Moto2-Mitfavorit Oliveira: MotoGP noch kein Thema

In der Moto2 ist Miguel Oliveira ein heißer Kandidat für den WM-Titel. Trotzdem rechnet der KTM-Fahrer mit vielen Gegnern. An die MotoGP-Chance 2019 will er noch nicht denken.

Miguel Oliveira zählt in der Moto2-Klasse zum engen Kreis der WM-Anwärter. Mit drei Siegen in den letzten drei Rennen 2017 untermauerte der Portugiese nicht nur seine Klasse, sondern bewies, dass KTM zu Kalex und dem Topteam Marc VDS aufgeschlossen hat. Zeigt Oliveira eine starke Saison, dann gäbe es 2019 berechtigte Chancen, in die MotoGP aufzusteigen. Dann setzt KTM vier Motorräder ein und es sind noch keine Verträge unterschrieben. KTM will zudem eigene Talente in die Königsklasse bringen.

"Es ist aber nicht meine Aufgabe, darüber nachzudenken", meint Oliveira vor dem Saisonauftakt in Katar. "Es ist die Konsequenz deiner Arbeit. Ich konzentriere mich auf die Moto2. Wenn es später eine Möglichkeit zum Aufstieg gibt, dann wäre es willkommen." KTM hat eine klare Struktur eingerichtet. Talente können vom Rookies-Cup über Moto3 und Moto2 in die MotoGP kommen. Oliveira fuhr im Rookies-Cup und wurde 2015 mit dem Ajo-KTM-Team Moto3-Vizeweltmeister.

In den vergangenen Wochen waren die Wintertestfahrten der kleinen Klassen in Spanien vom Wetter beeinflusst. Deswegen konnte nicht so viel gefahren werden. "Trotzdem fühle ich mich vorbereitet", sieht Oliveira keine Probleme. Für ihn und sein Team gilt es, an den starken Herbst anzuknüpfen. Große Veränderungen gab es nicht. Außerdem hat KTM in der zweiten Saison nun Daten von den Rennstrecken und kann auf dieser Basis aufbauen.

Motorrad vergleichbar zu Ende 2017

"Im Vergleich zum Saisonbeginn 2017 ist das Motorrad nun ganz anders, aber nicht so sehr im Vergleich zum Saisonende", sagt der Portugiese. "Einige Details haben sich geändert, aber das Motorrad ist prinzipiell so wie in den letzten Rennen. Das Bike war bei allen Grands Prix konstant. Wir haben bei allen Bedingungen und mit jedem Reifen gute Ergebnisse erzielt. Ich bin mir deshalb sicher, dass zumindest der Saisonbeginn gut werden wird."

In der Weltmeisterschaft belegte Oliveira im Vorjahr hinter Franco Morbidelli und Tom Lüthi den dritten Platz. Nun sind Morbidelli und Lüthi in der MotoGP. "Obwohl die beiden Topfahrer vom vergangenen Jahr nicht mehr dabei sind, habe ich das Gefühl, dass es eine harte Saison wird", glaubt Oliveira nicht an einen Spaziergang. "Es kommen viele starke Rookies. Dazu gibt es viele Fahrer, die ihre zweite Saison in Angriff nehmen und sich stark weiterentwickelt haben, so wie Binder oder Bagnaia. Wir müssen davon ausgehen, dass viele Fahrer im Spitzenfeld kämpfen werden."

Zu den starken Rookies zählen Moto3-Weltmeister Joan Mir sowie Romano Fenati. Bei den etablierten Fahrern rechnen sich neben Oliveira auch sein Teamkollege Binder sowie Alex Marquez viel aus. Mit Francesco Bagnaia, Luca Marini, Sam Lowes, Simone Corsi, Hector Barbera, Mattia Pasini, Dominique Aegerter, Xavi Vierge und Marcel Schrötter gibt es viele Kandidaten für die vorderen Positionen. "Wie in jedem Jahr wird der Schlüssel die Konstanz sein. Man darf so wenig Fehler wie möglich machen", hält Oliveira fest. "Wir haben ein langfristiges Ziel und wollen nach dem letzten Rennen in der Gesamtwertung so weit oben wie möglich stehen."

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