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"Senna hat dieses gewisse Talent": Jürgen Lingg von Rookie Agius überzeugt

IntactGP-Teamchef Jürgen Lingg beschreibt das Talent von Senna Agius und die Schwierigkeiten von Darryn Binder - Und welche Stärken Collin Veijer ausmachen

"Senna hat dieses gewisse Talent": Jürgen Lingg von Rookie Agius überzeugt

Das deutsche IntactGP-Team setzt in der Moto2-Saison 2024 auf die Fahrerpaarung Senna Agius und Darryn Binder. Agius hat schon im Vorjahr einige Rennen als Ersatzfahrer bestritten und mit IntactGP die Moto2-Europameisterschaft gewonnen.

Mit Platz fünf in Barcelona hat Agius sein erstes Ausrufezeichen gezeigt. Ohne einer umstrittenen Long-Lap-Strafe wäre eventuell ein Podium möglich gewesen. "Aber das spielt keine Rolle, für mich war das sekundär", meint Teamchef Jürgen Lingg im Gespräch mit Motorsport-Total.com.

Denn prinzipiell war die Performance stark. "Genau, das habe ich ihm auch erklärt. Wenn er so weitermacht, wird es noch viele Möglichkeiten geben, ein Podium einzufahren. Das muss das Ziel sein, aber es war natürlich eine große Erleichterung."

 

"Wir sehen natürlich die Fortschritte in den Daten und haben schon darauf gewartet, dass jetzt ein Top-10-Ergebnis kommt. In Le Mans hat sich das schon abgezeichnet." Denn in Frankreich stand Agius auf dem achten Startplatz.

"Das Erfreuliche bei Senna ist, dass er eine Leistung bestätigen kann. Also was er gelernt hat, kann er wieder abrufen", lobt Lingg, der schon lange an das Talent des Australiers glaubt: "Als ich ihn vor zwei Jahren das erste Mal in der JuniorGP gesehen habe, habe ich es sofort gesehen."

"Er hat eine wahnsinns Kontrolle fürs Motorrad, er hat dieses gewisse Talent. Wie er das Heck zum Lenken nutzt, ist einzigartig. Das hat man auch in Barcelona gesehen. Wie er das Motorrad in Position bringt, dafür braucht man schon eine gewaltige Fahrzeugbeherrschung, die er hat."

Senna Agius, Jürgen Lingg

Jürgen Lingg freut sich über Agius fünften Platz in Barcelona

Foto: IntactGP/Ronny Lekl

"Das Talent habe ich sofort gesehen. Die Richtung stimmt. Wohin das führen wird, werden wir sehen. Wir müssen trotzdem am Boden bleiben, denn es kommen jetzt Strecken, wo er noch nie war." Das galt auch für Mugello, wo Agius als 17. keine WM-Punkte sammelte.

Darryn Binder fehlt Moto2-Erfahrung

Auf der anderen Seite erlebt Binder eine bisher schwierige zweite Moto2-Saison. Nur dreimal fuhr der jüngere Bruder von Brad Binder in die Punkteränge. Das waren Platz 15 in Portimao sowie 14. Plätze in Le Mans und Barcelona.

"Es sind zwei Sachen", sagt Lingg über Binders Situation. "Man vergisst, dass er im Vorjahr wenige Rennen bestritten hat, weil er verletzt war. Er ist noch ein halber Rookie, auch wenn er viel Erfahrung hat, aber in der Moto2 hat er relativ wenig Erfahrung."

"Diese Klasse ist einfach brutal. Senna hat das andere Problem, dass er insgesamt weniger Erfahrung hat und noch nicht so viele Jahre fährt. Aber er hat mit der Moto2 mehr Erfahrung als Darryn. Der Umstieg von der MotoGP auf die Moto2 ist schon ziemlich groß."

Darryn Binder

Bis zum Sturz fuhr Darryn Binder in Mugello in der Spitzengruppe mit

Foto: Motorsport Images

"Die andere Sache ist, dass Darryn beim Motorrad immer noch auf der Suche nach etwas ist. Darüber zerbrechen wir uns alle die Köpfe, was das sein könnte. Wir suchen die Nadel im Heuhaufen. Kleine Änderungen können ihm durchaus helfen."

"Er fährt und sagt, es ist okay, aber dieses Wow-Gefühl fehlt noch. Daran müssen wir arbeiten. Ich denke, wenn wir beim Set-up etwas finden, kann er den nächsten Schritt machen. Aber vor allem muss er Erfahrung sammeln und Meter machen, weil er im Vorjahr sehr wenig gefahren ist."

In Mugello ist der Knoten geplatzt. Binder qualifizierte sich als Fünfter und mischte kräftig in der Spitzengruppe mit, bis er in der schnellen Arrabbiata-Kurve stürzte und wieder mit leeren Händen dastand.

"Trotzdem müssen wir das Positive mitnehmen", findet Lingg nach dem bitteren Sturz. "Er hat seinen Speed und vor allem einen starken Rhythmus gefunden. Wir hoffen, dass er es beim nächsten Mal wieder abrufen kann."

Lingg sieht Parallelen zwischen Agius und Veijer

In der Moto3-Klasse gibt es im IntactGP-Team, das von Peter Öttl gemanagt wird, mit Collin Veijer ein weiteres Talent. Der Niederländer gewann im Frühling in Jerez und ist nach sieben Rennwochenenden WM-Dritter.

"Bei Collin und Senna sehe ich Parallelen", sagt Lingg und erklärt: "Sie trainieren beide unheimlich hart. Die Vorbereitung zwischen den Rennen und dieser eiserne Wille zeichnen sie aus. Das tägliche Training. Was sie beide haben, resultiert aus ihrem Ehrgeiz."

Collin Veijer

In der Moto3-Klasse zählt Collin Veijer zu den Spitzenfahrern

Foto: Motorsport Images

"Sie sind jung, frisch, voll im Saft und haben ein klares Ziel vor Augen. Sie wollen nach oben. Was mir an Collin so gut gefällt, ist, dass er in dieser Klasse, wo alle immer nur ein Hinterrad suchen, alles alleine macht. Ich denke, dadurch hat er sich fahrerisch extrem verbessert."

"Seine Größe und sein Gewicht sind ein Nachteil, aber durch das ständige wiederholen und alleine fahren, so viele gezeitete schnelle Runden zu fahren, hat ihn dorthin gebracht, wo er jetzt ist. Er hat natürlich auch das nötige Talent, aber das wissen wir."

Ist Veijer für das nächste Jahr der Kandidat als Moto2-Teamkollege von Agius? "Es wäre ein logischer Schritt, aber es ist noch sehr früh", hält Lingg fest. "Wir haben zwei Fahrer und es kann alles passieren, aber es wäre natürlich ein logischer Schritt."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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