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Rossi-Bruder Marini erinnert sich an sein bestes und schlechtestes Rennen

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Rossi-Bruder Marini erinnert sich an sein bestes und schlechtestes Rennen
Autor:
Co-Autor: Matteo Nugnes
23.04.2020, 13:03

Wenn Luca Marini auf seiner Moto2-Karriere zurückblickt, braucht er nicht lange, um sein persönliches Highlight zu nennen - Welcher Fehler ihn am meisten ärgert

Seit 2016 ist Luca Marini Stammfahrer in der Moto2. Drei Siege konnte der 22-jährige Italiener bis dato verzeichnen, die vergangene Saison war mit insgesamt sechs Podestplätzen seine bisher beste. 2020 geht er mit Titelambitionen an den Start und unterstrich diese beim Auftaktrennen in Katar mit einer langen, souveränen Führung.

Ins Ziel bringen konnte Marini diese jedoch nicht: Ab der Rennmitte baute sein Reifen immer stärker ab, er fiel zurück und stürzte letztlich in der Schlussphase. Dennoch ließ der Halbbruder von Valentino Rossi sein Potenzial aufblitzen. Mit dem MotoGP-Routinier trainiert Marini regelmäßig auf dessen Ranch in Tavullia.

In Rossis Moto2-Team, für das Marini seit 2018 fährt, feierte er auch seine größten Erfolg. Der erste Sieg in Malaysia bleibt ihm in besonderer Erinnerung: "Es war mein bestes Rennen, denn ich fuhr 20 Runden in Führung, ohne je einen Fehler von der ersten bis zur letzten Kurve zu machen", blickt er auf das Rennen in Sepang 2018.

Marini: "Seinen ersten Sieg vergisst man nie"

Damals saß dem Kalex-Piloten Miguel Oliveira auf der KTM gehörig im Nacken und attackierte ihn. "Er übte großen Druck mich aus", sagt Marini im Gespräch mit 'Motorsport.com'. "Es war auch sehr heiß, so körperlich anstrengend, aber ich habe alles gut verkraftet. Auf jeden Fall vergisst man seinen ersten Sieg nie."

"Dann war da noch meine Freundin. Das war das erste Rennen, das sie außerhalb Europas miterlebt hat, also war es wirklich schön", erzählt der Italiener weiter. "An diesem Tag gewann Pecco auch die Weltmeisterschaft, es war also eine tolle Party für das ganze Team. Wir hatten eine tolle Zeit am Sonntagnachmittag nach dem Rennen."

Luca Marini, Francesco Bagnaia

Gemeinsame Feier: Francesco Bagnaia reichte Platz drei in Sepang zum Titel

Foto: Motorsport Images

Francesco Bagnaia war damals Marinis Teamkollege bei Sky Racing. Im Jahr darauf stieg er in die MotoGP auf und schaffte damit - nach Franco Morbidelli - als zweiter Fahrer aus der VR46-Akademie den Sprung in die Königsklasse. Davon träumt natürlich auch Marini. Doch fehlt ihm in der hart umkämpften Moto2 die Konstanz.

Fehler in Spielberg 2019 fuchst ihn noch heute

So erinnert er sich im Interview auch an einen seiner schwärzesten Rennsonntage: "Wenn ich an das vergangene Jahr zurückdenke, würde ich vielleicht Österreich sagen. Ich war sehr schnell, fühlte mich wirklich gut und wollte Bastianini zu früh angreifen. Es waren noch vier Runden übrig, ich hätte noch auf eine weitere warten können."

Doch Marinis Attacke auf Enea Bastianini endete im Desaster: Im Kampf um Platz zwei verlor er die Kontrolle übers Vorderrad und rutschte in Bastianini hinein, sodass beide stürzten. "Hätte ich vielleicht etwas länger gewartet - was ich jetzt getan hätte, nachdem ich aus meinem Fehler gelernt habe - wäre es vielleicht anders gekommen."

 

Damals gewann Brad Binder das Rennen. "Und er fuhr langsamer als ich", sagt Marini. Aber wie heißt es so schön: "To finish first, you first have to finish!" Diese Lektion musste der 22-Jährige erst lernen. Wenn die Moto2-Saison endlich wieder Fahrt aufnehmen kann, gilt es zu beweisen, dass er sie auch in die Tat umsetzen kann.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Moto2
Fahrer Luca Marini
Teams Team VR46
Urheber Juliane Ziegengeist