Moto2-Test in Katar: Bestzeit für Lowes, Lüthi und Schrötter im Spitzenfeld

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Moto2-Test in Katar: Bestzeit für Lowes, Lüthi und Schrötter im Spitzenfeld
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03.03.2019, 19:56

Kalex-Fahrer dominieren den letzten Wintertest in Katar: Marcel Schrötter und Tom Lüthi mit Spitzenzeiten - Die restlichen Deutschen und Schweizer haben Rückstand

Von Freitag bis Sonntag absolvierte die Moto2-Klasse den letzten IRTA-Test vor dem Saisonauftakt 2019. Und diese drei Testtage auf dem Losail International Circuit in Katar haben gezeigt, wie schnell es mit den neuen Triumph-Motoren und der Elektronik von Magneti Marelli geworden ist. Sam Lowes (Kalex) stellte mit 1:58.439 Minuten die Bestzeit auf. Das war um eine halbe Sekunde schneller als der bestehende Moto2-Rundenrekord von Jonas Folger aus dem Jahr 2016 (1:59.052 Minuten). Lowes fehlten damit auch nur 4,2 Sekunden auf die MotoGP-Testbestzeit von vergangener Woche.

Gute Zeiten zeigte auch das Duo vom deutschen IntactGP-Team. Moto2-Rückkehrer Tom Lüthi markierte die zweitschnellste Zeit und Marcel Schrötter landete an der fünften Stelle. Beide konzentrierten sich auf die Abstimmung und machten Fortschritte. Mit der eingeschlagenen Richtung war man zufrieden. Lüthi und Schrötter sehen sich für den ersten Grand Prix vorbereitet. Zwischen die beiden schoben sich Remy Gardner und Augusto Fernandez (beide Kalex) auf die Plätze drei und vier.

Marcel Schrötter

Marcel Schrötter fuhr die fünftschnellste Zeit an diesen drei Tagen

Xavi Vierge, der nun eine Kalex im Marc-VDS-Team fährt, folgte als Sechster. Insgesamt waren nicht nur sechs Kalex-Fahrer auf den ersten sechs Positionen zu finden, sondern acht (auch Alex Marquez und Luca Marini) in den Top 10. Der beste Fahrer mit einem anderen Chassis war Jorge Navarro, der in diesem Jahr für Speed Up fährt. Er reihte sich an der siebten Stelle ein. Nachdem KTM beim vorangegangenen Test in Jerez sehr stark war, hatten die Fahrer der österreichischen Marke in Katar Rückstand.

KTM hat bei diesem Test etwas Rückstand

Das Ajo-Team landete mit Brad Binder und Moto3-Weltmeister Jorge Martin auf den Plätzen zehn und elf. Knapp sechs Zehntelsekunden fehlte auf die Spitze. Insgesamt befanden sich 19 Fahrer in einer Sekunde. Das zeigt, dass auch die neue Moto2 hart umkämpft sein wird. Aber abgesehen von Schrötter waren die anderen beiden Deutschen nicht im Spitzenfeld zu finden. Lukas Tulovic, der im Kiefer-Team eine KTM fährt, lag 2,2 Sekunden zurück. Das bedeutete Rang 27 im Gesamtergebnis aller drei Tage.

 

Und auch die Rookies vom Tech-3-KTM-Team wurden nicht schneller. Marco Bezzecchi und Philipp Öttl hatten 2,5 beziehungsweise 2,9 Sekunden Rückstand. Sie waren nur an der 28. und 29. Position zu finden. Nur drei Fahrer waren langsamer als die beiden Rookies. Für das französische Team ist die Situation auch neu, denn bisher arbeitete man mit einem eigenen Chassis, das man in- und auswendig kannte. Auch die Mechaniker müssen die KTM erst kennenlernen.

Viel Arbeit hat auch noch Dominique Aegerter vor sich, der im Forward-Team die neue MV Agusta fährt. Konkurrenzfähig ist dieses Motorrad noch nicht. Dem Schweizer fehlten 2,1 Sekunden auf die Spitze. Das war Position 26. "Es braucht immer noch Geduld und viele weitere Kilometer", sagt Aegerter. Sein Teamkollege Stefano Manzi war um eine Sekunde langsamer und belegte nur den drittletzten Platz von insgesamt 32 Fahrern.

Jesko Raffin vertritt Steven Odendaal bei NTS

Beim Saisonauftakt am kommenden Wochenende wird auch ein dritter Schweizer dabei sein, denn Jesko Raffin sprang kurzfristig für Steven Odendaal auf die NTS von RW-Racing. Im vergangenen Dezember hatte sich Odendaal beim Training eine große Zehe gebrochen. Bei einem Urlaub in Bali zog er sich dann eine Infektion am Fuß zu. Diese heilte aber nicht richtig. Bei einer Untersuchung von Doktor Xavier Mir in Barcelona wurde festgestellt, dass der Knochen von der Infektion angegriffen wurde. Deshalb musste sich Odendaal sofort operieren lassen.

Jesko Raffin

Der Schweizer Jesko Raffin springt für Steven Odendaal ein

Als Ersatz wurde Raffin nominiert, denn Teammanager Jarno Janssen kennt den Schweizer aus der gemeinsamen Zeit beim GP-Team Switzerland. Am Freitag flog Raffin nach Katar und konnte sich anschließend zwei Tage lang auf das NTS-Chassis einstellen. Er belegte Platz 23 und war um eine Sekunde langsamer als sein Teamkollege Bo Bendsneyder (15.). Raffins Einsatz beim ersten Saisonrennen ist bereits bestätigt.

Die Moto2-Teams bleiben in den nächsten Tagen auch gleich in Doha, denn schon am kommenden Freitag beginnt das erste Training für den ersten Grand Prix des Jahres.

Das Gesamtergebnis des Moto2-Tests in Katar:

01. Sam Lowes (Kalex) - 1:58.439 Minuten

02. Tom Lüthi (Kalex) +0,224 Sekunden

03. Remy Gardner (Kalex) +0,316

04. Augusto Fernandez (Kalex) +0,318

05. Marcel Schrötter (Kalex) +0,348

06. Xavi Vierge (Kalex) +0,441

07. Jorge Navarro (Speed Up) +0,484

08. Alex Marquez (Kalex) +0,509

09. Luca Marini (Kalex) +0,541

10. Brad Binder (KTM) +0,560

11. Jorge Martin (KTM) +0,600

12. Iker Lecuona (KTM) +0,761

13. Nicolo Bulega (Kalex) +0,787

14. Tetsuta Nagashima (Kalex) +0,867

15. Bo Bendsneyder (NTS) +0,869

16. Lorenzo Baldassarri (Kalex) +0,886

17. Andrea Locatelli (Kalex) +0,896

18. Enea Bastianini (Kalex) +0,912

19. Fabio di Giannantonio (Speed Up) +0,968

20. Somkiat Chantra (Kalex) +1,295

21. Simone Corsi (Kalex) +1,390

22. Kharul Idham Pawi (Kalex) +1,709

23. Jesko Raffin (NTS) +1,895

24. Joe Roberts (KTM) +1,975

25. Jake Dixon (KTM) +2,056

26. Dominique Aegerter (MV Agusta) +2,107

27. Lukas Tulovic (KTM) +2,286

28. Marco Bezzecchi (KTM) +2,482

29. Philipp Öttl (KTM) +2,898

30. Stefano Manzi (MV Agusta) +3,125

31. Xavier Cardelus (KTM) +3,217

32. Dimas Ekky Pratama (Kalex) +3,385

Mit Bildmaterial von LAT.

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