötter aus Reihe vier von Position zwölf an. Nach der ersten Runde war der 29-Jährige Elfter. Schritt für Schritt ging es nach vor.

Schrötter profitierte zwar auch von Ausfällen, er zeigte aber auch Überholmanöver. "Marcels Rennen war stark, die Pace war gut und konstant", lobt IntactGP-Teamchef Jürgen Lingg. "Er war zwar nicht der Schnellste im Feld, aber seine Konstanz hat sich am Ende bezahlt gemacht."

"Er hat wenige Fehler gemacht und ich denke es war zum Schluss hin nicht einfach, Joe Roberts auf Distanz zu halten. Aber es ist ihm gelungen! Das war viel Arbeit und ein harter Kampf, was sehr gut war." Nach sieben Rennen ist Schrötter WM-Achter.

"Es war ein solides Rennen, der sechste Platz ist okay", bewertet er selbst sein Rennen. "Wir haben das Wochenende sehr gut begonnen. Am Samstag hingegen haben wir ein bisschen verloren, weil ein Versuch nicht so lief, wie wir es uns erhofft hatten."

Marcel Schrötter, Alex Hofmann

Marcel Schrötter vor dem Start im Gespräch mit Alex Hofmann

Foto: IntactGP/SWobser

"Von da an war das Vertrauen und das Gefühl für das Bike ein bisschen weg. Daher war auch das Qualifying so so. Es war nicht schlecht, aber auf einer Runde war nicht mehr drin. Im Warm-up war es wieder besser, obwohl ich mich mit dem Motorrad nicht ganz wohlgefühlt habe."

"Unsere Leistung war solide, auch wenn ich mich nicht sehr stark fühlte. Ich konnte auch nicht so attackieren, wie ich es mir gewünscht hätte. Trotzdem habe ich am Start ein paar Positionen gutgemacht. Ich habe aber schnell gemerkt, dass mein Speed nicht der Beste war."

"Das Ergebnis war ein rundenlanger Zweikampf mit Ogura. Als er mich zum ersten Mal überholt hat, war er sehr langsam. Also habe ich ihn bei der nächsten Gelegenheit wieder überholt. Später versuchte er es erneut, war aber immer noch so langsam."

Marcel Schrötter, Ai Ogura

Zum vierten Mal hintereinander fuhr Marcel Schrötter in die Top 6

Foto: IntactGP/RLekl

"Er hat es aber selbst eingesehen und mir ein Fußzeichen gegeben, ihn wieder zu überholen. Leider habe ich ein paar Runden vor Schluss einen kleinen Fehler gemacht, als mir Schweiß ins Auge gelaufen ist. Das hat mich kurz irritiert und ich habe mich leicht verbremst."

"Ogura nutzte diese Gelegenheit natürlich aus. Von da an habe ich drei, vier Zehntelsekunden verloren und auch etwas an Vertrauen eingebüßt. Außerdem wurde der Grip zunehmend weniger. Ogura konnte jedoch seine Pace halten, während ich Mühe hatte, ihm zu folgen."

Alles in allem war Schrötter mit seinem Rennen aber zufrieden: "Platz sechs ist in Ordnung. Ich denke, damit können wir zufrieden sein, zumal es wieder zweistellige Punkte sind. Wir haben auch gezeigt, dass wir Schritt für Schritt ins Spiel zurückkehren, was das Wichtigste ist."

"Ich bin mir auch sehr sicher, dass wir uns bald im Qualifying verbessern werden, und dann werden wir auch in den Rennen besser abschneiden. Bis dahin müssen wir weiter hart arbeiten. Wir sollten auf keinen Fall anfangen zu zweifeln, denn wir sind auf einem guten Weg."

Mit Bildmaterial von IntactGP/RLekl.

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