Moto2: Gardner fährt dominanten Sieg ein, Schrötter am Sachsenring Sechster

Remy Gardner baut seine WM-Führung mit einem dritten Sieg in Folge aus - Sein Teamkollege Raul Fernandez stürzt - Marcel Schrötter beim Heimrennen Sechster

Moto2: Gardner fährt dominanten Sieg ein, Schrötter am Sachsenring Sechster

Remy Gardner schreibt im 200. Rennen der Moto2 Geschichte: Der Kalex-Pilot gewinnt den Grand Prix von Deutschland und ist mit drei Siegen in Folge der erste Australier, dem das in der Zwischenklasse gelingt. Auf dem Sachsenring konnte ihm niemand das Wasser reichen. Sein Vorsprung im Ziel: 6,158 Sekunden.

"Ehrlich gesagt wusste ich nicht, wie es laufen wird", gibt sich Gardner kleinlaut. "Klar, im Training war ich schnell. Raul (Fernandez; Anm. d. R.) war im Training aber auch ziemlich schnell und am Morgen war er schneller als ich. Ich zweifelte, ging aber mit freiem Kopf ins Rennen", rekapituliert er die Ausgangslage.

Am Start verteidigte zunächst Gardners Teamkollege Raul Fernandez die Führung von der Pole. Fabio Di Giannantonio fiel hinter Xavi Vierge und Marco Bezzecchi auf Platz fünf zurück. Schon im Verlauf der ersten Runde riss zwischen den Top 2 und dem Rest des Feldes eine Lücke von fast einer Sekunde auf.

Raul Fernandez stürzt früh, Gardner unschlagbar

Gardner klebte seinem Teamkollegen am Hinterrad, um in Kurve 12 der zweiten Runde eine Attacke zu setzen und die Führung zu übernehmen. Fernandez kämpfte um den Anschluss - und übertrieb es. In der fünften Runde rutschte der Rookie in Kurve 3 aus und konnte das Rennen nicht wieder aufnehmen.

 

Von da an war es ein einsames Rennen für Gardner, der bereits fünf Sekunden Vorsprung hatte und in einer eigenen Liga fuhr. Canet mischte derweil die Verfolgergruppe auf und kämpfte sich vorbei an Di Giannantonio, Vierge und Bezzecchi vor auf Rang zwei. Er konnte sich in der Folge deutlich von Bezzecchi absetzen.

Marcel Schrötter zeigte eine gute Anfangsphase und steigerte sich von Startplatz 17 auf Rang acht. Direkt hinter ihm kollidierten in Runde 7 Jake Dixon und Augusto Fernandez. Letzterer stürzte, Dixon fiel ans Ende des Feldes zurück. Dort befand sich auch Tom Lüthi, der pro Runde eine Sekunde langsamer war als Gardner.

 

Während die Positionen eins und zwei ab der Rennhälfte bezogen waren, duellierte sich Bezzecchi mit Di Giannantonio um den letzten Podestplatz. Vierge befand sich als Fünfter in Schlagdistanz, verlor aber bald den Anschluss und fiel hinter Ai Ogura auf Platz sechs zurück. Allerdings stürzten beide in der Schlussphase.

Top 3: Die Stimmen von Gardner, Canet, Bezzecchi

Gardner blieb bis zum Zielstrich fehlerfrei und fuhr einem ungefährdeten Sieg entgegen. "Als ich an Raul vorbeiging, fuhr ich richtig schnelle Rundenzeiten. Sie waren schnell, aber gleichzeitig auch flüssig. Ich musste den Reifen nicht zu stark fordern. Das war gut", blickt der Australier auf die Anfangsphase zurück.

"Dann sah ich auf meiner Anzeige, dass die Nummer 25 raus ist und ich knapp fünf Sekunden Vorsprung habe. Zu diesem Zeitpunkt waren noch 23 Runden zu fahren. Es war ein langes Rennen, ein richtig langes Rennen. Ich musste vermeiden, Fehler zu machen. (...) Ich kontrollierte den Vorsprung und brachte es zu Ende."

 

Canet behauptete Rang zwei, auch wenn Bezzecchi den Druck noch einmal erhöhte und Boden gutmachen konnte. "Es war eines der schwierigeren Rennen meiner Karriere", hält Canet fest. "Am Freitag hatten wir einen schwierigen Start. Wir mussten etwas am Motorrad probieren. Es ist toll, jetzt auf dem Podium zu stehen."

Bezzecchi jubelt über Platz drei: "Es fühlt sich wie ein Sieg an, wenn man bedenkt, wie das Wochenende für mich begann. Am Samstagmorgen war ich 19. und musste ich in Q1 antreten. Ich habe es von dort bis aufs Podium geschafft, was unglaublich ist." Di Giannantonio konnte er schließlich um eine Sekunde distanzieren.

Lowes schnappte sich auf der Schlussrunde noch Schrötter, der sein Heimrennen als Sechster beendete. Die beiden Boscoscuro-Piloten Jorge Navarro und Albert Arenas landeten auf Rang sieben und acht. Für Rookie Arenas ist es die erste Top-10-Platzierung. Dahinter reihten sich Marcos Ramirez und Cameron Beaubier ein.

Die letzten Punkte sicherten sich Nicolo Bulega, Alonso Lopez, Bo Bendsneyder, Barry Baltus und Celestino Vietti. Lüthi kam am Ende nicht über Platz 19 hinaus. 21 Fahrer die Zielflagge. Auch Simone Corsi, Fermin Aldeguer, Lorenzo Baldassarri und Joe Roberts stürzten. Lorenzo Dalla Porta ereilte ein technisches Problem.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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