"Tut unglaublich weh" - Schrötter trauert möglichem Spitzenergebnis hinterher

Ein Sturz kostet Marcel Schrötter beim Grand Prix von Österreich eine gute Platzierung: Auf Position fünf liegend klappt dem Deutschen das Vorderrad ein

"Tut unglaublich weh" - Schrötter trauert möglichem Spitzenergebnis hinterher

Marcel Schrötter befand sich beim Grand Prix von Österreich auf Kurs zu einem Top-5-Ergebnis. Doch nach acht Runden rutschte dem Deutschen in Kurve 1 das Vorderrad weg. Schrötter wurde an das Ende des Feldes gespült und beendete das Rennen auf Position 23 außerhalb der Punkteränge.

"Ich hatte keine Chance, als ich die Kontrolle über das Vorderrad verloren habe", kommentiert Schrötter. "Diese Kurve ist sehr kritisch, da ich auch im Warm-up schon einmal an der gleichen Stelle in Schwierigkeiten war. Außerdem hat es dort an diesem sowie auch am letzten Wochenende mehrere Stürze gegeben. Ich weiß nicht, ob ich in dieser Runde irgendetwas falsch gemacht habe."

"Aber ich habe einfach alles gegeben, weil ich unbedingt an Sam (Lowes) und der Gruppe vor ihm dranbleiben wollte. Mir war klar, wenn ich bis zum Beginn des zweiten Renndrittels den Anschluss halbwegs halten kann, dann geht nach hinten eine Lücke auf. Zum Zeitpunkt des Sturzes gab bereits einen Abstand, auch wenn ich nicht weiß, wie groß der war", berichtet der Intact-Pilot.

"Ein anderer Fahrer konnte mir zwar folgen, aber auf die nächsten hatten wir schon einen kleinen Vorsprung herausgefahren. Ich denke, das Rennen wäre ab dem zweiten Drittel bis zum Schluss gut zu managen gewesen und wenn man dabei ist, kann vorne schnell auch mal was passieren und plötzlich kämpft man um das Podium", so Schrötter. "Aber soweit sollte es nicht kommen."

Marcel Schrötter

Marcel Schrötter stürzte zu Beginn der neunten Runde in Kurve 1

Foto: IntactGP

"Trotzdem bin ich mir sicher, dass ich bis dahin alles richtig gemacht habe. Mein Start war super und die ersten Runden waren wirklich stark", zeigt sich der 28-Jährige zufrieden. "Ich habe gut reingehalten und die Leute der Reihe nach überholt. Außerdem waren alle direkten Gegner, mit den wir in der Punktetabelle kämpfen, hinter uns. Eine Ausnahme war Ogura, der wieder sehr stark unterwegs. Aber die anderen, wie Di Giannantonio oder Canet, waren aber hinter mir."

"Die Chancen waren also sehr groß, viele Punkte mitzunehmen. Darüber hinaus hätte uns ein mögliches Top-5-Ergebnis wieder einmal gutgetan. Es tut unglaublich weh, so ein aussichtsreiches Rennen weggeschmissen zu haben", bedauert Schrötter.

"Aber wenn man alles versucht, um an der Spitze dranzubleiben oder noch weiter nach vorne zu kommen, weil mit einem fünften Platz gibt man sich in diesem Moment ja auch nicht zufrieden, kann das passieren. Trotzdem ist es sehr, sehr bitter und ich bin riesig enttäuscht. Ich hoffe aber, dass unsere harte Arbeit bald belohnt wird", bemerkt der Kalex-Pilot.

"Wir müssen die positiven Aspekte von diesem Wochenende mitnehmen. Wir haben gesehen, dass wir stark aufgeholt haben und in der Spitzengruppe wieder eine Rolle spielen können. Wenn wir noch ein bisschen was finden, dann schaffen wir bestimmt auch den Schritt nach ganz vorne. In zwei Wochen werden wir jedenfalls so weitermachen", schaut Schrötter vorfreudig auf das Wochenende in Silverstone. Durch den Nuller im zweiten Spielberg-Rennen rutschte Schrötter in der WM von der siebten auf die neunte Position ab.

Mit Bildmaterial von IntactGP.

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